Initiative

19. September 2012 20:08; Akt: 20.09.2012 00:03 Print

Zürich soll 200 Mio in Velowege stecken

von Marco Lüssi - Die Stadt Zürich soll im grossen Stil Velowege bauen. Dafür fordert eine neue Initiative 200 Millionen Franken.

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In Zürich sollen Velowege wie in Amsterdam entstehen. (Bild: colourbox)

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Für Planung und Bau eines flächendeckenden Veloroutennetzes in Zürich soll ein Kredit von 200 Millionen Franken gesprochen werden. Dies fordert eine städtische Volksinitiative, die die Jungen Grünen mit Unterstützung der SP und GLP lancieren. «Dieser Betrag scheint nur auf den ersten Blick hoch – unsere Idee ist, dass man in den nächsten 20 Jahren jährlich 10 Millionen Franken in das Veloroutennetz investiert», sagt Gemeinderat Matthias Probst.

«Wird die Initiative angenommen, erhält der Veloverkehr endlich jenen Stellenwert, den er verdient.» In Zürich herrsche dringend Nachholbedarf, seit 20 Jahren sei keine neue Veloroute geschaffen worden. Bessere Wege würden auch deutlich mehr Zürcher zum Velofahren bewegen: «Viele haben heute einfach Angst, das Fahrrad zu nehmen», so Probst.

Zürich müsse sich am Vorbild von velofreundlichen Städten wie Amsterdam oder Kopenhagen orientieren. «Am besten wären baulich abgetrennte Velofahrbahnen.» Für Probst ist klar, wo man dafür zusätzlichen Platz hernehmen muss: «Man wird Parkplätze abbauen müssen.» Bei den Bürgerlichen kommt die Initiative nicht gut an. SVP-Fraktionschef Mauro Tuena: «Die meisten Lücken bestehen dort, wo der Bau von Velowegen technisch unmöglich ist – das lässt sich auch mit 200 Millionen nicht ändern.»