GC-Gegner Lille

29. Juli 2014 08:00; Akt: 29.07.2014 11:58 Print

Nebengeräusche ändern nichts an Rollenverteilung

Lille, der Champions-League-Gegner der Grasshoppers, steckt mitten in der Saisonvorbereitung. Klar favorisiert sind die Franzosen im Hinspiel vom Mittwoch im Letzigrund trotzdem.

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Wer wie der OSC Lille die dritte Kraft in Frankreich hinter den aus Katar und Russland alimentierten Paris Saint-Germain und Monaco ist, braucht ein Duell mit GC nicht zu fürchten. Dass die Nordfranzosen die Meisterschaft erst in knapp zwei ­Wochen aufnehmen und noch nicht im Rhythmus sind, ändert nichts an der Rollenverteilung im Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde zur Champions ­League. Wer sagt, dass ein Stolperstart wie jener von GC ein Vorteil ist?

Für das Team von René ­Girard gilt es derzeit vor allem, sich nicht von Nebengeräuschen ­irritieren zu lassen. Nach drei verlorenen Testspielen trugen sich im vierten während des Trainingslagers in Österreich gegen Maccabi Tel Aviv hässliche Szenen zu, als propalästinensische Fans aus Protest ­gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen den Rasen stürmten und für einen Schock-Moment sorgten.

Abwehr als Prunkstück

Zudem stiftet Salomon Kalou Unruhe. Der ivorische Stürmerstar, letzte Saison mit 16 Ligatoren Lilles erfolgreichster Schütze, kehrte verspätet aus den WM-Ferien zurück. Die Zeichen stehen auf Abschied, ein Einsatz gegen die Grasshoppers käme überraschend. Geregelt ist dagegen die Zukunft von WM-Newcomer Divock Origi (19). Der belgische Angreifer hat gerade erst bei Liverpool unterschrieben, wechselt aber noch nicht auf die Insel. Die Reds parkieren ihn für ein Jahr in Lille, wo er seit 2010 spielt.

Der vierfache französische Meister hat sein Kader im Sommer kaum verändert, das Prunkstück ist die Abwehr um den spektakulären Nigeria-­Goalie Vincent Enyeama, der auch in Brasilien überzeugte. Er liess 2013/14 in 38 Ligue-1-Spielen nur 26 Treffer zu und blieb im Herbst während 1062 Minuten unbezwungen.

(kai)