Eishockey-Nati

13. Mai 2018 23:56; Akt: 14.05.2018 00:12 Print

«Wir hatten zu Beginn kein Feuer im Spiel»

Die Schweizer sind nach der 3:5-Niederlage gegen Weltmeister Schweden selbstkritisch. Sie schöpfen aber auch Mut.

Teilweise überfordert: Der Weltmeister ist vor allem zu Beginn zu stark gewesen. (Video: SRF/Tamedia)
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Ramon Untersander, der das Tor zum 1:3 erzielte, meinte nach der Niederlage gegen den phasenweise genialen Weltmeister: «Wir fanden viel zu spät in die Partie rein. Schweden hat sicher zu Beginn sehr gut gespielt, aber wir gaben ihnen auch zu viel Raum und Zeit. Sie unterschätzten uns nicht und gaben gleichzeitig sehr viel Gas. Sie haben eine super Mannschaft hier. Wir hatten nicht viele Chancen, aber als einer rein ging, kippte das Momentum plötzlich auf unsere Seite.» Für die Moral sei es sehr wichtig zu wissen, dass man auch gegen Topteams zurück in ein Spiel finden könne, erklärte der SCB-Verteidiger.

Stürmer Tristan Scherwey war mit der Startphase überhaupt nicht zurfrieden: «Wir hatten zu Beginn kein Feuer im Spiel, kamen immer einen Schritt zu spät und verloren jeden Zweikampf. Wenn du gegen ein solch starkes Schweden so spielst, dann wird es schwierig. Als wir zu spielen begannen und die ersten Tore schossen, lag der Ausgleich in der Luft.»

Josis Bedauern

Leider habe dies nicht geklappt. «Wir waren überhaupt nicht zufrieden nach dem ersten Drittel und konnten immerhin eine Reaktion zeigen.» Der SCB-Stürmer dachte bereits an die nächsten Tage: «Jetzt gilt es, die Batterien am Montag wieder aufzuladen, am Dienstag den Sieg gegen Frankreich zu holen und in den Viertelfinal einzuziehen.»

Nashvilles Captain Roman Josi, der erst am Vormittag in Kopenhagen gelandet war, sah Negatives, aber auch Positives im Schweizer Spiel: «Mit dem ersten Tor begannen wir plötzlich Chancen zu kreieren. Es ist schade, dass wir den Ausgleich nicht erzielen konnten.» Das 2:4 sei ein Schlag gewesen. «Zu Beginn war Schweden stets einen Schritt schneller. Und im Powerplay sind sie halt unglaublich gefährlich. Gegen ein defensiv starkes Team wie Schweden wird es dann halt schwierig.» Josi meinte jedoch nach dem Auftritt gegen den Weltmeister ebenso: «Aber wir bewiesen Charakter.»

Und der wird auch am Dienstag gegen Frankreich vonnöten sein.

(fal/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • bunsuwan am 14.05.2018 00:22 Report Diesen Beitrag melden

    Gutes Spiel der Schweizer!

    Tolles Team die Schweizer!

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  • Inside NHL am 14.05.2018 02:13 Report Diesen Beitrag melden

    Genoni nur 2. GOALIE

    Genoni mag im Moment einer der besten Goalies in der Schweiz sein. Aber ausserhalb reicht es dafür nicht. Es gibt genug Talente, aber auf dem grossen Parkett braucht es mehr Wasserverdrängung und auch etwas mehr Aggressivität. Auch seitens Goalie. Da hat Berra sicher mehr Erfahrung in NHL und AHL gehabt. Siehe Spiel gegen Russland wo er den Querpass mit dem Stock wegschlägt. Sowas braucht es mehr, anstatt dem Puck hinterher zu segeln und dem Gegner ein Tor ermöglichen, denn der Pass kommt ja nicht willkürlich sondern explizit. Wenn ein Goalie das Spiel lesen kann dann umso besser.

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  • Wiwa am 14.05.2018 06:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traum von WM -Medaille

    Es ist noch ein weiter Weg zwischen Realität und Träum. Wir gehören zu den 8 besten Mannschaften, aber für Rang 1-4, dafür reicht es einfach nicht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • F.Müller am 14.05.2018 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Tür zum 1/4 Final steht offen

    In den ersten zwei Dritteln lief die Nati nur dem Puck hinterher.Vom Tempo, Passgenauigkeit und Spielwitz der Schweden überfordert, waren die Eisgenossen chancenlos.Im letzten Drittel spielte die Nati auf einmal viel besser und schossen auch schöne Goals.Die Schweden konnten noch kontern, trafen ins leere Goal.Trotzdem geben die zwei letzten Niederlagen uns viel Hoffnung gegen die Franzosen.Die Tür zum Viertelfinal steht jetzt weit offen.Wir drücken die Daumen, Hopp Schwyz!

  • Sportfan 2 am 14.05.2018 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    2 gute Matches

    Der Match gegen Schweden wie auch gegen Russland hat mir sehr gefallen, auch wenn beide Matches verloren gingen. Was mir aber nicht gefällt ist der Kommentator Jann Billeter; er ist ein extremer Plapperi und sollte endlich entlassen werden.

    • Mölk am 14.05.2018 15:50 Report Diesen Beitrag melden

      @Sportfan

      Ich würde den objektiven, ruhigen uns sachlichen Billeter nicht entlassen. Jedoch die kreischenden und parteiischen Stäuble und Ruefer...

    • Sportfan 2 am 14.05.2018 16:53 Report Diesen Beitrag melden

      @ Mölk

      Der Stäuble, der Formel 1 Kommentator ist wie der Billeter ein ganz schlimmer Kommentator, Weg mit beiden.

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  • SuSi am 14.05.2018 14:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    JA

    die Schweiz wird untergehen an dieser wm, noch nie was gewonnen oder eine Medaille gemacht! wer was anderes erwartet ist ein Träumer

  • Michl am 14.05.2018 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    Verdient verloren!

    Die Schweizer sind mal wieder die unsympathischste Nationalmannschaft bei dieser WM! Obendrein viele Fouls gemacht. Das hat man den Schweden gestern auch angemerkt. Letztere haben weltmeisterlich gespielt.

  • Danny am 14.05.2018 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    Die Details entscheiden

    Und da hinkt Fischer hinterher. Gegen Österreich und Tschechien hat er verpasst nach der Führung die Risiken zu minimieren. Gegen die Schweden den schwächeren Torhüter eingesetzt, die beiden Neulinge vorerst nur in der 3. Oder 4. Linie spielen lassen, beim Überzahl Spiel am Schluss verpasst den Torhüter rechtzeitig aufs Eis zu bringen.