Super-League-Serie (2)

03. Februar 2016 08:16; Akt: 03.02.2016 08:22 Print

Marco Wölfli – das halbe Leben bei den Young Boys

von Peter Berger - Marco Wölfli wird im Sommer 34 Jahre alt. Schon seit 17 Jahren ist der Goalie bei YB. Und bleibt das auch.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wie viele Verträge er bei den Young Boys bisher unterschrieben hat, weiss Marco Wölfli nicht mehr. «Sechs oder sieben müssen es wohl gewesen sein. Beim letzten verlängerte ich 2015 um vier Jahre bis 2019», erzählt Wölfli. Das besondere am letzten Kontrakt ist, dass Wölfli da schon hinter Yvon Mvogo zum Ersatzkeeper zurückgestuft worden war. «Ich habe in guten und in schwierigen Phasen zum Club gehalten. Das widerspiegelt meinen Charakter», sagt der langjährige Captain.

Nur einmal war er 2002 für 18 Monate an Thun ausgeliehen worden. Wäre es nach ihm gegangen, wäre er in diesen Tagen ein zweites Mal ausgeflogen. Wil warb heftig um ihn. Doch YB legte sein Veto ein. «Was ist, wenn Mvogo etwas passiert?», sagt Trainer Adi Hütter und betont mit Nachdruck: «Wir brauchen Marco. Auch als Ersatztorhüter ist er für das Mannschaftsgefüge enorm wichtig.»

Elf Länderspiele

Wölfli akzeptiert den Entscheid. «Ich wäre sowieso nur leihweise bis im Sommer gegangen. Denn ich will hier nicht weg, YB ist und bleibt mein Club.» Schwierige Zeiten erlebte er bei den ambitionierten, aber titellosen Bernern viele. «Es gab jedoch auch viele schöne Momente wie die europäischen Spiele gegen Liverpool oder Fenerbahce. Der Auszug aus dem alten Wankdorf ins Neufeldstadion und danach der Einzug ins neue Stadion waren spannende Phasen.»

Wölfli bereut nicht, dass er alle ausländischen Angebote abgelehnt hat. «Dank YB durfte ich auch elf Länderspiele bestreiten und an einer WM teilnehmen.»

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Berner am 03.02.2016 08:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke Marco

    Ich denke Wölfli ist noch immer einer der wichtigsten Spieler, auch wenn er nicht mehr Captain ist und jetzt Ersatztorhüter. Für den Zusammenhalt in der Mannschaft sind genau solche Menschen mit Charakter enorm wichtig. Bei den Fans hast du auf jeden Fall einen immensen Rückhalt.

  • cava am 03.02.2016 09:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    genau so

    So sollten auch mal feldspieler denken!! Und nicht immer ans grosse geld im ausland denken und dann die ersatzbank warm halten!

    einklappen einklappen
  • Erjon Shqiptar krasniqi am 03.02.2016 10:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Marco Wölfli

    Diesen Torhüter kann man einfach nicht hassen! Hier sieht man seinen Stolz das er ein YB-ler ist.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jürg Greiff am 04.02.2016 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    Charakter

    Solche Spieler kann sich eigentlich nur jeder Verein wünschen. Nicht einfach davon laufen, wenn es mal nicht so rund läuft, das zeigt sein Charakter am deutlichsten.

  • Rotweiss am 03.02.2016 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    Vernünftig

    Vielleicht war Wölfli auch einer der gemerkt hat, dass es für den ganz grossen Fussball nicht reicht, eigentlich schon der CH Spitzenfussball über seinem Können lag und er - als bodenständig, vernünftiger - Mann glücklich war, dass er bei YB einen sicheren Job hatte. Schweizer Bankdrücker kennt das Ausland ja genug...

  • Murphys Law am 03.02.2016 16:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tradition

    Goalies mit Kultstatus haben bei YB schon fast Tradition. Eichenberger, Pulver, Collaviti, Wölfli und Mvogo ist auf dem besten Weg dazu. Wölfli, danke für die Treue und Loyalität.

    • gutmen am 03.02.2016 16:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Murphys Law

      Tradition? Was hat Wölfli denn schon mit den Grännis gewonnen? Nichts!

    • tipo am 03.02.2016 16:42 Report Diesen Beitrag melden

      Objektiv betrachtet

      Kultstatus, sorry menschlich mögen diese Torhüter ok sein, aber es sind und waren alles Fliegenfänger

    • Tradition am 03.02.2016 17:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @gutmen

      es geht hier nicht um Titel....sondern um Vereinstreue! solche spieler musst du heutzutage mit der Lupe suchen

    • Murphys Law am 03.02.2016 18:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tradition

      Danke! Einer der es begriffen hat.

    • Kult Goalie am 03.02.2016 21:52 Report Diesen Beitrag melden

      Kult

      Wale Eichenberger lasse ich als Kultfigur gelten, Wölfli sowieso, Beni Pulver mit Abstrichen. Collaviti gehört definitiv nicht dazu und Mvogo wird (leider) nicht lange genug bei YB spielen um diesen Status zu erreichen.

    einklappen einklappen
  • Blubb am 03.02.2016 16:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ziehe den Hut

    Wölfli ist in Bern was Streller in Basel war. Sympathieträger und Symbolbild einer ganzen Stadt. Auch ist er Vorbild und Lehrer für den Nachwuchs, denn meiner Meinung nach sollten die 16-19 Jährigem Fussballer nicht schon nach einer erfolgreichen Saison abspringen und dem Geld nachrennen sondern zuerst 2-3 Jahre lang konstante Leistung zeigen und die Interessenten sich die Finger wund kauen lassen. Denn gut Ding will weile haben. Vergesst nicht die Wunder dieser Welt wurden auch nicht an einem Abend erbaut

    • Blabb am 03.02.2016 16:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Blubb

      Der Vergleich hinkt gewaltig. Zähle mal die Erfolge von Streller auf und diejenigen von Wölfli. Wölfli hatte keine. Und aussortiert wurde Streller auch nicht.

    • Murphys Law am 03.02.2016 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Blabb

      Nein, der Vergleich hinkt nicht! Es sind oder waren beides Identifikationsfiguren. Der einzige Unterschied sind die Erfolge. Nur geht es in dieser Serie mal nicht um Erfolge,sondern um Vereinstreue.

    einklappen einklappen
  • riolago am 03.02.2016 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Selber schuld.

    Würde sagen, Karriere versaut. Selber schuld, wenn man nicht merkt, dass dieser Club von Hampelmännern geführt wird.

    • Murphys Law am 03.02.2016 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @riolago

      Selber schuld? Wölfli gefällt es wohl in Bern, sonst hätte er nicht immer wieder verlängert. Und öffentlich gemotzt hat er auch nie. Ein Gentleman.

    • zulu am 03.02.2016 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Murphys Law

      Bern gefällt mir auch. Aber YB ist ein Würstliverein. Fängt bei Bickel an.

    • Housi am 04.02.2016 15:50 Report Diesen Beitrag melden

      Hampelmänner?

      Es gibt in der Schweiz nicht viele Vereine, die von Kompetenteren Personen geführt werden! Hampelmänner sind für mich eher Leute wie Canepa, Constantin, oder die GC investoren, die alle 6 Monate den Sportchef entlassen...

    einklappen einklappen