Eishockey-Nati

12. Mai 2017 17:25; Akt: 12.05.2017 17:25 Print

Gegen die Kanada-Stars nur mit halber Kraft?

von Marcel Allemann, Paris - Für die Viertelfinals brauchen wir Punkte. Doch gegen wen holen? Gegen Kanada wird es fast unmöglich. Also gegen Finnland und/oder Tschechien.

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Wie viele Punkte die Nati noch braucht, um nach 2015 wieder in die Viertelfinals einzuziehen, ist nicht klar. Ihre aktuellen 9 Zähler dürften indes kaum reichen. Um sicher in die K.-o.-Phase einzuziehen, benötigt die Schweiz vier Punkte, wahrscheinlich reichen aber auch weniger. Kanada, Finnland und Tschechien sind die drei verbleibenden Gegner. Drei Grosse also. Aber mit einer unterschiedlichen DNA.

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Finnland mit Problemen

Der nächste Gegner Kanada ist trotz des knorzigen 3:2-Sieges am Donnerstag gegen Frankreich die Übermannschaft schlechthin in unserer Gruppe. Schnell, unfassbar talentiert und vor dem Tor eiskalt. Bei der 1:4-Niederlage beim letzten WM-Vorbereitungsspiel gegen diese NHL-Stars waren wir völlig chancenlos – seither sind sie bestimmt nicht schlechter geworden.

Da sind die Erfolgsaussichten gegen Tschechien und vor allem gegen das durch das Turnier stolpernde Finnland deutlich besser. Die Finnen stellen in Paris ein für ihre Verhältnisse bescheidenes Team, unterlagen unter anderem Frankreich mit 1:5, kamen gegen Weissrussland nur zu einem 3:2-Zittersieg und mussten auch beim 5:2 gegen Slowenien lange leiden (2:2 bis zur 50. Minuten).

«Wenn wir alles richtig machen und das nötige Glück haben ...»

Also sollte die Nati das Kanada-Spiel nicht besser fahren lassen, die Kräfte bündeln, um danach mit Vollpower gegen die Finnen und die Tschechen bestehen zu können? Denn man darf nicht vergessen, es sind unsere Spiele Nummer 5, 6 und 7 innert 11 Tagen sein werden und langsam, aber sicher wird auch der Krafthaushalt zum Faktor.

Nationaltrainer Patrick Fischer weiss auch, dass die Erfolgsaussichten gegen Finnland und Tschechien grösser sind, und hat das in den letzten Tagen auch immer wieder betont. Aber davon, gegen Kanada die weisse Fahne zu hissen, will er trotzdem nichts wissen: «Das könnte man tun, wenn man eine falsche Einstellung hat. Aber die haben wir nicht.» Es liege auch gegen Kanada etwas drin, «wenn wir alles richtig machen und das nötige Glück haben, können wir auch dieses Spiel gewinnen».

Es braucht das beste Länderspiel seit 2013

Was für den Nati-Coach in den Spielen gegen die Grossen zentral ist, ist die Spielweise. Hier liessen sich im Vergleich zu den bisherigen Spielen noch Verbesserungen anbringen. «Hinten lassen wir wenig zu, im Offensivspiel können wir uns steigern. Wir müssen beim Forechecken bessere Entscheidungen treffen und bei unseren Chancen mehr Druck aufs Tor bringen. Wir sind zu wenig vor den Augen des Torhüters», bemängelt Fischer.

Um am Samstagabend gegen Kanada beim gegnerischen Torhüter vor die Augen zu kommen, ist ein Sondereffort nötig. Und für einen Sieg braucht es wohl das beste Länderspiel der Schweiz seit dem überragenden 3:0 im WM-Halbfinal 2013 in Stockholm gegen die USA.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • chregi f am 12.05.2017 17:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Psychologischer Quatsch

    Wenn man nur halbherzig gegen Kanada spielt und auseinander genommen wird, dann funktioniert gegen Finnland und Tschechien gar nichts mehr. Man kann gegen Kanada verlieren, aber man kann auch dagegen halten.

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  • Rüdiger am 12.05.2017 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr Allemann

    Was ist den das für eine Einstellung? Wir haben Kanada schon in der Vergangenheit geschlagen und können das wieder. Man muss nur daran glauben.

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  • Tom-Tom am 12.05.2017 18:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So doch nicht...

    Das ist nicht die richtige Einstellung für eine Nationalmannschaft. He , wacht auf und kämpft um jeden Punkt...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Couch-Experte am 13.05.2017 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nati

    Ich bin ein grosser Fischer-Kritiker.....aber ich hoffe er beweist mir, dass ich mich täusche. 3 Spiele fürs Weiterkommen, ich hoffe und leide. Hopp Schwiiz

  • Baslerbebbi am 13.05.2017 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Pause für Ambühl und co.?

    Die Schweiz muss auch so aufpassen, dass sie kein Stängeli bekommt. Auf der anderen Seite hat Roger Federer gezeigt, was eine Pause bewirken kann. Für diesen Entscheid ist Fischer verantwortlich, er hat die Verantwortung, so soll er auch den Entscheid treffen. Warum nicht?

    • Franz Müller am 13.05.2017 13:33 Report Diesen Beitrag melden

      @Baslerbebbi

      Wie soll ich das jetzt sagen... ähm... Basel ist nicht umsonst ein 'schwarzes Loch' auf der Schweizer Eishockey-Karte - mit Weisheiten des FC Basel gewinnt man keine Eishockeyspiele, tut mir leid. 'Stängeli'? Wissen die Kritiker eigentlich wann die Schweiz das letzte mal solche Spiele hatte?

    • Franzose am 13.05.2017 13:35 Report Diesen Beitrag melden

      @Baslerbebbi

      Mit den Theorien bleibt man lieber beim Thema Fussball...

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  • josef eishockeyvirus am 13.05.2017 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der Gläubige weiss :

    Wäre der Josi dabei und der Nichtskönner Brunner weg , ist der Sieg gegen Kanada reine Spielerei - aber so ? OHJEEEEE !

  • schmiffe am 13.05.2017 12:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    naja

    ich deneke der autor dieses artikels hat nie selber einen mannschaftssport betrieben. man lässt niemals ein spiel fahren egal wie übermächtig der gegner ist. man gibt alles und versucht es ihm zu zeigen. vor allem in so einem grossen turnier manchmal kann es auch anspornend wirken gegen eine übermacht zu spielen wenn der trainer und die anderen mitspieler es schaffen sich gegenseitig zu pushen.

  • Andi am 13.05.2017 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte Jungs

    geht auf das Eis und spielt so gut wie ihr könnt. Ihr habt Kanada schon besiegt. Das ist möglich. Ich sage immer Sieg oder Niederlage nicht so wichtig. Wichtig ist nur das ihr an euch glaubt und so gut spielt wie ihr könnt. Dann kann das passen heute.