Neues Konzept

01. Februar 2013 09:47; Akt: 01.02.2013 12:56 Print

Zürich wird Schweizer Asyl-Hauptstadt

Ein Meilenstein in der geplanten Umstrukturierung des Schweizer Asylwesens: In Zürich-West soll ein Testzentrum des Bundes entstehen, das Platz für 500 Asylsuchende bietet.

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Die Stadt Zürich soll Standort für das geplante Testzentrum des Bundes für Asylsuchende werden. In diesem Zentrum will der Bund neue, schnellere Asylverfahren testen. Auf dem Duttweiler-Areal in Zürich-West sollen ab nächstem Winter 500 Asylsuchende leben.

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Wie die Stadt Zürich und das Bundesamt für Migration (BFM) am Freitag gemeinsam mitteilten, möchte das BFM das Areal für 15 Jahre von der Stadt Zürich mieten. Das Konzept, das hier getestet werden soll, sieht vor, dass alle Beteiligten am selben Ort sind - Asylsuchende, Behörden, Rechtsvertreter und Fachleute.

Der Bund bezahlt

Als Gegenleistung, dass sie dem Bund das Areal vermietet, erhält die Stadt Zürich finanzielle Vorteile: Die 500 Asylsuchenden werden dem städtischen Kontingent von 1900 Asylsuchenden zugerechnet. Sie werden allerdings auf Kosten des Bundes betreut und untergebracht und nicht auf Kosten der Stadt. Zürich kann so pro Jahr 1 Million Franken einsparen.

An der nationalen Asylkonferenz vom 21. Januar bekannten sich Bund, Kantone, Städte und Gemeinden in einer gemeinsamen Erklärung dazu, den Asylbereich umzustrukturieren. Die Verfahren sollen künftig rascher abgewickelt werden. Damals hiess es noch, dass das Testzentrum bis spätestens im Sommer eröffnet werden soll.

Vorbild Niederlande

Als Vorbild für das Testzentrum sollen die Niederlande dienen, wo der Grossteil der Asylverfahren in einer zentralen Unterkunft in Ter Apel abgewickelt wird. Im niederländischen Modell sind die Verfahrensfristen deshalb um ein Vielfaches kürzer als in der Schweiz.

(jbu/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Felix am 01.02.2013 10:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Monster-Lager

    Gottlieb Duttweiler würde sich im Grabe umdrehen, wenn er erfahren würde, dass an der nach ihm genannten Strasse in Zürich ein solches Monster für Asylanten entsteht.

  • Ernst Walker am 01.02.2013 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Vergleich hinkt

    Ter Apel als Vorbild zu nennen ist übertrieben! Ter Apel liegt weit weg von allen grösseren Niederländischen Städten, Mitte auf dem Feld und ist eingezäunt und praktisch an der Grenze zu Deutschland

  • sunny am 01.02.2013 11:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    traurig

    krass, was man hier liesst. schon mal überlegt das ihr hier über MENSCHEN redet? und ja gebe meine steuer lieber den asylanten als irgendwelchen sozialempfänger die nur zu faul sind zum arbeiten. von denen gibts nämlich immer noch viel mehr als asylanten in der schweiz!!!!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Solothurner am 01.02.2013 16:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bester Standort

    Passt, danke für alles!

  • Georges Dubi am 01.02.2013 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Politik

    Uns fehlen PolitikerInnen, die vermehrt nach Lösungen suchen und nicht nur polarisieren.

  • zürcher am 01.02.2013 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    Sachlich bleiben

    Traurige Menschen, verbittert und von Selbstmitleid zerfressen. Von den 40'000 Asylbewerbern sind es heute vorallem Eriträer, die hier Asyl beantragen. Von diesen Leuten habe ich selten bis nie was in den Medien gehört oder gelesen bzgl. Straftaten. Natürlich gibt es unter den Asylanten auch Opportunisten die ihr Glück versuchen und zum Teil auch kriminell werden, aber das ist eine extrem kleine Minderheit. Hungern muss hier keiner! Und selbsternannte Opfer und Mitleidsbedürftige brauchen wir in ZH erst recht nicht. Wer bereit ist respektvoll mit anderen umzugehen, kann gerne kommen.

  • Robert Muntwyler am 01.02.2013 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wohin soll das noch führen

    Wie lange kann sich die Schweiz die unendlichen Asylantenströme eigentlich noch leisten? Dem eigenen Volk werden leere Staatskassen und viel Schulden bei AHV/IV vorgejammert, aber geht es ums Asylwesen scheint der Geldregen einfach unerschöpflich zu sein. Wie dumm sind wir Schweizer eigentlich, dass wir diesem Treiben schon so lange zusehen, das Ganze ist doch schon längst zum Fass ohne Boden geworden und etliche "Asylbewerber" danken es zudem der Schweiz nicht gerade sonderlich dass sie hier sein dürfen.

  • Aline Schlatter am 01.02.2013 14:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Besser oder Schlechter?

    Ab jetzt werde ich sehr genau die Statistiken über Kriminalität der Stadt Zürich anschauen und vergleichen!