Kanton Zürich

20. März 2019 21:00; Akt: 20.03.2019 21:00 Print

Zwei Schulen warnen vor einem unbekannten Mann

In Oberglatt und Volketswil sollen Kinder auf dem Schulweg von einem unbekannten Mann belästigt worden sein. Bei der Polizei laufen entsprechende Ermittlungen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Gleich in zwei Zürcher Gemeinden meldeten Schulkinder innert kürzester Zeit einen unbekannten Mann, der sich ihnen gegenüber seltsam verhalten haben soll. So wurde in Volketswil ein Bub auf dem Schulweg von einem Fremden angesprochen und am Rücken berührt. Der Junge lief weg und informierte seine Eltern. Diese wandten sich unverzüglich an die Polizei.

In Oberglatt kam es zu einer ähnlichen Situation. Eine Primarschülerin wurde auf dem Schulweg von einem Mann angegangen. Eine Passantin kam später hinzu und informierte die Polizei.

Unbekannte Personen auf Schulareal ansprechen

Auch die jeweiligen Schulen in Oberglatt und Volketswil haben sofort reagiert und unabhängig voneinander am 18. März ein Schreiben an die Eltern verschickt. In den beiden Briefen, die 20 Minuten vorliegen, steht, dass die betroffenen Schüler sehr gut reagiert hätten und die Polizei darüber informiert worden sei. Erwachsene fordert man auf, unbekannte Personen auf dem Schulareal anzusprechen. In Oberglatt sollen sogar verstärkt Patrouillen unterwegs sein.

In der Zwischenzeit bittet man die Eltern, ihre Kinder für den Schulweg zu stärken und das richtige Verhalten gegenüber fremden Personen regelmässig zu thematisieren. Auch Lehrpersonen werden mit den Kindern über das richtige Verhalten sprechen. Zudem empfehle man, dass mehrere Kinder gemeinsam den Schulweg gehen.

«Eine gewisse Verunsicherung ist normal»

«Dass nun eine gewisse Verunsicherung entsteht, ist normal und verständlich», sagt Nalan Seifeddini, Präsidentin der Primarschule in Oberglatt. «Die Eltern und Kinder gehen jedoch sehr gut mit dieser Situation um. Die Eltern organisieren sich für den Schulweg und thematisieren mit ihren Kindern das richtige Verhalten.»

Auch bei der Schulpflege in Volketswil nehme man die Meldung ernst: «Es gibt aber weder eine Bestätigung des Vorfalls noch sind uns weitere gesicherte Fälle in Volketswil bekannt», sagt Schulpräsident Yves Krismer. Beim Brief handle es sich um eine reine Vorsichtsmassnahme.

Krismer bezweifelt einen Zusammenhang zwischen Oberglatt und Volketswil. «Die Orte liegen ja nicht gerade nebeneinander. Das wäre reiner Zufall.» Für ihn sei es wichtig, das Thema sachlich mit den Eltern zu besprechen und mit den Kindern das Verhalten gegenüber Fremden zu thematisieren. «Dabei in Panik zu verfallen, wäre falsch.»

Entsprechende Ermittlungen laufen

Wie Carmen Surber, Sprecherin bei der Kantonspolizei Zürich, auf Anfrage sagt, stehe man in Kontakt mit den Schulleitungen; entsprechende Ermittlungen seien eingeleitet worden. Dass es einen Zusammenhang zwischen den zwei Orten gebe, sei eher unwahrscheinlich.

«Analog den Schulen empfehlen wir den Eltern, mit ihren Kindern über das richtige Verhalten gegenüber fremden Personen zu sprechen», sagt Surber. Personen, die sachdienliche Hinweise machen können, werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei Zürich unter den Telefonnummern 117 oder 044 247 22 11 zu melden.

(mon)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • valon m. am 21.03.2019 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    sollen alle einbischen mithelfen

    eltern, nachbarn, lehrer: verhalten von personen beobachten. hab mal miterlebt auto ist auf hauptstrasse angehalten und bat kind einzusteigen, kind wehrte sich, ich bin vorbeigegangen und hab den fahrer/kind nachgefragt, hat sich festgestellter ist der vater :) der vater hat sich bei mir sehr sehr bedanken jetzt sind wir kollegen geworden

  • Jemand am 21.03.2019 05:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sensibilisieren

    Ich weiss nicht, wie es heute unter Kindern ist. Als Resultat meines Erlebnisses habe ich keine. Ich war unehelich in den 60igern. Damals wurde man deswegen ausgegrenzt und galt als asozial. Mitschüler mobbten einen, weil sie daheim immer hörten, wir wären nicht normal und müssten ganz schlimm sein, weil unsere Väter uns nicht wollten. So kam es, dass ich gemobbt wurde. Ich durfte nie mit den anderen in den Bus steigen. Also lief ich immer allein. Und wurde von einem Mann aus meinem Quartier missbraucht. Nur glaubte mir keiner und ich wurde als Lügnerin unter Vormundschaft gestellt. Es ist schön, dass man heute auf die Kinder hört. Ich hoffe, sie schnappen den Mann bald.

  • Muro83 am 20.03.2019 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kinder lieber begleiten.

    Ich bringe meinen Sohn ( 7 jährig ) jeden Morgen in die Schule und laufe einige Meter hinter ihm. Man muss den Kindern erklären was sie in solchen Fällen machen müssen. Wir hatten vor 1-2 Jahren auch eine Person welche Kinder angesprochen hat. Wenn die Schule dann aus ist... wird er abgeholt. Solche Fälle nehmen leider immer mehr zu und nicht jedes Kind reagiert gleich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sandra am 21.03.2019 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenigstens wird mal als Eltern informiert

    Letzte Woche kam es anscheinend in Niederuzwil SG auch zu einem Zwischenfall. Gemäss Radio Fm1 wollte ein Mann mit einem Jeep, ein Kind "entführen".. "Mutter erstattete Anzeige" Die Mutter warnte per Sozialen Medien, und wurde dann von der Polizei gebeten, dies nicht zu machen. "Störe die Ermittlungen". Als Elternteil finde ich es von der Schulleitung eine Pflicht - ein Muss, die Eltern darüber zu informieren. Bis heute ist nichts geschehen. Kein Brief, keine Information, absolut nichts. Eine absolute Frechheit.

  • Sam Rusch. am 21.03.2019 08:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kamera um das Schulhaus und Strassenkreuzung

    Privatsphäre hin oder her, die Kinder sind uns heilig und niemand darf sie verletzen! Auch die, die für die Privatsphäre kämpfen auf öffentlichen Plätzen!

  • valon m. am 21.03.2019 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    sollen alle einbischen mithelfen

    eltern, nachbarn, lehrer: verhalten von personen beobachten. hab mal miterlebt auto ist auf hauptstrasse angehalten und bat kind einzusteigen, kind wehrte sich, ich bin vorbeigegangen und hab den fahrer/kind nachgefragt, hat sich festgestellter ist der vater :) der vater hat sich bei mir sehr sehr bedanken jetzt sind wir kollegen geworden

  • Oberländerin am 21.03.2019 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So nicht

    Was man darf nicht mehr mit einem fremden sprechen? Das ist Ausgrenzung und Diskriminierend. Nicht alle Menschen sind böse und pädophil. Und wenn ich nach dem Weg frage?

  • patrick h. am 21.03.2019 06:38 Report Diesen Beitrag melden

    Was das wohl wird

    Kurze Erinnerung: Der letzte solche Fall stellte sich als Fake heraus. Die Kinder haben das damals erfunden.