Rotblauer Torgarant

27. Juli 2014 22:14; Akt: 27.07.2014 22:14 Print

Streller mit 100. Ligator für den FC Basel

von Eva Tedesco - Kaum genesen, trifft er auch schon wieder. Marco Streller bringt seinen FCB beim 3:0-Heimsieg gegen Luzern 1:0 in Führung und darf sein 100. Meisterschaftstor für Basel bejubeln.

Captain Marco Streller erzielte beim 3:0-Sieg der Bebbi gegen Luzern sein 100. Meisterschaftstor im rotblauen Dress. (Video: 20 Minuten)
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In seinem ersten Spiel brauchte Marco Streller lediglich 22 Minuten, bis er für seinen FCB wieder traf. David Zibung kann einen Distanzschuss von Shkelzen Gashi lediglich wegfausten. Basels paraguayischer Neuzugang Derlis Gonzalez passte zurück in den Strafraum, wo Streller goldrichtig steht und zur rotblauen Führung trifft. Der FCB-Captain, der wegen einer Angina den Saisonauftakt in Aarau noch verpasst hatte, meldete sich eindrücklich zurück. Auf den «Capitano» ist halt Verlass.

«Das ist das Ziel, dass man sich auf jeden Spieler verlassen kann. Ich weiss, dass ich Mitspieler habe, auf die ich mich verlassen kann und ich habe einen Trainer, auf den ich mich verlassen kann. Ich bin sehr glücklich im Moment», sagt Streller. «Ich habe die Tore nicht gezählt, aber ich habe nun so viel von dieser Zahl gehört, dass ich mir vorstellen kann, dass es das 100. Tor für den FCB ist». Und es ist so: Für den Stürmer mit dem rotblauen Herz und erfolgreichsten FCB-Captain der Neuzeit war es der 100. Meisterschaftstreffer im 210. Ligaspiel im rotblauen Dress.

Noch läuft nicht alles rund beim FCB

Eine besondere Bedeutung misst er dem Treffer nicht bei. Aber Streller weiter: «Ein Tor tut immer gut, das ist klar. Aber ich habe schon gemerkt, dass ich acht Tage wirklich flach gelegen und noch nicht topfit bin, Aber das ist wohl menschlich.»

Top war die Leistung der Bebbi noch nicht - trotz dem deutlichen Resultat. Die erste Halbzeit der Bebbi war gut, aber nach der Pause spielte der Serienmeister die Zeit ab. Er kam mit Giovanni Sio (75., 90.) noch zu zwei Torchancen, die der Stürmer aber kläglich ausliess und durch einen Treffer von Davide Callà in der Nachspielzeit noch zu einem Tor, aber sonst verbrachte FCL-Keeper David Zibung ruhige zweite 45 Minuten. Für ein Spiel gegen Basel «ausserordentlich ruhige» wie er selber sagt. «Es gab keinen Grund in der zweiten Halbzeit alles nach vorne zu werfen, wenn wir 2:0 am gewinnen sind», sagt FCB-Verteidiger Fabian Schär dazu.
FCB-Verteidiger Fabian Schär äussert sich nach dem Sieg gegen den FCL. (Video: 20 Minuten)

Das neue Gesicht der Mannschaft

«Dass man zu Beginn einer Saison noch nicht das ganz grosse Spektakel erwarten kann, ist klar. Nichtsdestotrotz – ein 3:0 im ersten Heimspiel unter einem neuen Trainer ist sehr gut», sagt Streller. Im Prinzip genügte gegen müde Luzerner – der FCL hatte vom Donnerstag noch 120 Spielminuten, ein Penaltyschiessen im Europacup und eine lange Heimreise in den Beinen – eine gute erste Halbzeit ja. Insbesondere, wenn Streller und Shkelzen Gashi mit solcher Effizienz den Unterschied ausmachen. In der 39. Minute konnte der letztjährige Torschützenkönig der Liga zum 2:0 erhöhen.

Streller: «Wir haben sicher ein neues Gesicht. Nicht nur auf dem Trainerstuhl, sondern auch in der Mannschaft. Wir haben einige Leistungsträger verloren, haben aber auch spektakuläre Transfers gemacht, die aber noch Zeit brauchen. Wir haben gewusst, dass es einen grossen Umbruch gibt und wir haben auch gewusst, dass wir am Anfang so viele Punkte holen müssen wie möglich. Jetzt sind es nach zwei Spielen sechs und so kann es weiter gehen.»
Shkelzen Gashi zu seinem Heim-Debüt für den FCB. (Video: 20 Minuten)