Markus Babbel

16. Oktober 2016 03:50; Akt: 16.10.2016 06:11 Print

«Die Jungs wollen es so, jetzt müssen sie da durch»

von E. Tedesco - Nach der fünften Niederlage in den letzten 6 Spielen sieht sich FCL-Trainer Markus Babbel in einer Negativspirale und warnt: «Wir müssen höllisch aufpassen.»

FCL-Mittelfeldspieler Christian Schneuwly nach der Pleite in Basel: «Paradox ist, dass wir nicht schlecht spielen.» (Video: 20 Minuten)
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Er ist ziemlich bedient. Man sieht Markus Babbel nach der 0:3-Niederlage an, dass es in ihm gärt. Eine Woche lang redete er gegenüber seinen Spielern von einem Highlight gegen den Leader, von einem Spiel unter tollen Bedingungen. Und was liefert seine Mannschaft ab? Nichts.

«Wir hatten von der ersten Sekunde an keine Chance. Wir hatten keinen Mut und dann verliert man zu Recht ein solches Spiel», sagt Babbel – bedient eben. «Es sind gute Jungs und es sind keine Stinkstiefel dabei», so Babbel, aber der ängstliche Auftritt und mangelnde Freude, am Wochenende zu zeigen was man kann, ärgert den ehemaligen Bayern-Profi.

«Ohren auf Durchzug gestellt»

Man müsse weniger Fehler machen und vor allem die Fehler schleunigst einstellen, die zu Gegentoren führten, sagte der FCL-Trainer nach der Pleite gegen GC (2:3) vor der Natipause. Bei dieser Ansprache des Trainers haben die Verteidiger ihre Ohren wohl auf Durchzug gestellt.

10 Sekunden dauerte es in der 55. Minute gegen Basel von einem Ballverlust nahe der Mittellinie bis es hinter dem chancenlosen Goalie David Zibung zum 0:2 aus Luzerner Sicht einschlug. Am Ursprung des Gegentreffers stand Ricardo Costa. Es war der Routinier, der schon gegen GC mehrmals patzte, der das Duell und den Ball gegen Seydou Doumbia verlor. Beim Basler Konter standen danach zwei Luzerner Verteidiger vier Baslern gegenüber. Und auch beim 0:1 (25.) stimmte die Abstimmung zwischen den Innenverteidigern Costa und Puljic nicht.

Verheerende Bilanz

Die Bilanz aus den letzten sechs Partien ist verheerend: Fünf Niederlagen steht lediglich ein Remis (2:2) gegen Sion gegenüber. Wenn beim FCL auf etwas Verlass ist, dann auf Ergebniskrisen. Die gab es unter Babbel-Vorgänger Carlos Bernegger. Auch in der ersten Saison unter Babbel waren es fünf Partien in Folge ohne Sieg. Und jetzt macht es der FCL schon wieder. Diesmal sind es sechs Spiele und ein magerer Punkt. Nach einem sehr guten Start in die Meisterschaft mit 12 Punkten aus fünf Partien hat der FCL seit dem Heimsieg gegen Thun (3:0) am 21. August nicht mehr gewonnen.

Erklären kann sich Babbel («das nervt mich brutal») die wiederkehrenden Negativ-Serien nicht. Er sieht seinen FCL in einer Negativspierale und sagt: «Wir müssen höllisch aufpassen und müssen in der Tabelle nach unten schauen. Das macht die nächste Aufgabe nicht einfacher. Aber die Jungs wollen es so und jetzt müssen sie halt da durch.»

Die nächste Aufgabe ist das Heimspiel am nächsten Sonntag gegen den FC St. Gallen.
FCL-Goalie David Zibung: «Das ist ein typischer Match gegen Basel gewesen.» (Video: 20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eiramenna am 16.10.2016 07:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FCL

    Babbel sollte auch den Mut aufbringen diesen Fehleinkauf Costa auszuwechseln. Pulic und Affolter oder Sarr wären eine Alternative. Sonst geht es steil bergab mit dem FCL!

  • Ehemaliger Fan am 16.10.2016 07:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht

    Der "Glücksbringer" von 1989 hat dem FCL weder Glück noch Punkte gebracht. Mit 1 Punkt seit Antritt lässt sich das Defizit von 2 Mio. nicht verkleinern. FCL seid vorsichtig und macht das Controlling gut, sonst wird das Defizit noch viel grösser.

  • FcL Fan am 16.10.2016 08:03 Report Diesen Beitrag melden

    Rene van Eck komm wieder

    Ich war von Anfang an überzeugt das Babbel der falsche Trainer ist für den Fc Luzern ist weil er noch nie die Verantwortung für schlechte Leistungen übernommen hat. Aber wie das in Luzern so ist bekommst du nach zwei bis drei Siegen eine Vertragsverlängerung ausser bei Rene van Eck der bekam nach 33 Spielen ohne Niederlage keine, obwohl dieser Mann in Luzern Kultstatus geniesst bei den Fans.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • rogeriu am 22.10.2016 11:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    IMMER WIEDER FCL...

    ...sie sind eine Weile gut...sogar sehr gut...man DARF gewinnen.... dann MUSS man gewinne ....und dann kommt die Angst vor sich selber....und man wird zum Gejagten... dann der Totalcrash.... DÉJÀ VU beim FCL

  • Objektiver Beobachter am 17.10.2016 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt nur mit der Ruhe...

    ... was soll denn jetzt diese Panik? Was hier stattfindet ist einzig die schrittweise Bereinigung der Tabelle. Langsam aber sicher findet sich der FCL dort wieder, wo er hin gehört. Zusammen mit Thun, Lugano und St. Gallen wird es einen Kampf um Rang 5 geben. Alles andere ist nicht realistisch - der Saisonstart war ja völlig über Wert. Also, was soll denn das Gejammer? Nur nicht übermütig werden!

  • observer am 16.10.2016 20:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alle Jahre dasselbe

    Die einzige Konstante in Luzern ist die Unkonstanz.

    • ton am 17.10.2016 08:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @observer

      ...wie wahr alle jahre wieder...nichts neues...und so wird es munter weitergehen..es langweilt langsam aber sicher!!

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  • Yosi Betruger am 16.10.2016 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stellungsnahme

    Noch ein Loosergame entfernt vom letzten Platz. So schnell kanns gehen. Jetzt ist der CEO gefragt. Jemand muss dazu Stellung nehmen. Da muss man etwas tun, denn das Hoffen auf Glück ist für die Zukunft keine Option. 5 SPIELE 1 PUNKT. Da ist man abstiegsgefährdet.

  • Sion Fan am 16.10.2016 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratuliere

    Super Sion!!! Jetzt sind wir schon mal schön weit oben.