Milan Gajic

21. Juli 2014 18:25; Akt: 21.07.2014 18:56 Print

Dank Eigentor zum Internet-Star

69 Prozent der 20-Minuten-Leser haben das Eigentor von Milan Gajic (YB) zum 1:2 in St. Gallen (2:2) zum «Tor der Runde» gekürt.

Das Eigentor der Saison dürft schon in der ersten Runde gefallen sein: YBs Milan Gajic versenkt den Ball perfekt - im eigenen Kasten. (Quelle: srf)
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Das ist nicht erstaunlich, schliesslich schaffte es der unfreiwillige Treffer des 27-jährigen Young Boy zum weltweiten Hit – im Internet. Mehr als eine Million sahen sich Gajic’ Missgeschick auf Youtube an. «Ich wollte den Ball blind und mit voller Wucht ins Publikum schiessen. Leider traf ich ihn nicht richtig. Ich dachte zuerst: Nein, das darf doch nicht wahr sein», erklärte der Serbe nach dem Spiel. Zum erlangten Ruhm meinte er: «Ich erhalte sehr viele Reaktionen, offenbar hat die halbe Welt das Eigentor gesehen. Freunde und Bekannte aus Serbien schicken mir Botschaften – mit einem Augenzwinkern. Ich habe die Szene auch im Internet angeschaut. Wenn es nicht um mich ginge, müsste ich ebenfalls schmunzeln.»

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Solche Fehler gehören zum Fussball

Vielmehr schämt sich Gajic für das Geschehene: «Es ist mir peinlich und ich bin nach wie vor enttäuscht, dass mir dieses Eigentor unterlaufen ist. Vor allem für die Mannschaft tut es mir leid. Ich habe mich bei ihr entschuldigt. Zum Glück ist uns noch das 2:2 gelungen.» Doch der Mittelfeldspieler kennt das Geschäft und weiss, dass die Szene nicht rückgängig gemacht werden kann. «Es ist klar, dass ich mir nun viele Sprüche anhören muss. Das gehört dazu, schliesslich war es ein unglaubliches Eigentor. Bis am Samstag hätte ich nicht ahnen können, dass ich eine solche Szene jemals erleben würde. Aber unser Trainer hat mir gesagt, dass solche Fehler zum Fussball gehören. Ich muss das wegstecken, auch wenn es im Moment nicht einfach ist.»
Mit Goalie Yvon Mvogo hat der «Torschütze» bereits wieder geflachst. «Yvon zeigt immer wieder unglaubliche Paraden. Ich habe ihn spasseshalber gefragt, ob es denn nicht möglich gewesen wäre, diesen Ball noch zu halten … Aber ich kenne die Antwort selber: Mein Schuss war leider unhaltbar», so Gajic.

YB-Trainer Uli Forte prophezeit: «Das wird das Eigentor des Jahrhunderts.» Zumindest wandelt Gajic auf den Spuren des Marders, der am 10. März 2013 der Partie Thun gegen den FC Zürich (0:4) – und vor allem den «Fänger» Loris Benito und David da Costa – zu weltweiten Aufsehen im Internet verholfen hatte.

Video verbreitet sich in England und Deutschland

Nun kennt man Milan Gajic auch in England und Deutschland als besten Eigentorschützen. Die Dailymail hat das Video mit Gajics Eigentor ebenso auf ihrer Website publiziert wie die deutsche Plattform 11freunde.de. In Österreich hat abseits.at das Video publiziert. Und auch 101greatgoals.com ist auf Gajic gestossen.

Hinter Gajics Hammer blieben Davide Chiumiento und Samuel Afum mit ihren Toren chancenlos und kamen auf 16 (Afum) und 15 (Chiumiento) Prozent der Stimmen.

(pbt/ofi)