Steuerbelastung

17. Februar 2011 12:33; Akt: 17.02.2011 15:05 Print

Zug bleibt das Steuerparadies schlechthin

Private haben 2009 im Kanton Zug am wenigsten Steuern bezahlt. Ränge gutgemacht haben vor allem Uri, das Wallis und der Jura. Die Steuerhölle ist Obwalden.

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Zug bleibt das Steuerparadies für Privatpersonen. Dies geht aus dem Zürcher Steuerbelastungsmonitor 2010 hervor. Kanton Zürich selbst liegt auf Rang elf - und damit im Mittelfeld. Solothurn hat sechs Plätze verloren und klassiert sich nur noch an drittletzter Stelle des Rankings. Dies liegt allerdings nicht an höheren Steuern, sondern an einer neuen Berechnungsart. Das Schlusslicht bilden Neuenburg und Obwalden.

Mit zehn Plätzen am meisten verbessert hat sich Uri: Der Innerschweizer Kanton figuriert neu auf Rang 13. Er hat 2009 die Flat Rate Tax sowie höhere Kinderabzüge eingeführt. Auch das Wallis, der Jura, Nidwalden, Schaffhausen und Freiburg haben sich nach vorne bewegt.

Unterschiede zwischen Gemeinden teils erheblich

Ganz an der Tabellenspitze liegen nach Zug der Kanton Schwyz, das Tessin, Graubünden, Basel-Landschaft und Genf - alle mit unveränderter Einkommensbelastung. Für Ansiedlungswillige zählt jedoch nicht nur der Kantonsdurchschnitt sondern die konkrete Steuerbelastung in einer Gemeinde.

Dabei bestehen teils grosse Unterschiede. Im Kanton Schwyz beispielsweise sind die Differenzen zwischen den Gemeinden beträchtlich während sie im Kanton Zug nur sehr gering ausfallen.

Abhängig ist die individuelle Steuerbelastung auch von der Höhe des Einkommens und vom Familienstand. So erreicht Zürich bei ledigen Arbeitnehmern mit einem Bruttoeinkommen von 60 000 Franken im Jahr hinter Zug und Schwyz den dritten Platz.

Bei Verheirateten mit zwei Kindern und einem Einkommen in derselben Höhe rangiert Zürich auf dem elften Platz. Bei Ledigen mit einem Bruttoeinkommen von einer Million Franken rutscht Zürich auf Rang 20.

Im Gegensatz zu den natürlichen Personen ist bei den juristischen Personen der Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen kein entscheidendes Kriterium. Für grosse finanzkräftige Unternehmen spielt sich der Wettbewerb vielmehr auf internationaler Ebene ab.

Der Steuerbelastungsmonitor 2010 wurde von der BAK Basel Economics erarbeitet, die im Auftrag des Kantons Zürich bereits zum vierten Mal einen solchen Bericht vorgelegt hat.

(sda)