Super League

21. Juli 2018 18:37; Akt: 22.07.2018 01:33 Print

St. Gallen bezwingt Basel in letzter Sekunde

Kaltstart für den FCB: Aratore erzielt in der 94. Minute das 2:1 für die Ostschweizer und vermiest Wickys Mannschaft den Saisonauftakt.

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Beim FC Basel wird es nach dem ersten Super-League-Match bereits ungemütlich. Die Basler bezogen gegen St. Gallen durch einen Gegentreffer in der 94. Minute ein 1:2. Immerhin: Schlecht war fast nur das Resultat.

St. Galler Umstellungen zahlen sich aus

Die grösste Pointe im ereignisreichen, überaus unterhaltsamen Saison-Eröffnungsspiel folgte ganz zum Schluss: Es liefen die letzten Sekunden, 1:1 stand es zwischen dem FC Basel, der sich den Meistertitel von YB zurückholen will, und St. Gallen, bei dem man in den letzten Wochen nicht so richtig wusste, wo er in diesem ausgeglichenen Pulk hinter dem Spitzenduo ansiedeln soll. Marco Aratore gelangte an der Strafraumecke zum Ball, versuchte es aus schwieriger Position mit einem Schlenzer, und prompt wurde dieser von Vincent Sierro leicht, aber entscheidend zum 2:1 abgefälscht. St. Gallen feierte im St.-Jakob-Park ausgiebig einen Last-Minute-Erfolg und deutete an, dass das von Sportchef Alain Sutter auf einem Dutzend Positionen umgestellte und auf den ersten Blick wild zusammengewürfelte St. Galler Kader durchaus zu Positivem imstande ist.

Wicky einzig mit dem Resultat unzufrieden

Beim FC Basel trat dagegen ein, was man tunlichst vermeiden wollte: Vor dem kapitalen Hinspiel der Champions-League-Qualifikation bei PAOK Saloniki nahm die Anspannung weiter zu. Allerdings war es keineswegs ein schlechter Auftritt der Basler, die auf das 0:5 im letzten Testspiel gegen Feyenoord Rotterdam reagieren wollten und es auch taten. Es war nicht abwegig, dass Trainer Raphael Wicky einzig mit dem Resultat unzufrieden war. Sogar sehr zufrieden sei er mit der Leistung, sagte er. «So viele Abschlüsse hatten wir in der letzten Saison wohl in keinem Spiel.» Etwas übertrieben klagte der im Abschluss glücklose Albion Ajeti: «Fussball ist ungerecht!»

Tatsächlich hatten die Basler, bei denen Neuzugang Aldo Kalulu auf Anhieb auf der Zehnerposition überzeugte und einzig Valentin Stocker abfiel, diverse Möglichkeiten. Einen Treffer erzielten sie selbst aber nicht; der Ausgleich zum 1:1 in der 66. Minute war ein Eigentor. Jordi Quintilla köpfelte eine scharfe Flanke von Kevin Bua sehenswert ins eigene Tor.

Ex-Basler bringen die Entscheidung

Abgesehen von dieser Szene kamen die Hauptprotagonisten auch auf St. Galler Seiten aus Basel: Der vom FCB nach einer Ausleihe definitiv abgegebene Cédric Itten brachte die Gäste in der 56. Minute mit einem schönen Schlenzer aus knapp 20 Metern in Führung, und Marco Aratore, der in der 94. Minute entscheidend abschloss, ist ebenfalls ein gebürtiger Basler.


Basel - St. Gallen 1:2 (0:0)
25'648 Zuschauer. - SR San.

Tore: 57. Itten 0:1. 66. Quintilla (Eigentor) 1:1. 94. Aratore 1:2.
Basel: Omlin; Widmer (67. Riveros), Suchy, Frei, Petretta; Serey Die, Zuffi; Bua (83. Van Wolfswinkel), Kalulu, Stocker (64. Oberlin); Ajeti.
St. Gallen: Stojanovic; Tschernegg, Silvan Hefti, Vilotic, Wittwer; Quintilla; Tafer (77. Aratore), Kutesa (68. Sierro), Ashimeru; Itten (89. Buess), Ben Khalifa.
Bemerkungen: Basel ohne Balanta, Campo, Kuzmanovic und Xhaka (alle verletzt), St. Gallen ohne Barnetta, Kchouk, Bakayoko (alle Trainingsrückstand), Wiss, Nias Hefti (beide überzählig), Koch, Muheim und Kräuchi (alle verletzt).
Verwarnungen: 20. Quintilla (Foul). 38. Vilotic (Foul). 44. Ajeti (Foul). 59. Tschernegg (Foul). 65. Kutesa (Foul). 69. Kalulu (Unsportlichkeit). 93. Serey Die (Foul).

Super League. 1. Runde
Samstag: Basel - St. Gallen 1:2 (0:0). Luzern - Neuchâtel Xamax 0:2 (0:1).
Sonntag. 16.00 Uhr: Sion - Lugano. Young Boys - Grasshoppers. Zürich - Thun.

Rangliste: 1. Neuchâtel Xamax FCS 1/3 (2:0). 2. St. Gallen 1/3 (2:1). 3. Grasshoppers 0/0 (0:0). 3. Lugano 0/0 (0:0). 3. Sion 0/0 (0:0). 3. Thun 0/0 (0:0). 3. Young Boys 0/0 (0:0). 3. Zürich 0/0 (0:0). 9. Basel 1/0 (1:2). 10. Luzern 1/0 (0:2).

Fussball

(var/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • tati am 21.07.2018 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    einfach nur peinlich

    einfach nur peinlich dieser fcb. st gallen hat 3 tore gemacht, fcb keins...

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  • Walter Borpa am 21.07.2018 19:38 Report Diesen Beitrag melden

    Karten neu gemischelt

    Streller ist wieder so nervös, dass ihm fast die Jasskarten aus den Händen gefallen wären.

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  • Paul am 21.07.2018 19:00 Report Diesen Beitrag melden

    Das wichtigste Spiel

    Klar, der Herr Wicky weiss schon, dass er bereits mit einem Bein aus dem Arbeitsvertrag draussen ist. Selbst bei einem Titelgewinn ist seine Position nicht zementiert.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Pedroestrich am 22.07.2018 17:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Joggeli bald nurnoch Halbvoll?

    Jetzt wird die durchschnittliche Zuschauerzahl im Joggeli rapid fallen. Kein Wunder da der Grossteil der Baselfans aus erfolgsgeilen Modefans der Restschweiz besteht. Nichtsdestotrotz Respekt an die Muttenzerkurve, welche die potenteste Fankurve der Schweiz hat. Gruss aus SG

  • Tom am 22.07.2018 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wicky

    Wicky ... Verlieren ist nicht so schlimm, tut nicht mehr Weh denn daran wirsd du dich gewöhnen.

  • Brumm am 22.07.2018 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wer verliert denn schon die Nerven?

    Hier wird geredet wie vor dem letzten Spieltag, dazu war es ein gutes Erstrundenspiel. Da war alles drin. Wer verliert denn schon die Nerven

  • Marc Nauer am 22.07.2018 11:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frei und Stocker, oje

    Ich finde, man sollte es jetzt offen sagen: Fabian Frei und Valentin Stocker kommen seit ihrer Rückkehr zum FCB nicht auf ihre Leistung. Frei ist ungenügend, und Stocker ist ein Ausfall. Es war ein schwerer Fehler von Streller, zwei Kumpels aus Deutschland zurückzuholen - wo sie nie reüssiert hatten. Frei und Stocker haben ihre guten Zeiten gehabt. Man sollte sie an andere Klubs ausleihen, allerdings mit Millionen-Abschreibern. Und Streller sollte sich gut überlegen, ob er wirklich gemacht ist für das Amt des Sportchefs.

  • H. Bösch am 22.07.2018 11:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super!

    Da haben die arroganten Basler (Basel gehört sowieso zu D) wieder mal eine Riesenklatsche erhalten. Bravo!