Fabian Frei

19. Juli 2014 21:32; Akt: 19.07.2014 22:59 Print

«Wir konnten den Sieg über die Zeit schaukeln»

von Eva Tedesco - Mit etwas mehr Mut wäre für Aarau beim Saisonauftakt gegen Basel mehr drin gelegen, als die 1:2-Niederlage. Beim FCB ist man froh, den Sieg über die Zeit gebracht zu haben.

FCB-Captain Fabian Frei und Verteidiger Taulant Xhaka äussern sich zum 2:1-Startsieg gegen den FC Aarau. (Video: 20 Minuten)
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Der FCB trat in vielen Mannschaftsteilen verändert auf. Auch, weil diverse Nationalspieler verspätet aus den Ferien gekommen waren. So spielte Taulant Xhaka in der Dreierabwehr im Zentrum, flankiert von Marek Suchy rechts und Behrang Safari links. Naser Aliji durfte sich im linken Couloir austoben und jede Menge Freiheiten besassen die Offensiven Matías Delgado, Shkelzen Gashi und Breel Embolo.

Das erst 17-jährige Talent stand dann auch bereits nach sieben Minuten im Mittelpunkt – wenn auch mit einer Slapsticknummer, die ihm wohl eine Lehre für die weitere Karriere bleiben wird. Nach einem Riesenbock von FCA-Goalie Joël Mall erbte Embolo den Ball. Statt ihn ins leere Goal zu spedieren, wollte es der FCB-Stürmer zu lässig machen, übersah den heranstürmenden Nganga und vertändelte kläglich. Lediglich acht Minuten später macht Embolo es wesentlich besser: Er verwertet eine Vorlage von Delgado, der profitierte von kapitalen Fehlern in der FCA-Defensive (Bulvitis/Wieser). Embolo schob diesmal schnörkellos zur Basler Führung ein.

Am Schluss wurde es eng

Wohl seinem jungen Alter geschuldet, schützte der FCB sein Talent und liess Embolo nach dem Spiel keine Interviews geben. «Es ist noch zu früh. Er wird aber schon bald mit der Presse sprechen», vertröstete Medienchefin Andrea Roth. So blieb auch der Pfostenschuss (55.) des erst 17-Jährigen unkommentiert. Dafür sprach Fabian Frei.

«Wir hätten das 3:0 schiessen müssen, dann wäre es am Schluss nicht so eng geworden. Aber wir konnten den Sieg über die Zeit schaukeln und das ist positiv». Auf die Umstellungen und den FCB der Zukunft angesprochen, wusste auch der Routinier keine Antwort. «Es fehlen noch die Nationalspieler und auch die Neuen, die noch eingebaut werden müssen. Ich habe das Gefühl, dass wir ein gutes, ein breites Kader haben und der Konkurrenzkampf wird gross sein, wie vom Trainer angekündigt. Die 11, beziehungsweise 14 Spieler, die gegen Aarau gespielt haben, haben ihre Sache gut gemacht. Wir haben drei Punkte geholt und das ist sehr gut. Wir müssen sicher einige Dinge besser machen – aber wie das aussieht, weiss ich auch noch nicht.»

Gegen Basel wäre mehr drin gelegen

«Wir gehen durch einen Eigenfehler in Rückstand und haben zudem eine grosse Chance selber vergeben», sagt Sandro Burki. «Danach ist es schwierig geworden für uns. Wir sind gegen Schluss zwar besser ins Spiel gekommen und konnten den Anschluss erzielen, aber es wäre sicher mehr drin gelegen», so der FCA-Captain abschliessend.

Man müsse sich in allen Belangen noch steigern, wenn man den Klassenerhalt wieder schaffen will. Das einzelne Medien den FC Aarau als potenziellen Absteiger Nummer 1 sehen, irritiert Burki nicht. «Das mag vielleicht wegen des geringen Budgets sein, dass uns die Presse hinten rein schreibt. Aber das ist uns egal. Wir haben unser Ziel und das ist, in dieser Liga zu bleiben. Das wäre ein riesiger Erfolg und dafür arbeiten wir nun weiter.»

Noch kein Spassfussball

Viel Arbeit wartet auch auf Basel. Vom angekündigten «Spassfussball» war aufgrund der Veränderungen im Kader noch wenig zu sehen. Die Enttäuschung hielt sich indes in Grenzen: Wegen der Sperre des Gästesektors (als Folge der Ausschreitungen am 15. Mai) und den Ferien haben das nur 3644 Zuschauer im Stadion gesehen.
Daniel Gygax und FCA-Captain Sandro Burki nach dem 1:2 gegen Basel (Video: 20 Minuten)