Gregory Hofmann

13. Mai 2018 11:48; Akt: 13.05.2018 14:06 Print

Der Goalgetter ist endlich in der Nati angekommen

von Marcel Allemann, Kopenhagen - Lugano-Goalgetter Gregory Hofmann tat sich lange schwer in der Nati. An der WM in Kopenhagen läuft es nach schleppendem Start deutlich besser.

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Die Nati war an den Russen dran, musste sich am Ende aber mit 3:4 geschlagen geben. «Schade, es wäre mehr möglich gewesen. Aber wir haben einige Fehler zu viel gemacht und dann geht es gegen einen Gegner wie Russland unheimlich schnell», sagte Gregory Hofmann sichtlich enttäuscht, blickte aber auch schon wieder nach vorne: «Gegen Schweden müssen wir von Anfang an bereit sein und diese Fehler eliminieren.»

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Apropos Enttäuschung: Eine der ganz bitteren Sorte erlebte Hofmann unmittelbar vor der WM. Dass der Playoff-Final mit Lugano gegen die ZSC Lions im siebten Spiel verloren ging, schmerzte sehr. «Da habe ich schon drei Tage gebraucht, dies zu verdauen und die Motivation wieder zu finden, um alles für die Nationalmannschaft geben zu können», gesteht Hofmann.

Mehr Zeit blieb dem Goalgetter, der in der National League mit 36 Toren so oft traf wie sonst keiner, auch nicht. Acht Tage nach der Playoff-Entscheidung stand bereits das erste WM-Spiel gegen Österreich (3:2 n.V.) auf dem Programm. In den ersten zwei Partien sei er dann auch prompt nicht auf Touren gekommen, «die waren wirklich nicht optimal. Erst danach ging es besser, ich fand wieder zu meinem Rhythmus. Das Spiel gegen Tschechien war wohl das beste Spiel von mir in der Nati und war auch sehr wichtig für mich», gesteht der 25-Jährige.

«Patrick Fischer gibt mir nun die Chance, mich zu beweisen»

Denn der Neuenburger drohte je länger je mehr zu einem Spieler zu werden, der zwar in der heimischen Liga überragt, es jedoch auf dem internationalen Parkett jeweils nicht auf die Reihe bringt. An seiner ersten WM 2016 in Moskau gelang ihm wenig, genauso an den Olympischen Spielen im Februar in Pyeongchang. Hofmann ist selbstkritisch genug, um dies auch selbst so zu sehen und nichts zu beschönigen.

Nun scheint er endlich im Nationalteam angekommen zu sein. «Patrick Fischer gibt mir an dieser WM viel Eiszeit und ich habe die Chance, mich zu zeigen und unter Beweis zu stellen, dass ich der Mannschaft helfen kann», sagt Hofmann. «Mein Spiel ist es, die Beine zu bewegen und so in den Rhythmus zu kommen. Wenn ich dies mache, dann habe ich auch auf diesem Level eine gute Chance. Wenn ich es nicht tue und zögerlich spiele, dann kommt es jedoch nicht gut.»

In der nächsten Saison nicht mehr in Lugano?

Hofmanns grosses Ziel ist weiterhin die NHL. Und es gibt manch einen Beobachter, der ihm diese auch zutraut, wegen seiner Schnelligkeit und seiner Torgefährlichkeit. Er wurde 2011 von den Carolina Hurricanes gedraftet, bestritt im letzten Jahr das Camp und kam auch in Testspielen zum Einsatz. «Es lief mir gut, doch sie schickten mich dann nach Lugano zurück», so Hofmann.

Hier in Kopenhagen erhält er von Teamkollegen wie Nino Niederreiter täglich Anschauungsunterricht, was es braucht, um in der besten Liga der Welt bestehen zu können. «Er ist so stark in den Zweikämpfen, wenn er den Puck hat, kann man ihm diesen kaum wegnehmen und er hat diesen direkten Zug aufs Tor. Das ist schon beeindruckend», schwärmt der fast perfekt Deutsch sprechende Romand vor.

Für sich selbst sieht Hofmann die Ausgangslage so: «Jetzt schauen wir mal, was im Sommer geschieht. Aber es wäre schon die Idee, dass ich nochmals rüber gehe und es wieder versuche.» Der Neuenburger steht zwar noch bis 2019 bei Lugano unter Vertrag und besitzt keine Ausstiegsklausel. Doch er sagt: «Ich denke, wir würden eine Lösung finden. Denn sie wissen beim HC Lugano auch, dass es mein grosser Traum ist, eines Tages in der NHL zu spielen.»

Um diesem näher zu kommen, daran arbeitet Hofmann dieser Tage in Kopenhagen. Und täglich muss er sich dabei neu beweisen. Dass mit Kevin Fiala nun ein weiterer Topstürmer aus der NHL dazu stösst, könnte es für den Romand schwieriger machen, weil womöglich weniger Eiszeit auf ihn abfällt. Aber vielleicht auch einfacher, weil die Qualität im Kader weiter steigt und davon auch ein Goalgetter wie Gregory Hofmann profitieren könnte.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ruth am 13.05.2018 13:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    HCL FAN

    Hofmann ist einfach ein super Typ:-) wünsche ihm viel Glück für seine weitere Zukunft.

  • SlipKnot74 am 13.05.2018 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so schauts aus

    wäre er noch 1-2 jahre durch die "Schmiede" Del Curto gegangen wäre er kompletter ... siehe Corvi ! zusätzlich profitieren die NLA spieler von der Einstellung der NHL spieler aufem Eis

  • romeosail am 13.05.2018 14:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich bleib dabei,

    die Schweiz beherbergt eine ganze Menge von armseligen "Fans". Einfach den TV nicht einschalten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • romeosail am 13.05.2018 14:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich bleib dabei,

    die Schweiz beherbergt eine ganze Menge von armseligen "Fans". Einfach den TV nicht einschalten.

    • Tolle Nati am 13.05.2018 15:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @romeosail

      Darf ich Sie bitten dies näher zu erläutern? Leider verstehe ich Sie, beziehungsweise ihre Aussage, nicht. Vielen Dank.

    • romeosail am 13.05.2018 16:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tolle Nati

      ist das so schwierig zu verstehen? Sogar mit dem WM Titel gäbe es Motzer.

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  • Kowaltschuk am 13.05.2018 14:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles bleibt beim Alten!

    15 PO Tore und Internarional praktisch nur Mitläufer, Hofmann ist das beste Beispiel für unsere überbewertete Liga. Alle jene die jetzt nur noch von Josi und Fiala als neue Schweizerheilsbringer parlieren, haben wohl etwas entscheidendes vergessen. Das ausscheiden der Preds brachte den Schweden mit Arvidsson und Forsberg wohl mehr Feuerkraft als jene von Josi und Fiala. Ekholm wird die Deffensive zu dem auch noch verstärken. Es gibt wohl heute gegen die Schweden auch nicht viel zu holen, ausser die Schweden schonen heute ein paar ihrer Stars!

  • Mathilda am 13.05.2018 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eishockey ist Glückssport

    Eishockey ist ein Glücksspiel. Hat im Gegensatz zu Fussball nichts mit können zu tun.

    • Züri am 13.05.2018 14:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mathilda

      das weisst du sicher weil du selber Eishockey spielst?....lachhaft.

    • Quatsch am 13.05.2018 14:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mathilda

      Darum gewinnen immer wieder dieselben Nationen an der WM?

    • Monster der Krümel am 13.05.2018 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mathilda

      Das ist korrekt Mathilda. Eishockey hat rein gar nichts mit Fussball zu tun.

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  • Ruth am 13.05.2018 13:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    HCL FAN

    Hofmann ist einfach ein super Typ:-) wünsche ihm viel Glück für seine weitere Zukunft.

  • Simp am 13.05.2018 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Adieu

    er wird nun eh durch Fiala ersetzt:-)