Adi Hütter

20. Mai 2018 03:56; Akt: 20.05.2018 03:56 Print

«Ich habe viel von Thorsten Fink gelernt»

von E. Tedesco - GC-Trainer Thorsten Fink verrät nach der 1:2-Niederlage gegen YB, dass Adi Hütter einst unter ihm Spieler war.

Das sagen die YB-Spieler Leonardo Bertone und Thorsten Schick zum Wechsel von Trainer Adi Hütter zu Frankfurt. (Video: 20 Minuten)
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So manch ein Hopper wird nach der 1:2-Niederlage gegen YB aufgeatmet haben. Endlich Saisonschluss. Endlich hat das Desaster (vorläufig?) ein Ende. GC beendet die Meisterschaft auf dem zweitletzten Rang und ist so schlecht klassiert wie seit 2012/13 nicht mehr.

Präsentiert hat sich GC seit Wochen wie ein Absteiger. Von Trainerwechsel und neuen Besen keine Spur. Auch unter Trainer Thorsten Fink hielt die Misere an. In fünf Partien holte der Yakin-Nachfolger lediglich vier Punkte (ein Sieg, ein Remis). Gegen YB gab es keinen. Trotz einer 1:0-Führung (62. Kodro). Christian Fassnacht bügelte in der Nachspielzeit aus, was Jean-Pierre Nsame (80.) mit dem 1:1 korrigiert hatte. «Das war symptomatisch für diesen Saisonverlauf» suchte Thorsten Fink nach Worten, aber obwohl er sich als «positiven Menschen» bezeichnet, fiel auch ihm nicht viel Positives dazu ein.

«Aus Krisensituationen etwas Gutes mitnehmen»

«Viele Leute haben aus Krisensituation etwas Gutes mitgenommen», sagte Fink schliesslich, «wir werden zusammen alles dransetzen, etwas Gutes zu bauen, um nächstes Jahr unter die Top 4 gehören zu können.» Zukunftsmusik – wenn überhaupt. Fink blieb nur, Adi Hütter zum Sieg zu gratulieren und dem YB-Trainer viel Glück als Frankfurt-Trainer in der Bundesliga zu wünschen. «Er hat viel erreicht und kann Stolz sein», sagt Fink und überraschte mit seinem Nachsatz, dass er Hütter sehr gut kenne.

Dann liess er die Katze aus dem Sack. «Adi war einst mein Spieler...», so Fink mit einem Schmunzeln. «Thorsten war mein Trainer, ich habe unter ihm gespielt», bestätigt Hütter und fügt an, «ich habe viel von ihm gelernt.» Wie ist das möglich, zumal Fink Jahrgang 1967 hat und Hütter 1970? Fink war 2006 der sehr junge Trainer der RB Salzburg Juniors und Hütter der fast 38-jährige Führungsspieler der jungen Amateurmannschaft von Fink.
Leonardo Bertone und Thorsten Schick über den Schock, dass Trainer Adi Hütter YB verlässt. (Video: 20 Minuten)

Eine Frage der Zeit

12 Jahre später sass der einstige Spieler von Fink als Meister- und künftiger Bundesliga-Trainer neben dem GC-Trainer. Wie seit ein paar Tagen bekannt verlässt Hütter YB und übernimmt die Eintracht. «Es war erst ein Schock für die Mannschaft, weil niemand damit gerechnet hat, dass es so schnell gehen wird», sagt Leonardo Bertone, «aber es war eine Frage der Zeit.» Erfahren haben davon die Spieler erst über eine interne Mitteilung, später hat der Trainer die Spieler in der Kabine persönlich über seinen Wechsel informiert.

«Der Trainer hat drei Jahre einen Superjob in Bern gemacht und darum war es nur eine Frage der Zeit, bis er den Schritt nach Deutschland oder in eine grössere Liga macht», sagt Thorsten Schick. Der frischgebackene Meister über seinen österreichischen Landsmann weiter: «Er hatte eine grosse Vision in Bern und er wird sicher auch in Deutschland seine Spuren hinterlassen.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roman am 20.05.2018 10:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    From Hero to 0

    Stark von Fink, Hütter zu gratulieren, herzlich! Wenn man bedenkt, vor paar Jahren war er noch mit Basel Meister, ging in die BL, wurde dann bis nach unten durchgereicht und ist jetzt an einem Tiefpunkt mit GC angelangt, eigentlich ja sehr frustrierend.

  • Markus am 20.05.2018 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    vorwärts machen

    Die GC-Führung hat (auch) diese Saison im Sportlichen Bereich einen miserablen Job gemacht. Solange die Kaderpolitik unter Anliker nicht ändert, wird man keinen Erfolg haben. Falls die Qualität der Mannschaft nicht substantiell erhöht wird, sehe ich auch nächste Saison wieder Rang 8-9, mit ein bisschen Pech auch Abstieg. Ein Rang 6-Team sollte mit dem vorhandenen Budget zu schaffen sein. Der Fink-Entscheid war gut, jetzt muss aber noch mehr kommen, sonst bringt das nix.

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  • Marc Bleuel, Seon am 20.05.2018 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    GC ist zu arrogant

    Ganz GC ist einfach zu arrogant - ich bezweifle stark, dass der authentische Torsten Fink dort wohl fühlt. Liebes GC: Demut ist angesagt und nicht Grossmaulerei (Anliker, Walthert, Huber)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marc Bleuel, Seon am 20.05.2018 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    GC ist zu arrogant

    Ganz GC ist einfach zu arrogant - ich bezweifle stark, dass der authentische Torsten Fink dort wohl fühlt. Liebes GC: Demut ist angesagt und nicht Grossmaulerei (Anliker, Walthert, Huber)

  • Markus am 20.05.2018 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    vorwärts machen

    Die GC-Führung hat (auch) diese Saison im Sportlichen Bereich einen miserablen Job gemacht. Solange die Kaderpolitik unter Anliker nicht ändert, wird man keinen Erfolg haben. Falls die Qualität der Mannschaft nicht substantiell erhöht wird, sehe ich auch nächste Saison wieder Rang 8-9, mit ein bisschen Pech auch Abstieg. Ein Rang 6-Team sollte mit dem vorhandenen Budget zu schaffen sein. Der Fink-Entscheid war gut, jetzt muss aber noch mehr kommen, sonst bringt das nix.

    • the coach am 20.05.2018 14:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Markus

      Gehe mal davon aus, dass Xamax nicht absteigen wird. Vom Kader her, aktueller Stand, wäre GC Abstiegskandidat. Teams wie Thun und Lugano scheinen mir mehr Willen und Emotionen zu haben, wenn es ums Ganze geht, "Gras zu fressen". Für GC sieht es im Moment nicht gut aus.

    • Thomas G. am 20.05.2018 17:20 Report Diesen Beitrag melden

      @the coach

      Du glaubst ja wohl nicht dass GCZ mit diesem Kader weitermacht, oder?

    • the coach am 20.05.2018 19:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas G.

      Angesichts der permanenten Finanznot bei GC, ist es zu befürchten...

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  • C.H. am 20.05.2018 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht viel von Fink gelernt!

    Hütter macht jetzt den selben Weg wie Fink. Ein Fall ohne Grenzen. Machs gut und viel Glück.

  • Roman am 20.05.2018 10:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    From Hero to 0

    Stark von Fink, Hütter zu gratulieren, herzlich! Wenn man bedenkt, vor paar Jahren war er noch mit Basel Meister, ging in die BL, wurde dann bis nach unten durchgereicht und ist jetzt an einem Tiefpunkt mit GC angelangt, eigentlich ja sehr frustrierend.

  • MrG am 20.05.2018 10:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist doch logisch

    Die Schweiz ist in Sachen Fussball halt ein Drittweltland. Haben die Leute echt das Gefühl die guten Trainer bleiben hier wenn die gegen so Feld und Ackermannschaften spielen müssen?

    • Te Rasse am 20.05.2018 11:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @MrG

      Sie wissen schon, dass die Schweiz eines der weltbesten Ausbildungskonzepte hat?!

    • tobl am 20.05.2018 15:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Te Rasse

      Da haben Sie recht. Aber Ausbildungsliga heisst eben auch nach Erfolg (Ausbildung) ziehen die Leute weiter. Die Schweizer Liga ist demnach wirklich nicht das Beste:)

    • Rebel son am 20.05.2018 18:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @MrG

      Vor 4 jahren war der fc basel in der clubrangliste weltweit auf platz 7, nur so. Sogar thun war vertreten unter den ersten 100. So schlecht wie alle sagen sind wir nicht.

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