OL-WM-TAGEBUCH

15. August 2011 21:49; Akt: 15.08.2011 20:05 Print

Einmarsch war speziell

von Rahel Friederich, Frankreich - Rahel Friederich startet dieses Jahr in Frankreich an ihrer dritten OL-Weltmeisterschaft. Die 25-Jährige läuft sowohl in der Langdistanz als auch im Sprint mit. Für 20 Minuten hat sie Tagebuch geschrieben.

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Die WM-Teilnehmerin Rahel Friederich. (Bild: Keystone)

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An der Eröffnungsfeier vom Montagabend kam bei mir so richtig WM-Stimmung auf. Zum ersten Mal trafen wir alle Nationen, und die Zeremonie ist der Startschuss, dass es nun wirklich losgeht.

Den Cortège durch die Altstadt von Aix-les-Bains fand ich sehr speziell: Es hatte sehr viele Leute in den Gassen, in der Menge kannte ich einige Gesichter. Weil die WM so nah zur Schweiz ist, hat es an dieser Weltmeisterschaft sehr viele Schweizer Fans. Vom Rest der Zeremonie in der heissen Theaterarena bekam ich nicht so viel mit. Denn alle, die am Dienstag den Sprint laufen, durften auf Schattenplätzen im nahen Park Platz nehmen. Aber wegen meinem Sprint-Einsatz auf die Eröffnungsfeier zu verzichten, kam für mich nicht in Frage. Aus Respekt vor den Fans und den Veranstaltern wollte ich unbedingt dabei sein.

Sportlich begann die WM für mich schon am Samstag mit der Langdistanz-Qualifikation. Zum Glück ging alles gut! Denn vor einer Woche habe ich meine Hand gebrochen und wurde sofort operiert. Nun weiss ich, dass mich die mit einem Gips „verpackte“ Verletzung nicht behindert. Das gibt mir ein gutes Gefühl – das ist sehr wichtig nach der Verunsicherung der letzten Woche, als ich unsicher war, ob ich überhaupt nach Frankreich fahren kann.