Coronavirus

22. Februar 2020 14:19; Akt: 22.02.2020 14:19 Print

Dieses Bärchen versetzt Zürcher Praxis in Panik

Eine Hongkong-Rückkehrerin hatte einen Termin bei der Dentalhygienikerin – und wurde prompt wieder heimgeschickt.

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Die 90-jährige Suzanne Hoylaerts verzichtete freiwillig auf ein Beatmungsgerät und starb an Covid-19. (Quelle: Facebook) Luis Fernando Chuquispuma aus Madrid verlor am 14. März seinen Vater an Covid-19. Der 25-Jährige verbrachte 16 Stunden in der Wohnung mit der Leiche, bevor die Behörden sie abholten. In Wuhan werden bereits Barrieren entfernt, ihre Stadt verlassen dürfen die Bewohner aber noch nicht. Mit einem Nacktfoto protestiert der französischer Hausarzt Alain Colombié gegen die Handhabung der Coronavirus-Krise in seinem Land. Auf Facebook veröffentlichte er ein Nacktfoto von sich. Frankreich sei trotz Warnungen vieler Ärzte unvorbereitet in die Pandemie gegangen. Die Mediziner hätten weder Masken noch Desinfektionsgel noch Schutzanzüge. Sie seien lediglich «Kanonenfutter». Giuseppe Remuzzi, Direktor des Mario-Negri-Instituts für pharmakologische Forschung in Mailand, erfuhr von Ärzten, dass sie bereits im vergangenen November in Norditalien «seltsame Lungenentzündungen» festgestellt hatten. Fand die Coronavirus-Pandemie also ihren Anfang doch in Italien und nicht in China? Grace Fusco (Mitte) und ihre elf Kinder bei einem Familientreffen in New Jersey Anfang März 2020. Grace und ihr Sohn Carmine Fusco starben am 18. März, Tochter Rita am 13. März und Sohn Vincent am 19. März an den Folgen von Covid-19. Im US-Staat New York ist die Zahl der Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2 auf über 10'350 Fälle angestiegen. Derzeit werden bis zu 75'000 Spitalbetten bereitgestellt sowie zwei Millionen Schutzmasken und 6000 lebenswichtige Beatmungsgeräte besorgt. Angesichts drastisch steigender Infektionszahlen in der Coronavirus-Krise droht die Politik in Deutschland Ausgangssperren an. Die Berliner Krankenhausgesellschaft rief Menschen mit Ausbildung im Gesundheitswesen auf, sich freiwillig zu melden. In einem Altersheim in Madrid sind 17 Personen am Coronavirus gestorben. Jetzt ermitteln die Behörden. Im Vereinigten Königreich ist die Zahl der Infizierten auf 1950 von 1543 am Montag gestiegen, wie der TV-Sender Sky meldet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verkündete die Schliessung der EU-Aussengrenzen ab 17. März 2020. «Alle Reisen zwischen nicht europäischen Ländern und der Europäischen Union werden für 30 Tage ausgesetzt.» Testen ist wichtig, um das Coronavirus zu bekämpfen, das betonte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 16. März 2020. Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Einreisen in die EU für 30 Tage aussetzen. Immer mehr Flugzeuge weltweit bleiben am Boden: Der Eigentümer von British Airways wird im April und Mai die Kapazitäten um mindestens 75 Prozent herunterfahren. Der deutsche Innenminister Horst Seehofer erklärte am Sonntagabend (15. März 2020), dass die Grenzen zur Schweiz, zu Frankreich, Österreich, Luxemburg und Dänemark geschlossen werden. Nur Berufspendler und Warenverkehr darf die Grenze noch passieren. An der Pressekonferenz erklärte er zusammen mit Staatssekretär Hans-Georg Engelke (l.) und Dieter Romann, Präsident der Bundespolizei (Mitte), dass man so die Ausbreitung des Virus einschränken und Hamsterkäufe von Ausländern vermeiden wolle. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigt ein Versammlungsverbot im Land an. (15. März 2020) Das Osterfest im Vatikan wird in diesem Jahr ohne Besucher begangen. (15. März 2020) Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez bestätigt, dass es eine landesweite Ausgangsperre als Teil eines 15-tägigen Notstands im Land geben wird. (14. März 2020) US-Präsident Donald Trump hat am Samstag, 14. März 2020, bekannt gegeben, dass er sich einem Corona-Test unterzogen hat. Einen Tag später gab sein Arzt ein negatives Ergebnis bekannt. Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus haben sich mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump auf ein Hilfspaket für Familien geeinigt. Rumänien verhängt den Notstand. Er soll ab Montag, 16. März 2020, gelten. Norwegen hat alle Flughäfen geschlossen. Landleute dürfen jedoch noch heimkehren. Spanien plant eine landesweite Ausgangssperre. Die 47 Millionen Einwohner werden demnach angewiesen, als Teil eines 15-tägigen Notstands ab 16. März zu Hause zu bleiben. Davon abweichen dürfe man nur in Notfällen oder für Lebensmitteleinkäufe. US-Präsident Donald Trump hat den nationalen Notstand ausgerufen. Damit könnten bis zu 50 Milliarden Dollar gegen die Pandemie mobilisiert werden. In Österreich bleiben ab Montag, 16. März 2020, alle nicht für die Grundversorgung notwendigen Geschäfte zu. : Tschechien riegelt ab Montag, 16. März, das ganze Land ab. Reisende werden nicht reingelassen, Tschechen dürfen das Land auch nicht verlassen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen will von Grenzschliessungen innerhalb der EU nichts wissen, wie sie am Freitag bekannt gab. In den USA haben sechs Bundesstaaten die Schulen geschlossen. Tschechien hat ein Einreiseverbot über Reisende aus 15 Ländern, darunter Frankreich, Grossbritannien und Deutschland verhängt. «Wir werden alle Reisen von Europa in die USA für die nächsten 30 Tage aussetzen», sagte US-Präsident Donald Trump. «Wir können den Verlauf dieser Pandemie noch ändern»: UNO-Generalsekretär Antonio Guterres. 11. März: Die WHO hat die Verbreitung des neuartigen Coronavirus als Pandemie eingestuft. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus ist tief besorgt. Der italienische Regierungschef Giuseppe Conte hat ganz Italien wegen der Corona-Epidemie zur Sperrzone erklärt. Deutschland meldet in Zusammenhang mit dem Coronavirus zwei erste Todesfälle. Die Panik an den weltweiten Finanzmärkten hat zu Wochenbeginn am 9. März 2020 auch an der Wall Street zu einem dramatischen Kurssturz geführt. «Wir stehen vor einer nationalen Notlage»: Italien sperrt die wirtschaftsstarke Lombardei und 14 andere Gebiete weitgehend ab, darunter die Wirtschaftsmetropole Mailand und der Touristenmagnet Venedig. (8. März 2020) Schauspieler und ehemaliger «Wetten dass...»-Kandidat Samuel Koch befindet sich in Quarantäne. Bislang wurde er nicht positiv getestet. (Archivbild) Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus besuchen derzeit rund 300 Millionen Kinder weltweit nicht die Schule. Nach der Schliessung aller Schulen und Universitäten in Italien weitete am Donnerstag auch der Iran das Unterrichtsverbot auf alle Schulen und Hochschulen aus. (5. März 2020) Die Lufthansa muss wegen der Corona-Krise die Flugstreichungen ausweiten. Rechnerisch blieben 150 Flugzeuge am Boden, davon 25 Langstrecken-Flieger, sagte ein Lufthansa-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. (04.03.2020) Im Iran hat das Coronavirus bereits Dutzende Menschenleben gefordert. Etliche sind infiziert. Auch Mitarbeiter der Regierung sind betroffen. (4. März 2020) In Deutschland werden als Präventionsmassnahme Grossveranstaltungen abgesagt: Darunter auch die Leipziger Buchmesse. (Archivbild) Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hat das Risiko durch das neue Coronavirus in der EU von moderat auf hoch heraufgestuft. (2. März 2020) In Deutschland ist die Zahl der Infizierten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts inzwischen auf 150 gestiegen. (2. März 2020) Nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 in Südkorea drohen den Anführern einer im Zentrum der Epidemie stehenden christlichen Sekte Ermittlungen wegen Mordes und anderer Vorwürfe. (2. März 2020) Die Zahl der Todesfälle ist weltweit auf mehr als 3000 gestiegen. Etwa 60 Länder sind betroffen. Die Gesamtzahl der Infizierten kletterte alleine in China auf über 80'000. (2. März 2020) Die Finanzminister der sieben wichtigsten Industriestaaten (G7) wollen in dieser Woche über die Folgen des Coronavirus-Ausbruchs für das Wirtschaftswachstum sprechen. (2. März 2020) (Archivbild) Der Coronavirus-Ausbruch schwächt die chinesische Wirtschaft deutlicher als erwartet. Der Messwert für die chinesische Industrie fällt auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2004. (2. März 2020) Wegen des Coronavirus hat die Luftverschmutzung in China deutlich abgenommen. Satelliten-Aufnahmen der NASA und der ESA zeigen, dass die Stickstoffdioxidkonzentration in der Luft drastisch zurückgegangen ist. Das führt die NASA zumindest teilweise auf die deutlich verringerte wirtschaftliche Tätigkeit in China zurück. (1. März 2020) Am wurde der erste Coronavirus-Fall in der Schweiz gemeldet: Ein Schild in einer Apotheke in Chiasso weist darauf hin, dass keine Schutzmasken mehr erhältlich sind. Der Fall ist laut den Tessiner Behörden im Südkanton aufgetreten. Zwei weitere Todesfälle in Italien: In der Nacht auf Montag starb in Bergamo ein 84-jähriger Mann an den Folgen des Coronavirus. Ebenfalls am Montag wurde zudem aus der Region Lodi der Tod eines 88-Jährigen gemeldet. (24. Februar 2020) China warnt seine Landsleute vor Reisen in die USA. Chinesische Touristen würden in den USA aufgrund «übertriebener Massnahmen» im Zusammenhang mit dem Coronavirus unfair behandelt.(24. Februar 2020) China verschiebt zum ersten Mal seit Jahrzehnten den Volkskongress. Diese Entscheidung sei beispiellos, schreiben Agenturen. Ein neuer Termin werde zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. (24. Februar 2020) Die Börsen reagieren am Montag auf die Ausbreitung des Coronavirus. Südkorea verzeichnet den grössten Kursrutsch der dortigen Börse seit eineinhalb Jahren. Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie setzte auch den Dax zu Wochenbeginn stark unter Druck. (24. Februar 2020) In Griechenland werden seit Montagmorgen die Besatzungen von Fähren, die zwischen Italien und Griechenland pendeln, informiert, welche vorbeugenden Massnahmen getroffen werden müssen, damit mögliche Verdachtsfälle rasch isoliert werden. (24. Februar 2020) Rund 500 Passagiere - mehrheitlich Österreicher und Deutsche - sassen am Sonntagabend an Bord von zwei italienischen Zügen am Brenner fest. Der Bahnverkehr wurde wegen Coronavirus-Verdachtsfällen kurzzeitig unterbrochen. (23. Februar 2020) Bilder aus Norditalien zeigen Personen bei Hamsterkäufen in Supermärkten. Nach den ersten Fällen in Norditalien steigt im angrenzenden Tessin die Sorge um ein Übergreifen des Coronavirus. Nach einem starken Anstieg der Coronavirus-Fälle hat Italien mehrere Städte im Norden abgeriegelt, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. In zehn Gemeinden der Lombardei wurden Schulen und ein Grossteil der Geschäfte vorübergehend geschlossen. Rund 50'000 Einwohner sind aufgerufen, möglichst zuhause zu bleiben. Der lombardische Ort Codogno, nur knapp 150 Kilometer von Lugano entfernt, glich laut Medienberichten am Samstag einer Geisterstadt. «Das Betreten und Verlassen dieser Gebiete ist verboten», sagte Regierungschef Giuseppe Conte. Nach einem starken Anstieg der Coronavirus-Fälle hat Italien mehrere Städte im Norden abgeriegelt, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. (22. Februar 2020) Ein Wachmann steht vor dem Königspalast in Seoul. Nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit Covid-19 in Südkorea ist die Zahl der infizierten Menschen den dritten Tag in Folge sprunghaft gestiegen. (22. Februar 2020.) Wie die Gesundheitsbehörden am Samstag mitteilten, kamen in Südkorea über Nacht 142 neue Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus hinzu. (22. Februar 2020.) Damit stieg die Zahl der erfassten Fälle auf 346 - so viele wie nirgendwo ausserhalb Chinas, wo Covid-19 im Dezember ausgebrochen war. (22. Februar 2020.) Die Behörden vermuten, dass die rasante Verbreitung des Virus unter den Mitgliedern von einer infizierten 61-jährigen Sektenanhängerin ausging. (22. Februar 2020.) Unweit der Schweizer Grenze gibt es den ersten Coronavirus-Toten. Ein 78-jähriger Patient ist in Padua in der norditalienischen Region Veneto gestorben. (21. Februar 2020) Mehrere Studien haben gezeigt, dass Männer eher am Coronavirus erkranken als Frauen. Die Gründe dafür sind noch nicht ganz klar. Möglich ist, dass die Vorerkrankung eine Rolle spielt, ebenso der Umstand, dass am Markt, wo das Virus ausbrach, vor allem Männer arbeiten. Doch auch Chromosome und Hormone könnten verantwortlich sein. (12. Februar 2020) Im französischen Skiort Contamines-Montjoie sind fünf britische Staatsbürger positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilten die Behörden am Samstag, 8. Februar 2020, mit. Die Infizierten hatten Kontakt zu einem Briten, der aus Singapur zurückgekehrt war und ebenfalls am Virus erkrankt ist. Die fünf gehören zu einer Gruppe von elf Personen, die in zwei Chalets lebten. Die restlichen Mitglieder der Gruppe stehen unter Beobachtung. Die Gemeinde bekommt die Folgen bereits zu spüren. Verunsicherte Touristen melden sich beim Touristenbüro. Es gab auch bereits Annullierungen. An Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan sind weitere 41 Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Auf dem Schiff befinden sich auch zwei Schweizer Staatsangehörige. (6. Februar 2020) Das Flugzeug mit fünf Schweizern aus dem Coronavirus-Gebiet in China ist am Sonntag auf einer Luftwaffenbasis in Frankreich gelandet. (2. Februar 2020) Erstmals ist ausserhalb Chinas ein Mensch an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Auf den Philippinen erlag am Samstag ein 44 Jahre alter Chinese aus Wuhan der von dem Erreger ausgelösten Lungenkrankheit. Südkorea hat seine Bürger aus Wuhan evakuiert. Das bayerische Gesundheitsministerium informierte über den ersten Coronavirus-Fall in Deutschland. Ein 33-jähriger Firmenangestellter habe sich bei einem chinesischem Gast angesteckt. Im Zürcher Triemlispital befanden sich zwei Personen in Quarantäne. Das Coronavirus konnte in der Zwischenzeit bei ihnen ausgeschlossen werden. Die beiden grössten Vergnügungsparks in Hongkong, Disneyland und Ocean Park, schliessen wegen des Virus ab Sonntag ihre Pforten. (26. Januar 2020) Sicherheitspersonal in Schutzanzügen misst die Körpertemperatur von Passagieren am Eingang einer U-Bahn-Station in Peking, China. (25. Januar 2020) Hongkong hat den «Virus-Notstand» ausgerufen. Sämtliche öffentlichen Neujahrsfeiern in der chinesischen Sonderverwaltungszone wurden abgesagt. (25. Januar 2020) Wuhan hat mit dem Bau neuer Krankenhäuser mit jeweils rund 1000 Betten begonnen. Das erste Spital soll am Montag in einer Woche erste Patienten aufnehmen. (24. Januar 2020) Am 24. Januar 2020 gaben die französischen Behörden bekannt, dass zwei Patienten positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Damit hat das Virus Europa erreicht. Ab Donnerstag, 22. Januar 2020, werden wichtige Verkehrsverbindungen von und nach Wuhan gekappt. Die Bürger sollen die Millionenstadt nur unter besonderen Umständen verlassen. Am WEF in Davos hat sich Bundesrat Alain Berset unter anderem mit WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus über das Coronavirus ausgetauscht. Die Schweiz sei gut vorbereitet, sagte er im Anschluss. In Asien sorgt das Virus für Angst. Das Foxconn-Werk hat beispielsweise seine Mitarbeiter aufgefordert, von Taiwan nicht nach Wuhan zurückzukehren. (Archivbild) Im Fall der mysteriösen Lungenkrankheit in China wurden erstmals zwei Fälle einer Übertragung von Mensch zu Mensch bestätigt. (20. Januar 2020) In der Provinz Guangdong habe sich medizinisches Personal infiziert. Die Ausbreitung der rätselhaften Lungenkrankheit ist möglicherweise viel grösser als bisher angenommen. Experten schätzen die Zahl der Infizierten auf mehr als 1700. (19. Januar 2020) Kurz nachdem bekannt worden war, dass sich mehrere Menschen in der chinesischen Metropole Wuhan mit einem bislang unbekannten Virus infiziert haben, hiess es: Es ist kein Sars (schweres akutes respiratorisches Syndrom). Doch laut dem Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin ist es das doch: «Es ist dieselbe Virusart, nur in einer anderen Variante.» Unterschiede gebe es vor allem bei den Proteinen, mit denen das Virus an menschliche Zellen andocke. In die Ursachenfindung ist auch die WHO involviert. Sie verfolge die Situation aufmerksam und stehe in Kontakt mit den chinesischen Behörden, hiess es. Grund für die Beteiligung der WHO war die schnelle Zunahme der gemeldeten Fälle in der zentralchinesischen Millionenmetropole Wuhan. Dort, so wird vermutet, nahm die mysteriöse Lungenkrankheit ihren Anfang – auf dem Huanan Seafood Market, auf dem Fische und andere Tiere verkauft werden. Sie gelten als mögliche Virusquelle. Der Markt wurde inzwischen geschlossen und soll gründlich gereinigt werden. Bereits vergangene Woche teilten chinesische Forscher mit, dass es sich beim Erreger um ein bislang unbekanntes Virus aus der Familie der Coronaviren handelt. Dafür spreche einiges. (Im Bild: ein Coronavirus) Auch ausserhalb Wuhans wurden Sicherheitsmassnahmen ergriffen, etwa im mehreren 100 Kilometer entfernten Hongkong. (4. Januar 2020) Dort wurden am Flughafen Fieber-Messgeräte installiert. Reisende aus Wuhan werden gesondert kontrolliert. Auch an vier thailändischen Flughäfen – Suvarnabumi, Don Mueang, Phuket und Chiang Mai – werden aus Wuhan kommende Fluggäste thermisch untersucht. Des Weiteren wird den Reisenden ein Kärtchen mit Verhaltensanweisungen überreicht. Sollten sie sich innerhalb der nächsten 14 Tage krank fühlen, sollten sie sofort zum Arzt gehen. Laut Presseberichten gibt es bislang auch Verdachtsfälle ausserhalb Chinas. So wurde in Singapur ein dreijähriges Mädchen, das Wuhan, aber nicht den dortigen Fischmarkt besucht hatte, ins Spital gebracht. Weitere Verdachtsfälle wurden in Thailand und Südkorea gemeldet. Diese seien allerdings mit Vorsicht zu beurteilen, selbst wenn eine vermeintliche Laborbestätigung vorliege, so Drosten. Die Aussagekraft der eingesetzten Tests sei unterschiedlich, möglicherweise müssten Testergebnisse im Nachhinein revidiert werden. (Im Bild: Chinesische Forscher untersuchen Proben einer Erkrankten) Schon vor einigen Tagen war den Fachleuten klar gewesen, dass es sich bei der Virus-Erkrankung nicht um Mers (Middle East respiratory syndrome coronavirus) handelt. Auch Grippe und Vogelgrippe (Bild) konnten da schon ausgeschlossen werden.

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Diesen Zahnarztbesuch in Zürich wird eine Frau wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Ihr Termin bei der Dentalhygienikerin am Mittwoch war kürzer als erwartet. Zum Verhängnis wurde der Frau laut «Tages-Anzeiger» ein Bärchen-Anhänger an ihrer Tasche. Das Plastikfigürchen war nämlich zugleich ein Händedesinfektionsmittel-Halter.

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Die Dentalhygienikern fragte die Frau, wo sie das Bärchen gekauft habe. Die Patientin gab an, dass sie jeweils die Hälfte des Jahres in Hongkong verbringe und am 1. Februar zurück in die Schweiz gekommen sei. Daraufhin verfiel die Dentalhygienikern in Aufregung und schickte die Patientin nach Hause. Die Begründung: Die Praxis habe keine Mundschütze mehr. «Man behandelt mich in der Schweiz wie eine Aussätzige», so die Kundin.

Dieser Bärchen-Anhänger ist zugleich ein Händedesinfektionsmittel-Halter. (Quelle: «Tages-Anzeiger»)

Als der «Tages-Anzeiger» bei der Praxis nachfragte, tönte es jedoch anders: Man habe im «Sinne der Gesundheit der Patientin gehandelt.» Demnach litt die Patientin an Atemproblemen. «Ihre allgemeine, gesundheitliche Verfassung schien uns nicht optimal, um eine einstündige Dentalhygiene bei geöffnetem Mund in horizontaler Lage zu bewältigen.» Einen Mundschutz-Mangel wird verneint.

Tatsächlich gehören Atemprobleme und Husten zu den Symptomen, die das Coronavirus verursacht. Das Virus löst eine Lungenentzündung aus. Berichten zufolge, klagen die Erkrankten übereinstimmend über Husten, Fieber und Atembeschwerden.

Zurück zur Zürcher Patientin: Sie versteht die Panik dennoch nicht. «Wegen des kalten Wetters und meines Asthmas war ich etwas atemlos und habe vielleicht einmal gehustet.»

(woz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • *Lexy* am 22.02.2020 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Finde die Praxis hat richtig gehandelt

    Wäre die Fr. krank gewesen würden alle aufschreien wie Verantwortungslos die Praxis gehandelt hat. Sicherheit geht vor und einen Termin zur Zahnreinigung ist absolut nicht lebenswichtig.

  • Hiram Abif am 22.02.2020 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nimmt mich wunder,

    wie die weitgereiste Patientin reagiert hätte, wenn die Dentalhygieniketin sie hustend, mit glasigen Augen und tropfender Nase behandelt hätte.

    einklappen einklappen
  • Lubaya am 22.02.2020 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufmerksam

    Besser ein bisschen zu vorsichtig sein dann muss man später auch nichts bereuen falls wirklich eine Erkrankung vorliegt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • steffe am 22.02.2020 16:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Angstmacherei

    Was machen wir gegen den Virus Mensch, der auch vieles zerstört? Ich denke es gibt noch so manchen Virus von dem wir heute noch keine Ahnung haben.

  • Dr. No am 22.02.2020 16:17 Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    alle ganz entpannt. Ist ja eh nur wie eine Grippe .... dummerweise ist der 1ste Fall in Italien ein topfitter 38 jähriger der nun künstlich beatmet wird.

  • Urs28 am 22.02.2020 16:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Corina

    Von mir aus gesehen absolut richtig gehandelt. Wir können nur hoffen, dass es nicht noch schlimmer kommt!

  • W. Wolf am 22.02.2020 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Warum ging sie nicht in HK zum Zahnarzt?

    Die Frau wusste wohl, warum sie lieber in der Schweiz als in Hongkong zum Zahnarzt ging: Andere anstecken ist im Zweifelsfall angenehmer als angesteckt zu werden.

  • Peter Pan am 22.02.2020 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Macht den Doofen.

    Panikmache. Ich habe mehr Angst von der Momentanen Kleingeistigkeit als vor einem Virus der schwächer is als die normale Grippe.