St. Gallen und GC

18. Juli 2018 10:21; Akt: 18.07.2018 10:21 Print

Sie müssen liefern, sonst ist der Teufel los

von E. Tedesco - Die Super League startet am Wochenende in die neue Saison. St. Gallen und GC müssen liefern – ohne Wenn und Aber.

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Die Ostschweizer schleppten sich in der letzten Saison gerade mal so über die Ziellinie. Nach sechs Niederlagen in Serie reichte es ganz knapp für einen Europacupplatz. Den Fehlgriff mit Interimstrainer Boro Kuzmanovic musste Sportchef Alain Sutter verantworten, der Giorgio Contini im April – der FCSG belegte Rang 3 (!) – entlassen hatte. Die Kritik am Sportchef war am Ende der Saison laut. Der Kredit ist weg. Einen weiteren Fehlgriff kann sich Sutter nicht leisten.

Ein weiteres Fiasko à la Kuzmanovic soll Ex-Sion-Trainer Peter Zeidler verhindern. Bei der Präsentation des Deutschen, den man mit viel Vorschuss-Lorbeeren ausstattete, hob Präsident Matthias Hüppi vor allem Zeidlers Sozial- und Fachkompetenz hervor. Das Kader hat die sportliche Leitung im Sommer zudem heftig durchgerüttelt: Bisher stehen acht Abgängen zehn Neuzugänge gegenüber.

Grosse Sprünge lagen nicht drin. Im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und in der Hoffnung, den einen oder anderen Spieler einst gewinnbringend weiterverkaufen zu können, setzen die Ostschweizer auf die Karte Jugend. Wie viel Qualität in «Jugend forscht» steckt, wird die Zeit zeigen.

Der Saisonauftakt ist happig: Im ersten Spiel trifft St. Gallen auf den FC Basel. Und auch wenn Sutter sagt, dass man danach wenigstens wisse, woran man sei, hat die Clubleitung die Messlatte schon vor dem Startspiel sehr hoch gelegt: Ein Top-5-Platz soll es sein.

Kehrt bei GC endlich Ruhe ein?

Der Rekordmeister hangelte sich in der letzten Saison von Krise zu Krise. Präsident Stephan Anliker wechselte Trainer wie andere Leute ihre Socken. Pierluigi Tami, Carlos Bernegger und Murat Yakin zählen zu den Opfern, die der GC-Boss in seiner Amtszeit schon vom Hof jagte. Michael Skibbe, heute Nationaltrainer in Griechenland, verliess den Campus von sich aus.

Als nächsten Hoffnungsträger leistet sich GC den ehemaligen Basler Meistertrainer Thorsten Fink. Er trat am 23. April die Nachfolge von Murat Yakin an, den man mit Schimpf und Schande vertrieb, und der bis heute finanzielle Forderungen offen hat. Der ehemalige Bayern-Spieler soll das Winner-Gen zurückbringen und sportlich für Ruhe sorgen.

Ob das endgültig für ruhigere Zeiten in Niederhasli reicht, ist fraglich. Denn hinter den Kulissen sind die Machtspielchen weiter nicht entschieden. Heinz Spross, er hält neben Anliker und Peter Stüber 30 Prozent der GC-Aktien, will seinen Anteil abstossen. Dafür forderte er zuletzt einen Einblick in die Bilanzen. Diesen soll man dem GC-Eigner aber verwehrt haben. Will er wirklich verkaufen?

Spross-Adjutant Erich Vogel, der seit Jahren aus dem Hintergrund die Strippen zieht und immer wieder am Ursprung von Machtspielen und Intrigen gestanden hat, sucht offenbar mit Hochdruck Investoren, um die Gruppe Anliker auszukaufen. Der wiederum sucht seinerseits potente Geldgeber. So ist zu befürchten, dass das Tauziehen weitergeht. Aber wie auch immer:

Auf dem Rasen gilt sowohl für St. Gallen als auch für GC: Sie müssen auf Anhieb liefern, sonst ist der Teufel los.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • marko S. am 18.07.2018 10:36 Report Diesen Beitrag melden

    WM angeschaut?

    Ich hoffe die haben den Belgier und Kroaten zugeschaut, dann wissen sie wie man Fussballspielen soll.

    einklappen einklappen
  • Kai Pfändler am 18.07.2018 11:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Entspannung

    Sollte es nicht laufen beim FCSG, könnte Sportchef Alain Sutter mit einer Klangschalen-Entspannungstherapie die Gemüter ins emotionale Gleichgewicht zurückführen. Die Füsse gehören dabei fest auf den Boden, damit man die Erdung spürt.

  • Paul Badran am 18.07.2018 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Er fällt weich

    Sollte es nicht klappen als Sportchef, kann Susi immer noch das wahre Talent ausleben und einen Coiffeur-Salon eröffnen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Der Gross Plauderi möchtegern am 19.07.2018 20:54 Report Diesen Beitrag melden

    Sportchef Sutter

    Einen weiteren Fehlgriff kann sich Sutter nicht leisten. Tja, der grösste Fehlgriff ist wohl oder übel Madame Sutter selber. Soll doch mit Komiker Mike Shiva ein Hellseher Studio eröffnen. ,)

  • Brumm am 19.07.2018 20:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie immer

    Schlecht reden damit es nicht so schlimm ist wenn es in die Hosen geht, jubeln kann man dann immer noch.

  • Sandra am 19.07.2018 15:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    JA SEHR

    coole T-Shirt haben Hüppi und Sutter an ! Kann mann die im Fanshop im Kybunpark kaufen?

  • evi am 19.07.2018 08:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    JETZT

    hat FCSG 11 neue Spieler,ist das jetzt die C Mannschaft

  • Zensur am 19.07.2018 00:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsch gewettet!

    Wer Sutter vertraut, der glaubt auch, dass Zitronenfalter, Zitronen falten.