Pferdehalter nach tödlichem Crash

07. Februar 2019 10:07; Akt: 07.02.2019 10:07 Print

«Dass ein Mensch sterben musste, ist eine Tragödie»

Ein Autofahrer kollidierte auf der A3 mit zwei Pferden – er und die Tiere starben. Die Besitzer können sich nicht erklären, wie die Tiere ausbüxen konnten.

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Sonntagmorgen um 4 Uhr: Ein 53-Jähriger fährt auf der A3 ungebremst in zwei Pferde, die sich auf der Autobahn befinden. Die Tiere sind aus einem Hof in Samstagern ZH ausgebrochen, der sich nur 600 Meter von der Autobahn befindet. Wie die Besitzer gegenüber «Blick» sagten, können sie sich nicht erklären, wie die Tiere ausbüxen konnten. Leroy und Stone seien sehr ruhige Pferde, sagt die 22-jährige Hofpächterin.

Der Ort, an dem die Tiere ausgebrochen sind, ist laut der 22-Jährigen ein eineinhalb Meter hohes Holzgatter. Sie war sich aber sicher, dass das Gatter geschlossen war. Derzeit klären die Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft die genauen Umstände ab. Die Ungewissheit ist für die 22-Jährige unerträglich. Sie fragt sich, ob sie den Vorfall hätte verhindern können. Dass ein Mensch habe sterben müssem, sei eine Tragödie.

Vorwürfe gegen die Besitzer

Nun haben die Hofbesitzer noch sieben Pferde. Nach dem Unfall auf der A3 gab es gegen die Besitzer Vorwürfe: So würden sich die Tiere regelmässig an dem verbogenen Gatter verletzen. Das Gelände sei zudem unaufgeräumt und schmuddelig. Gemäss der Zeitung verdeutlichen mehrere Bilder die prekären Zustände.

Als «Blick» jedoch den Hof nach dem Crash besuchte, wirkte dieser aufgeräumt. Das veraltete Gatter wurde durch einen Holzzaun ersetzt. Die Besitzer betonen, dass sie keinen Messie-Hof hätten. Klar sei es zwischendurch mal ein bisschen chaotisch. Aber den Tiere tue dies ja nicht weh.

Auf die Frage, warum, in den letzten Jahren häufiger das Veterinäramt vorbeigekommen sei, sagen sie: «Unser Hof ist mitten im Quartier.» Einige Nachbarn störe dies und diese hätten sich schon wegen Kleinigkeiten gemeldet.

(som)