Marco Streller

22. Juli 2018 12:22; Akt: 22.07.2018 12:22 Print

«Auf Trainer-Diskussion lasse ich mich nicht ein»

von E. Tedesco - Das Hinspiel in der CL-Qualifikation in Saloniki ist erst das 2. Pflichtspiel für den FCB in der neuen Saison. Für Raphael Wicky ist es vielleicht schon das erste Endspiel.

«Der Trainer ist kein Thema», sagt FCB-Sportdirektor Marco Streller und fügt an, «auf dieses Spiel bezogen.» (Video: 20 Minuten)
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Nervosität herrscht vor einem Saisonstart immer. Diesmal war die Anspannung bei Rotblau speziell gross. Die Startniederlage gegen St. Gallen (1:2) am Samstag macht die Lage im rotblauen Lager nun definitiv ungemütlich. Vor allem auch, weil die Basler am Dienstag in der 2. Qualifikationsrunde für die Champions League im Hinspiel auswärts gegen den griechischen Cupsieger Paok Thessaloniki liefern müssen.

Eine Niederlage würde das Aus für die Königsklasse bedeuten. Und auch, dass der FCB das erste Ziel nicht erreicht hätte. «Europäisch spielen», lautete die Vorgabe von Bernhard Burgener neben den nationalen Titeln in Meisterschaft und Cup. «Am liebsten in der Champions League», präzisierte der FCB-Boss. Wickys Trainerstuhl könnte wohl schon heftiger ins Wanken geraten, wenn er das internationale Ziel verpasst. Wird die Begegnung in Griechenland schon zum ersten Endspiel für ihn?

Die Bedeutung der Saloniki-Reise

«Auf eine Trainer-Diskussion lasse ich mich nicht ein. Das ist überhaupt kein Thema jetzt», sagt Marco Streller und fügt an: «Auf dieses Spiel bezogen. Aber es ist schon so, dass der Druck dort relativ hoch ist.» Der FCB-Sportchef weiter: «Wir wären ja nicht definitiv raus aus dem europäischen Geschäft, weil es dann in der Qualifikation für die Europa League weitergehen würde.» Streller betont dennoch die Relevanz des Hinspiels am Dienstag.

Der ehemalige FCB-Captain weiss genau, dass diese kapitalen Spiele gegen Paok das europäische Schicksal von Rotblau wegweisend bestimmen und auch Auswirkungen auf den sportlichen Verlauf in der Liga haben können. Das Verpassen eines grossen Vorhabens ist nicht förderlich für das Selbstvertrauen und wenig motivierend für jene Spieler, die wegen der Königsklasse beim FCB unterschrieben haben. «Paok ist total fokussiert auf dieses Spiel. Sie haben eine sehr erfahrene Mannschaft. Es wird nicht einfach für uns. Zudem wird es ein Hexenkessel sein im Toumba-Stadion.»

Als Ausrutscher abgetan

Nach einer titellosen Saison mit 15 Punkten Rückstand auf den Meister aus Bern sind die Erwartungen kurz vor dem Saisonstart trotzdem wieder hochgeschnellt. Als ob das letzte Jahr als Ausrutscher abgetan und gedanklich weggeschoben worden wäre. Die Ansprüche haben Oberhand gewonnen.

Allerdings sind sie nach den negativen Resultaten in der Vorbereitung und vor allem nach dem 1:2 gegen St. Gallen auch so rasch wieder in sich zusammengefallen wie ein Soufflé bei Raumtemperatur. Und das könnte auch trotz gegenseitigen Vertrauensschwüren zwischen Wicky und der Clubleitung um Streller und Burgener passieren, wenn Wicky und seine Männer nicht bald liefern.

Auch wenn Wicky in dieser Saison weit weniger starke Männer, sprich: erfahrene Kräfte zur Verfügung hat als letzte Saison. Das scheint egal. Aber ein Blick auf die Ersatzbank vom Samstag sagt einiges über das dünne Kader aus. Mit Noah Okafor (Jahrgang 2000, knapp 60 SL-Minuten), Robin Huser (1998, 7 SL-Einsätze) und Yves Kaiser (1998, ohne Spielminuten in der Super League) hatte Wicky neben den eingewechselten Oberlin, Riveros und van Wolfswinkel nur Junioren ohne jede Erfahrung auf der Bank. Und ausgerechnet sie sollen den FCB zurück zur Dominanz und in die Champions League führen? Die Lage für den FCB ist ungemütlich.
«Wir müssen die richtigen Schlüsse ziehen», sagt Silvan Widmer. (Video: 20 Minuten)


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • fred@züri am 22.07.2018 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    Bergab

    Der FCB hat sich selber ins Abseits "geschossen" indem sie die kompetente Führung die sie hatten gegen Dilettanten ausgewechselt haben. So kann es ja NUR bergab gehen...

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  • Drippler am 22.07.2018 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rohling Streller

    Streller wird noch lernen müssen, sich auch auf schwierige Diskusionen einzulassen. Seine stets radikalen Antworten werden ihm noch zum Verhängnis.

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  • Maurus Joder am 22.07.2018 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht alleine gehen

    Es ist ja nicht so, dass Trainer Wicky alleine gehen müsste. Marco Streller und Alex Frei sollten auch so schnell wie möglich ihren Spind räumen. Der FCB könnte nur gewinnen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ernst Fluri am 22.07.2018 19:29 Report Diesen Beitrag melden

    Sport nebensache

    Seit Herr Burgener Präsi ist geht es nur noch um Gewinn zu erwirtschatzen! Einamen über30 Millionen ausgaben bis jetzt wenig über 7 Millionen,der Fc. Basel verkommt zur Geldmaschiene für die Dividenten!

  • Lattenknaller am 22.07.2018 18:35 Report Diesen Beitrag melden

    Der FCB wird in dieser Saison

    auf hartes Brot beissen, der Kader ist schwach aufgestellt, die Transfer Zugänge sind alles andere als Kracher. Champions-League ade. YB und der FCSG werden den Titel unter sich ausmachen.

  • Markus Stark am 22.07.2018 17:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    untragbar und peinlich

    ein Sportchef welcher Verständnis für den Fanboykott hat, weil diese sich mit Namen und Geschlecht annelden müssen, ist sowieso fehl am Platz!

  • Tybli am 22.07.2018 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist notwendig ihr herren und frauen

    Wer kann eigentlich Streller und Wicky gleichzeitig entlassen?

  • H Basler am 22.07.2018 17:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Berni mach was...

    Sowohl von Wicky als auch von Streller, nur immer bla bla und alles schön Reden!