Super-League-Debüt

19. Juli 2014 13:45; Akt: 19.07.2014 13:53 Print

Christ und Sousa: Zwei wie Feuer und Eis

von Eva Tedesco - Paulo Sousa und Sven Christ nehmen am Samstag ihr Super-League-Debüt in Angriff. Im ersten Spiel der neuen Saison treffen zwei unterschiedliche Typen aufeinander.

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Paulo Sousa, Cheftrainer des FCB, hat im Sommer die Nachfolge von Murat Yakin mit einer kleinen Flotte an Assistenten angetreten. Seit 2009 (Wechsel von Gross auf Fink) hat Basel damit erstmals im Sommer und nicht ausser Plan den Trainer gewechselt. Der Portugiese vermittelt einen smarten Eindruck. Er ist ein geschickter Rhetoriker, auch wenn er nicht viel verrät. Mit entspannter Stimme auf Englisch erklärt er wie wichtig Resultate sind, aber noch wichtiger sei der Spass.

Sousa ist auch ehemaliger Spieler aus der goldenen Generation der 1990er Jahre Portugals. Ein Profi mit Weltformat, zweifacher Champions-League-Sieger (Juve und Dortmund), der mit Engagements bei Benfica Lissabon (1993/94), Sporting Lissabon (1996 bis 96), Juve (1996/97), Dortmund (1998/99), Inter Mailand (2000), Parma (2000/01), Panathinakos (2002) und Espanyol Barcelona aufwarten kann.

Einer aus der Region

Sven Christ ersetzte René Weiler beim FCA. Selbstbewusst, aber nicht so smart wie Sousa. Er ist einer ohne Glamour, bodenständig und direkt. Er ist aus der Region, der den Fussball und die Mentalität kennt. Und er ist einer, der bei seiner Wortwahl nicht immer diplomatisch ist. Ein Trainer, der gut in die Trainer-Reihe nach Saibene, Andermatt, Jakoljevic, Strasser und Weiler passt.

Christ war auch als Spieler eher der schnörkellose Kämpfer, Haudegen und Abräumer und nicht der elegante Stratege wie Sousa. Statt Juve und Dortmund war Christ zwischen 1996/1997, 1998/99 und von 2003 bis 2008 bei Aarau, GC, Lausanne und von 2001 bis 2003 in der zweiten Bundesliga bei Mainz.

Von Klopp geprägt

Queens Park Rangers (2008/09), Swansea (2009/10), Leicester City (2010), Videoton (2011 bis 2013), Maccabi Tel Aviv (2013/14) sind die bisherigen Trainerstationen von Sousa. Christ hat sich seine Sporen in den letzten sechs Jahren bei Sursee (2. Liga interregional), Schötz, Cham und in Baden abverdient. BVB-Coach Jürgen Klopp – sein Trainer bei Mainz – hat ihn am meisten geprägt. Die Mannschaftsführung, der Ehrgeiz die Leidenschaft von Klopp, aber auch die bodenständige und direkte Art des BVB-Trainers.

«Sven Christ verlangt Offenheit. Er ordnet dem Kollektiv und den Zielen alles unter und ist sehr ehrgeizig – wie Klopp», sagt Noldi Ackermann. Der heutige Team-Manager der Aarauer hatte schon bei Baden mit Christ zu tun. «Er fordert viel von den Spielern, er bringt sie an die Grenzen und verlangt Flexibilität. Er strotzt vor Ideen, aber eine gewisse Sturheit ist ihm dabei nicht abzusprechen. Wie schon als Spieler redet er auch heute nicht um den Brei herum. Nicht gegenüber den Medien und nicht gegenüber der Mannschaft. Seine Matchbesprechungen sind kurz und präzis. In fünf, sechs Minuten ist meist alles gesagt.»

Basel will Spektakel bieten

Jetzt wo Yakin weg ist, soll in Basel alles anders werden. Die Resultate sollen natürlich bleiben, aber die Art und Weise, wie sie erspielt werden, soll sich ändern. Der resultatorientierte Fussball aus der Ära Yakin, der immerhin zwei Meistertitel und zweimal in die Folge die Endphase der Europa League erreichte, soll der Vergangenheit angehören. In Basel soll man in Zukunft Spektakel sehen – vielmehr «spüren», wie es Sousa sagt. «Die Fans sollen am Ende des Spiels zufrieden nach Hause gehen». Diesen Spass hat sich der FCB im Sommer über 12 Millionen Franken kosten lassen. «Die neuen Spieler sind fast alle offensiv ausgerichtet. Da kann man sehen, wo wir in der letzten Saison Defizite ausgemacht haben», sagt Georg Heitz (aber trotzdem Spektakel gefordert hat).

Die Arbeit von Sousa, der nicht müde wird von Projekten, Prozessen, Emotionen und Empathie zu reden, hält sein Umfeld auf Trab. Teambesprechungen gibt es sogar vor jedem Training. Heitz: «Er will täglich mit Matchintensität trainieren. Das klingt banal, ist es aber nicht. Viele Trainer bevorzugen unter der Woche ein gemässigtes Tempo. Sousa nicht.

Sousa und Christ – zwei wie Feuer und Eis. Viel Anlauf- und Angewöhnungszeit haben indes beide nicht. Weltformat oder nicht.

FCB-Sportdirektor Georg Heitz äussert sich über die Arbeit von Trainer Paulo Sousa. (Video: 20 Minuten

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ?? am 19.07.2014 14:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weiler?

    Was ist eogentlich mit rené weiler hat der einen trainerjob?

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  • zurri am 19.07.2014 16:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    langweilig

    langweilig - nach dieser WM wieder "Super league"

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Die neusten Leser-Kommentare

  • zurri am 19.07.2014 16:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    langweilig

    langweilig - nach dieser WM wieder "Super league"

    • fcb am 19.07.2014 17:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      nein

      Immer diese nörgler...musst ja kein Spiel schauen...

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  • ?? am 19.07.2014 14:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weiler?

    Was ist eogentlich mit rené weiler hat der einen trainerjob?

    • mats am 19.07.2014 14:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      gleiche Fragen

      das hab ich mich auch schon gefragt, hat er zu hoch gepokert (Nürnberg?)

    • rpli boku am 19.07.2014 15:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      nein

      nein ist mir ein Rätsel

    • 1902 am 19.07.2014 15:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nein hat er nicht

      Nein er hat im Moment keinen Job! Er geniesst wohl noch ein wenig die Zeit mit Frau und Kind.

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