Neue Rolle

24. September 2014 10:22; Akt: 24.09.2014 10:36 Print

Urs Meier: «Ich bin gerne der Gejagte»

von Sandro Compagno - Urs Meier besetzt jene Rolle, die in der Super League traditionell dem aktuellen Trainer des FC Basel zusteht. Meier ist für einmal nicht Jäger, sondern Gejagter.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Geht es nach dem 53-jährigen Zürcher, darf das ruhig so bleiben. «Ich bin gerne der Gejagte», sagt Meier und erklärt: «Es hält die Spieler wach, es hebt ihre geistige und körperliche Spannung und macht alles viel, viel einfacher.» Das ist die eine Seite, die andere ist die persönliche für Meier: «Die Situation macht mehr Spass, als Niederlagen zu erklären und Probleme in der Mannschaft zu lösen.»

DAS Eigentor

Es ist eine neue Rolle für Urs Meier. Als Spieler war er bei den Grasshoppers der fleissige Verteidiger, der den Stars den Rücken freihielt und die defensive Drecksarbeit verrichtete. Jene Szene, die vom Spieler mit der Nummer 2 in Erinnerung blieb, ist ein spektakuläres Eigentor im Cupsieger-Cup 1990 gegen Sampdoria Genua.

Als Trainer hiessen seine Stationen Baden, Solothurn, er war Nachwuchs-Koordinator in Thun und Assistenztrainer bei der Nationalmannschaft Liechtensteins, trainierte Nachwuchsmannschaften beim FC Zürich. Und als er im November 2012 beim FC Zürich den glück- und vor allem erfolglosen Rolf Fringer ersetzte, machte in den Medien das Wort «Billiglösung» die Runde.

Die Geringschätzung verletzte Meier. Auch weil ihm vorgehalten wurde, sein Rucksack sei zu leicht für den anspruchsvollen Job in der Super League. Beim nächsten Gespräch erschien Meier mit seinem detaillierten, mehrseitigen Lebenslauf, der sämtliche Stationen auflistete sowie seine Methodik im Detail beschrieb.

Unbefristeter Arbeitsvertrag

Zwei Jahre später spricht niemand mehr von Billiglösung, obgleich Meier beim FCZ noch immer mit einem unbefristeten, also kündbaren Arbeitsvertrag angestellt ist. Unter Meier spielt der FCZ nicht nur einen sehr attraktiven, sondern auch einen höchst erfolgreichen Fussball.

«Erfolge entstehen im Kopf», steht prominent im Lebenslauf von Urs Meier. Man wird den Eindruck nicht los, dass seine Botschaft bei den Spielern angekommen ist. Künstler wie Yassine Chikhaoui oder Davide Chiumiento sprinten verloren gegangenen Bällen hinterher, Amine Chermiti wirft sich im Cup bei Erstligist Black Stars am eigenen Strafraum in einen Schuss! Das Arbeitsethos Meiers scheint sich auf seine Mannschaft übertragen zu haben.

Am Mittwoch trifft der FCZ im Letzigrund auf den FC Aarau. Obgleich in der Favoritenrolle, warnt Meier vor den Gästen, denen er spielerische Fortschritte attestiert, und verlangt von seiner Mannschaft einen konzentrierten Auftritt: «Wenn man das Gefühl hat, es laufe von allein, kann es schnell abwärtsgehen.»

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mätti am 24.09.2014 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    nur:

    kämpfen, siegen, tabellenspitze!

  • Ein Zürcher am 24.09.2014 17:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nun gut

    Der FCZ ist diese Saison vermutlich der einzige Club, welcher dem FCB (evtl) das Waßer reichen kann. Mögen wir es ihnen doch gönnen mal an der Tabellenspitze zu stehen. Am Ende wird's dann aber wieder der FCB sein.

  • B.N. am 24.09.2014 10:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Schwalbe

    ....macht noch keinen Frühling und wen dann nicht beim FcZ...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ein Zürcher am 24.09.2014 17:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nun gut

    Der FCZ ist diese Saison vermutlich der einzige Club, welcher dem FCB (evtl) das Waßer reichen kann. Mögen wir es ihnen doch gönnen mal an der Tabellenspitze zu stehen. Am Ende wird's dann aber wieder der FCB sein.

  • Steven Gerrard am 24.09.2014 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Überbewertet

    Mal nicht abheben liebe FCZler. Am Ende wird GC euch auch noch kriegen und im Cup ist Cham auch Endstation.

    • Raheem Sterling am 24.09.2014 11:36 Report Diesen Beitrag melden

      Lass Ihnen doch die Freude :)

      Hey Stevie G ;) Lass denen doch die Freude...wie gut sie sind hat man ja in der EL gesehen :) am Ende so oder so Basel Meister :)

    • U. Eli am 24.09.2014 13:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Neid?

      von Abheben war im Artikel in keinster Weise die Rede. Hier wird nur sachlich erklärt, wie der FCZ mit einem Trainer mit wenig Erfahrung relativ erfolgreich zu Werke geht. Meiner Meinung nach spricht hier nur der Neid eines Fans, dessen Mannschaft nicht einmal mehr Zuschauer als der FC Vaduz ins Stadion locken kann. Züri isch ois!

    • tschuldigung am 24.09.2014 13:56 Report Diesen Beitrag melden

      nenee

      sorry, so einfach geht es diese saison nicht mit dem meistertitel! der gehört nach zürich ;)

    einklappen einklappen
  • mätti am 24.09.2014 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    nur:

    kämpfen, siegen, tabellenspitze!

  • B.N. am 24.09.2014 10:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Schwalbe

    ....macht noch keinen Frühling und wen dann nicht beim FcZ...