Eishockey

14. Dezember 2011 21:40; Akt: 15.12.2011 07:36 Print

Eishockey-Nati schrammt an Blamage vorbei

Nur mit Ach und Krach kommt das Schweizer Nationalteam zum Auftakt der zweiten Länderspiel-Woche zu einem Sieg. Underdog Slowenien schlägt die Simpson-Truppe erst im Penaltyschiessen.

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Nationaltrainer Sean Simpson geht die Arbeit nicht aus. (Bild: Keystone/AP/Matthias Schrader)

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Das Schweizer Nationalteam ist zum Auftakt der zweiten Länderspiel-Woche knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt. In Ljubljana siegte das Team von Trainer Sean Simpson gegen Slowenien nur 2:1 nach Penaltyschiessen.

Ivo Rüthemann brachte die uninspiriert wirkenden Schweizer nach Spielmitte in Führung. Eineinhalb Minuten vor dem Ende glichen die Slowenen im Powerplay nicht unverdient aus. Im Penaltyschiessen trafen Björn Christen und Julien Sprunger.

Noch kein «echter» Sieg

Die Schweiz muss damit in dieser Saison auch nach vier Länderspielen auf den ersten Sieg nach 60 Minuten warten. Bereits beim bislang einzigen Sieg am Deutschland Cup gegen die USA (3:2) hatte die Schweiz den Umweg über das Penaltyschiessen machen müssen. Immerhin hielten sie die Bilanz gegen die Slowenen schadlos: Im dritten Duell mit dem Eishockey-Zwerg resultierte der dritte Sieg.

Das Testspiel in der slowenischen Hauptstadt sollte unter anderem Erkenntnisse liefern im Hinblick auf das WM-Startspiel im Mai gegen Kasachstan. Und obwohl die Slowenen im letzten Frühling nach nur einem Jahr wieder in die B-Gruppe abgestiegen waren, zeigte sich in Ljubljana einmal mehr, dass sogenannte «Kleine» des Eishockeys nicht (mehr) im Vorbeigehen bezwungen werden können.

Geringes Interesse der Fans

Die Schweizer fanden im ersten Vergleich mit Slowenien seit fast 16 Jahren nicht ins Spiel. Im ersten Abschnitt liessen sie sich keine Torchance notieren. Und in Führung gingen die Schweizer erst, nachdem Sloweniens Ales Music solo auf Martin Gerber losgezogen war (25.). Der Keeper von Växjö (Sd) parierte aber souverän und hielt seinen Kasten bis kurz vor Schluss rein.

Einzig im Mitteldrittel erspielten sich die Schweizer ein paar Torchancen. Ausserdem beklagten sie durch Benny Plüss (23.) und Goran Bezina (38.) zwei Pfostenschüsse. Es war aber sehr magere Kost, was die Schweizer den 1000 Zuschauern (davon 12 lautstarke Schweizer) gegen den 18. der IIHF-Weltrangliste trotz Gratiseintritt boten.

(rme/sda)