Simpson-Nachfolger

11. Mai 2014 21:57; Akt: 11.05.2014 22:00 Print

Hanlon gibt sich souverän, ist aber enttäuscht

von Kai Müller, Weissrussland - Glen Hanlon missfällt, dass ausgerechnet vor dem Schweiz-Match vom Montag über seine Zukunft spekuliert wird. «Das ist nicht fair», findet der Weissrussland-Coach.

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Spielt am Montag mit Weissrussland gegen seine künftige Mannschaft: Der designierte Schweizer Nationaltrainer Glen Hanlon. (Bild: Keystone/Salvatore di Nolfi)

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Glen Hanlon hatte eigentlich nicht vor, nach dem 4:1-Erfolg gegen Kasachstan über dieses Thema zu sprechen. Lieber hätte sich der Weissrussland-Trainer nur zu dem ersten, befreienden Sieg an der Heim-WM geäussert. Zu den knapp 14'000 Fans in der Minsk-Arena, die «so wichtig» gewesen seien für seine Mannschaft, die 0:1 in Rückstand geraten war. Und die mit ihrer Euphorie dafür sorgten, dass er sich «wie in einem Traum» gefühlt habe.

Aber natürlich kam sie, die Frage. Die Frage zu seiner Zukunft als Schweizer Nationaltrainer, die der «Blick» am Samstag erstmals thematisiert hatte. So sagte Hanlon: «Hat irgend jemand mit mir gesprochen? Haben Sie in dem Bericht ein Zitat von mir gelesen? Es ist nicht fair, dass zwei Tage vor dem Spiel gegen die Schweiz über meine Zukunft spekuliert wird.»

Hanlon dementierte nicht, dass er Simpsons Nachfolger wird. Das hätte ja auch wenig Sinn gemacht, immerhin gilt dies als sicher. Mit Nachdruck fügte er jedoch an: «Ich bin hier, um mit Weissrussland zu gewinnen.» Die eine oder andere Frage zu seinem baldigen Seitenwechsel wird er nach dem Match gegen die Schweiz dennoch zu beantworten haben.