Super League

06. Februar 2018 13:58; Akt: 07.02.2018 06:12 Print

Constantin entlässt Trainer Gabri

Der FC Sion hat sich von seinem Coach Gabri getrennt. Die Nachfolge beim Tabellenletzten der Super League wird intern geregelt.

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Der U21-Trainer des FC Sion übernahm interimistisch das Traineramt des geschassten Gabri. Nach Irrungen und Wirrungen haben sich nun der Italo-Berner und der mächtige Präsident finanziell einigen können. Rund dreieinhalb Monate war der 38-jährige Spanier im Wallis tätig. Dann wurde es CC ein weiteres Mal zu bunt: Entlassung. Gabri wird nach nur einem Spiel der Rückrunde, einer 1:3-Heimpleite gegen GC, gefeuert. Der Italiener kommt von Lugano und ist der neue Hoffnungsträger im Wallis. Der Erfolg lässt jedoch auf sich warten, stattdessen muss Tramezzani nach einem schwachen Saisonstart gehen. Er soll den Wallisern zu neuem Schwung und zum 14. Sieg im 14. Cup-Final verhelfen: Sébastien Fournier wird interimistisch vom Nachwuchsverantwortlichen zum Trainer der ersten Mannschaft befördert. Sion verliert erstmals in seiner Geschichte einen Cup-Final, 0:3 gegen Basel. Ende Saison kehrt Fournier in den Nachwuchs zurück. Dem Deutschen gelingt ein guter Start im Wallis, doch nach der Winterpause sackt der Punkteschnitt zusammen. Das kostet ihn schliesslich den Platz an der Seitenlinie, obwohl er das Team in den Cupfinal geführt hat. Tholot kommt zum dritten Mal als Trainer zum Zug. Der ehemalige Sion-Spieler trainierte die Walliser bereits 2009 und 2003. Am 12. Mai 2015 wird der Vertrag des Franzosen frühzeitig um zwei Jahre verlängert. Am 12. August 2016 beschliessen Trainer und Präsident Constantin gemeinsam, die Zusammenarbeit zu beenden. Smajic (r.) springt im Wallis wieder ein. Er war bereits 2004 für vier Monate Trainer. Nun erhielt er einen Vertrag bis 2017. Der eigentliche Trainer mit Lizenz, Jochen Dries (l.), wirft den Bettel nach der 0:2-Niederlage gegen St. Gallen am 7. Dezember 2014 hin. Eigentlich hätte Claudio Gentile den FC Sion ab der Saison 2104/15 trainieren sollen, doch der Italiener taucht im Wallis nicht auf. Chassot wird zum neuen Übungsleiter ernannt. Sein Problem: Er besitzt nur das A-Diplom und nicht die für die Super League nötige Uefa-Pro-Lizenz. Christian Constantin hat eine Lösung gefunden: Dries, der bereits 1998 Sion-Coach war und eine Uefa-Pro-Lizenz besitzt, unterstützt Chassot. Claudio Gentile (2.v.l.) hätte am 9. Juni beim FC Sion anfangen sollen. Doch der Italiener tauchte nicht auf. Hier auf einem älteren Foto von 2002 (2.v.l.). Rechts neben ihm steht der junge Bernard Challandes, der auch schon unter Constantin als Trainer gedient hat. Auf die Rückrunde der Saison 2013/14 übernimmt Ponte von Laurent Roussey. Für den 58-jährigen Aargauer ist Sion die erste Station in der höchsten Schweizer Spielklasse seit dem FC Luzern in der Saison 2001/2002. Doch am Ende der Saison erhält Ponte keinen neuen Vertrag. Roussey wird von CC auf die Strasse gestellt. Fünf Niederlagen in Serie und das frühe Cup-Aus in Luzern sind dem Sion-Boss zu viel. Decastel übernimmt den Posten von Rossini. Er selbst wurde erst im letzten Oktober nach 57 Tagen im Amt als Sion-Trainer entlassen. Das nächste Mal Schluss ist aber bereits wieder am 21. Oktober 2013, nachdem er mit den Sittenern in 12 Spielen nur 11 Punkte holen konnte. Rossini hat die nötige Uefa-Pro-Lizenz und wird den FC Sion zusammen mit Spielertrainer Gennaro Gattuso coachen. Er fliegt am 13. Mai 2013 bereits wieder. Gattuso bleibt dem Verein als Spieler erhalten. Gattuso waltet als Spielertrainer im Wallis. Erst wird ihm wegen der fehlenden Lizenz Arno Rossini zur Seite gestellt, dann wird er wieder zum Spieler degradiert. Muñoz übernimmt die Nachfolge von Pierre-André Schürmann, kann sich aber nur gut zwei Monate halten. Schürmann erhält nur einen befristeten Vertrag bis zum Ende der Hinrunde. Nach fünf Spielen verzichtet CC auf eine Verlängerung. Nach nur 57 Tagen im Amt muss Decastel gehen, Nachfolger wird der ehemalige Schweizer U21-Nationaltrainer Pierre-André Schürmann. Nach einem 0:3 gegen den FC St. Gallen hält Fournier vor seinen Spielern eine Brandrede und beschimpft diese aufs Übelste. Zwar entschuldigt er sich, doch aller Kredit ist verspielt. Nur wenige Tage danach nimmt er seinen Hut. Petkovic verlor drei seiner vier Spiele als Sion-Trainer, konnte die Walliser in der Barrage gegen Aarau aber dennoch vor dem Abstieg retten. Ein Angebot von Lazio Rom war schliesslich verlockender, als unter Constantin zu arbeiten. Roussey hielt es über 400 Tage unter der Herrschaft Constantins aus, dann trat er völlig überraschend zurück. Der entlassene FCZ-Meistertrainer hielt es im Wallis nicht lange aus. Der Franzose ist im Wallis kein Unbekannter. Von 1997 bis 1999 stürmte er für Sion und 2003 war er als Spielertrainer tätig. Zermatten war schon nach dem Krankschreiben von Stielike im Trainerstab und ist mit Barberis gleichberechtigt. Ausgerechnet an Weihnachten präsentiert CC seinen neuen Trainer. Umberto Barberis übernimmt zum zweiten Mal in Sion. Stielike wurde von Constantin lange in Ruhe gelassen. Mitte November wurde Stielike aber «krank» und CC übernahm auch noch den Trainerposten. Bigon sprang wieder einmal als Notnagel ein und durfte dieses Mal neun Spiele an der Seitenlinie stehen. Nur acht Spiele überlebte das Duo. Nach Meinungsverschiedenheiten holte Constantin Bigon an die Seitenlinie zurück. Constantin gab Bigon bei seinem zweiten Versuch ungewöhnlich viel Zeit. Am Ende wurde auch er seines Postens enthoben. Gabet Chapuisat war das letzte Opfer von Sion-Präsident Constantin in der Entlassungsserie der Saison 2006/07. Marco Schällibaum musste den Trainerstuhl nach zwei Monaten bereits wieder räumen. Moulin kommt nochmals zum «Handkuss». Didier Tholot übernahm noch im selben Jahr. Bereits im November wird ihm Guy David als Assistent zur Seite gestellt - kurz darauf mit Ami Rebord ein dritter Trainer. Im Mai werden alle drei rausgeworfen. 2003 kommt Constantin zurück und stellt als ersten (und insgesamt neunten) Trainer Charly Rössli ein. Richard zum dritten - und vorläufig letzten Mal: Constantin gab 1997 das Sion-Präsidium ab. Richards zweites Engagement unter Constantin. In Constantins erster Amtszeit (1992-1998) wurde Trossero als Erster ersetzt.

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Beim FC Sion kommt es zum nächsten Trainerwechsel. Der Spanier Gabri muss nach der 1:3-Niederlage im Startspiel zur Rückrunde gegen die Grasshoppers gehen. Nachfolger ist Maurizio Jacobacci (55), der bisherige Trainer des U21-Teams von Sion in der Promotion League.

Jacobacci war in der Saison 2007/2008 für neun Meisterschaftsspiele schon einmal Trainer des Super-League-Teams der Walliser. In der letzten Saison war er beim Challenge-League-Club Wil tätig. In Wil war der Vertrag von Jacobacci am Ende der laufenden Saison nach elf Spielen nicht erneuert worden. Auf die neue Saison hin wurde Jacobacci von Sions Präsident Christian Constantin als Trainer der U21 von Sion zurückgeholt.

Erfolge in der Deutschschweiz

Seine grössten Erfolge als Trainer feierte Jacobacci bei seinem Engagement beim FC Schaffhausen (2011 bis 2016), den er mittels Durchmarsch von der Ersten Liga in die Promotion und dann in die Challenge League (2013) führte und dort etablierte. Vor seinem Wirken in Schaffhausen hatte Jacobacci schon Kriens in die Challenge League geführt.

Jacobacci ist bei Sion der dritte Trainer in der laufenden Saison nach Paolo Tramezzani und Gabri, der sein Amt am 25. Oktober 2017 angetreten hatte. Das Team sackte vom 7. Platz ans Tabellenende ab und weist nun einen Rückstand von sechs Punkten auf den rettenden 9. Rang auf. In acht Spielen kassierte Sion unter Gabri sechs Niederlagen und 22 Gegentore.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • walter45 am 06.02.2018 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Ich frage mich

    nur, wieso ein Trainer bei Sion überhaupt unterschreibt. Wohl nur um des Geldes Willen.

    einklappen einklappen
  • Peter am 06.02.2018 14:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Wallis nichts Neues

    Jetzt bin ich aber perplex ... das ist neu beim FC Sion und kommt völlig unerwartet!

    einklappen einklappen
  • Menion Leah am 06.02.2018 14:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das wusste man schon...

    ...vor Wochen dabei muss man nicht mal ein Orakel sein

Die neusten Leser-Kommentare

  • CC am 08.02.2018 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    Fc Sion

    Wie lange wollt ihr noch den Artikel stehen lassen?

  • Don Pablo am 07.02.2018 23:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oha wo liegt da wohl das Ptoblem? CC

    Krass der lässt mehr Trainer durch als manch anderer Socken

  • alessi am 07.02.2018 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mit Disziplin und Nachhaltigkeit zum Erfolg...

    ist die Devise des FC Sion Präsidenten. Das kann keiner abstreiten, in Sachen Trainerwechsel und somit in taktischer Hinsicht tickt der FC Sion präzise wie eine Schweizeruhr. Jetzt müssen nur noch die Punkte her und dann ist der Erfolg perfekt! Hopp FC Sion, der nächste Trainer wird eine Trainerfrau sein, die weiss wie Il Präsidente zu überzeugen ist und zeigt wer die Hosen an hat!

  • Sasch47 am 07.02.2018 19:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts Neues

    Schreibt doch bitte erst wieder über Sion, wenn ein Trainer länger als 6 Monate im Amt ist. Alles andere nervt!!

  • KickerOnFire am 07.02.2018 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Rat an CC: 4 Trainer !

    Logo kann es nicht funktionieren...mit bloss 1 Trainer... ALSO: Koller für den Goalie Fischer für die Abwehr Weiler für's Mittelfeld Gross für die Stürmer Immer der Schlechteste wird nach jedem Spieltag ersetzt, die anderen 3 bleiben. Ergibt immerhin eine gewisse Kontinuität :-)