Wimbledon, 2. Runde

23. Juni 2011 16:08; Akt: 23.06.2011 22:23 Print

Djokovic locker - Li Na schon draussen

Novak Djokovic bekundet auch in der zweiten Runde in Wimbledon keinerlei Probleme. Der Serbe fegt Kevin Anderson in drei Sätzen vom Platz. Bei den Frauen blieb French-Open-Siegerin Li Na bereits in der 2. Runde hängen.

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Novak Djokovic küsst zum ersten Mal den Siegerpokal von Wimbledon. Ein unbeschreibliches Gefühl für den Serben. Er kann es kaum fassen ... ... und blickt fragend in die Kamera. Ja, lieber Novak, du hast wirklich gewonnen! Vom unterlegenen Rafael Nadal gabs Gratulationen. Der Siegesschrei des Serben. Rafael Nadal macht also zweimal Zweiter: Er verliert das Endspiel gegen den Serben - und die Spitzenposition in der Weltrangliste. Diese hätte er aber auch bei einem Turniersieg auf dem heiligen Rasen abgeben müssen. Djokovic in Übergrösse: ganz Serbien fiebert heute mit dem Tennis-Idol aus Belgrad mit. Petra Kvitová kann es kaum fassen - sie gewinnt bei ihrer ersten Finalteilnahme gleich ihr erstes Grand-Slam-Turnier. Maria Scharapowa hatte das Nachsehen. Trophäenvergleich: Ja, Petras Auszeichnung ist die schönere. Stereo-Schweisswischen bei Robert Lindstedt (r.) und Horia Tecau im Doppel-Final ... ... genauso wie bei ihren Gegnern, den US-Zwillingen Bob (r.) und Mike Bryan. Auch der Pokal wird stereo geknutscht. Er ging an die beiden Amerikaner. Rafael Nadal kann nach den French Open auch Wimbledon gewinnen - die Nummer Eins muss er aber vorerst an Novak Djokovic abgeben. Die Leiden des Lokalmatadoren Andy Murray. Die Fans von der Insel litten mit Murray mit - auch dieses Jahr gibt es keinen britischen Wimbledon-Sieger. Andy Murray konnte sich strecken wie er wollte - sein Gegner war heute zu stark für ihn. Novak Djokovic ist nach seinem Viersatzsieg gegen Jo-Wilfried Tsonga die neue Nummer 1 im Herrentennis. Die beiden Spieler lieferten sich Ballduelle bis zum Umfallen. Djokovic musste sich den Sieg hart erarbeiten. Tsonga kam schön ins Schwitzen. Pippa Middleton ist genaue Beobachterin. Polizeischutz für Lokalmatador Andy Murray. Was sagen sich wohl Sania Mirza und Elena Vesina im Frauen-Doppel? Jubel der Bryan-Brüder im Herren-Doppel. Lockere Trainingseinheit für Maria Scharapowa einen Tag vor dem Final. Ein paar Bälle hat die Russin auch noch geschlagen. Maria Scharapowa im Spiel gegen Sabine Lisicki. Sabine Lisicki freut sich an der Tatsache, dass sie im Halbfinal spielen darf. Der Zopf von Petra Kvitova fliegen durch die Luft. Victoria Azarenka hat fast die gleiche Frisur. Optisch sind die beiden Halbfinalistinnen sowieso sehr ähnlich. Rafael Nadal steigt nicht zum Kopfball hoch, er freut sich. Die Fans am Mount Murray bei der Partie des Schotten gegen Lopez. Früher war der Hügel in Wimbledon als Henman Hill bekannt. Auch im Stadion hat Tim (Henman) die britischen Fans an Andy Murray verloren. Nachschub. Aus für Roger Federer: Der Schweizer scheitert an Jo-Wilfried Tsonga mit 6:3, 7:6 (7:3), 4:6, 4:6, 4:6. Grosse Freude bei Tsonga nach dem zweiten Sieg gegen Federer im sechsten Duell. Der Franzose überzeugte mit seinem Aufschlag ab dem dritten Satz. Der Moment des Triumphs. Tsonga kann es kaum glaubenn. Au revoir, Roger Federer. Jo-Wilfried Tsonga musste gegen Federer leiden - doch am Ende siegte er in fünf Sätzen. Ein Fan des Schweizers. Roger Federer macht sich bereit für seinen Einsatz gegen Jo-Wilfried Tsonga. Diese Fans unterstützen... ...Bernard Tomic. Er muss gegen Novak Djokovic ran. Die australischen Fans waren schon immer auffällig. Auf zu neuen Taten: Bernard Tomic. Novak Djokovic tat sich schwer mit dem aufstrebenden Youngster. Doch am Schluss setzte sich der Serbe gegen den Australier durch. Rafael Nadal konnte nach seinem Sieg gegen Mardy Fish zu einem Freudensprung ansetzen. Andy Murray winkt nach seinem Erfolg gegen Feliciano Lopez dem Publikum zu. Nach Kate am Montag war dieses Mal Schwester Pippa auf der Tribüne. Maria Sharapova bejubelt ihren Einzug ins Halbfinal. Auch Viktoria Azarenka... ...kann sich freuen. Was diese Geste wohl bedeuten soll? Ihre Gegnerin Tamira Paszek findet es zumindest nicht so toll... Rafael Nadal scheint im Training nicht so glücklich... ...ob der Fuss immer noch weh tut? Petra Kvitova scheint da zufriedener. Sie freut sich über ihren Sieg gegen tsvetana Pironkova. Sabine Lisicki wehrt sich in allen Lagen gegen die Französin Marion Bartoli. Man könnte meinen, dass Sabine Lisicki... ...und Marion Bartoli sich im «Sitzen» duellieren. Wieder einmal zeigte sich das Wetter in Londen nicht so gnädig. Der Regen machte das Spielen auf den Aussenplätzes lange Zeit unmöglich. Michail Juschni landet gegen Roger Federer im Netz. Der Russe verstand die Welt nicht mehr. Roger Federer sprintet ins Viertelfinale. Und so freut sich Mirka Federer. Gute Stimmung auch bei den Royals: Kate macht die Welle. Und dann sorgt auch der Prinz für die La Ola. Die Becker-Faust in der Mama-Murray-Version. Und daneben Freundin Kim Sears. Spektakulär: Die Luftansicht der Tennisanlage an der Church Road. Rafa Nadal: Durchgekämpft. «I'm the man.» Jo-Wilfried Tsonga feiert den Sieg über David Ferrer. Beim Spiel Federer gegen Juschni feierten sich die Fans mit einer Welle gleich selbst. Nadal mit fragendem Blick und schmerzendem Fuss in der Partie gegen Del Potro. Der baumlange Del Potro rutschte aus und musste ein Medical-Timeout nehmen. Novak Djokovic machte mit Michael Llodra kurzen Prozess und siegte in drei Sätzen. Caroline Wozniacki, die Nummer 1 im Frauentennis, ist draussen, Niederlage gegen Cibulkova. Siegen macht glücklich: Marion Bartoli nach ihrem Sieg gegen Serena Williams Serena Williams dagegen könnte sich in den Allerwertesten kneifen. Nach getaner Arbeit kann Murray sein Arbeitsinstrument wieder einpacken. Geteiltes Leid ist halbes Leid - das gilt auch für die Hitze auf den Rängen. Nicht immer ist Andy Murray elegant am Werk. Venus Williams hingegen schon. Andy Murrays Herzdame Kim Sears schwingt ihre Mähne. F1-Pilot Mark Webber schaute kurz in Wimbledon vorbei. Königlicher Besuch: Catherine, Duchess of Cambridge, und Prinz William, Duke of Cambridge. Heisser Montag in Wimbledon. Jeder auf seinem Platz. Nach dem spielfreien Sonntag haben doch nicht alle Fans genügend Schlaf bekommen. Novak Djokovic musste sich gegen Marcos Baghdatis strecken. Seinen Frust im zweiten Satz - welchen er verlor - liess er am Racket aus. Dieses war danach nicht mehr zu gebrauchen. Das ist nicht das Werk des Serben, sondern von Jürgen Melzer. Er hatte ebenfalls wenig Freude. Dafür grüsst Michail Juschni einmal mehr. Er trifft jetzt auf Federer. Fans versuchen auf Court 18 zu spähen. Pause für die Tennis-Fans am Henman Hill. So siehts im Übertragungswagen der BBC aus. Ja, auch Ballgirls können sich verletzen. Kein Platz auf der Haupttribüne für diesen Fan. Dafür zeigt sich Nadals Freundin Maria Francisca Perello, "Xisca" auf dem Court 1. Maria Scharapowas Textiltest. Gael Monfils. Der Regen dominierte am Freitag. Britischer Humor. «Schau mir in die Augen Baby» - Ivan Ljubicic und Andy Murray nach der Nightsession. Victoria Azarenka: Zunge und Zeigefinger raus nach dem Sieg gegen Daniela Hantuchova. Rafael Nadal flüchtet nach dem 7:6 (8:6) nach dem ersten Satz gegen Gilles Muller vom Regen in die Kabine. Schnell werden die Plätze dann mit einer Plane überdeckt. Nicht überall herrscht strenger Dresscode in Wimbledon. Andy Roddick scheitert in der dritten Runde. Scheint nicht glücklich zu sein: Maria Jose Martinez Sanchez. Yanina Wickmayer präsentiert ihre Ohrringe. Tsvetana Pironkova zaubert einen Ball für den Service hervor. Pause für die Balljungen. Auf gehts zum fünften Tag in Wimbledon. Die Fan-Rackets sind mit am Start. Ob Roger Federer dem netten jungen Herrn mit der Brille auf die Shorts unterschrieben hat? Jo-Wilfried Tsonga wie er leibt und lebt. Der Franzose feiert seinen erkämpften 6:7 (4:7), 6:4, 6:4, 7:6 (10:8) Sieg gegen Grigor Dimitrov. Danach kümmerte er sich auch noch um seinen enttäuschten Gegner. Ryan Harrison nutzt den Platz bis auf den letzten Millimeter aus. Alles bereit für die Deutsche Sabine Lisicki. So spannend kann Wimbledon sein... ...denn wenns regnet, heissts: Plache drüber und Tee trinken. Marcos Baghdatis: Wozu erfand man eigentlich Taschentücher? Robin Söderling kann sein Fünfsatzsieg gegen Lleyton Hewitt kaum glauben. Novak Djokovic verteilt nach dem Sieg gegen Kevin Anderson Autogramme. Ein Kämpfer, wie er im Buche steht: Lleyton Hewitt. Ehefrau Bec Cartwright scheint sich zu amüsieren. Freude bei Ana Ivanovic. Francesca Schiavone entschuldigt sich bei einem Unparteiischen. Sie hatte diesen umgerannt. Yanina Wickmayer gönnt sich unter fast strahlend blauem Himmel einen Schluck. Bethanie Mattek-Sands mit eigenwilliger Augenschminke. Und origineller Jacke. Bei Agnieszka Radwanska müssen dafür die Nägel stimmen. Gael Monfils wie man ihn kennt. Hier muss der Franzose kurz unten durch. Von hinten ist Monfils an den Haaren zu erkennen. Stephanie Dubois nimmts locker. Milos Raonic dafür weniger. Das hätte auch ins Auge gehen können, sagt sich wohl Gilles Simon. Weiss Rafael Nadal, wo er hin muss? Seine Freundin Maria Francisca Perello würde es ihm wohl zeigen. Andy Roddick braucht viel Puste. Andy Murray ärgert sich dafür wieder einmal. Fernando Verdasco hat den Durchblick. Die Japanerin Kimiko Date-Krumm verlangte Venus Williams alles ab, verlor am Ende in drei Sätzen. Kimiko Date-Krumm steigt über die Regenplanen. Der Centre Court kann bekanntlich geschlossen werden. Für alle anderen Plätze hiess es: Regenpause. Die Fans am Henman Hill (oder auch Mount Murray) harren aus. Und haben gar Spass im Regen. Oder verpflegen sich im Trockenen. Bisschen drängeln und dann wird niemand nass... Royaler Besuch: Camilla mit den Ballkindern. Fans bis auf die Beine. Rafael Nadal kämpft sich ebenfalls durch den Regen in Wimbledon. Der Franzose Benoit Paire fliegt durch die Luft. Und nochmals Paire. Der Schläger, das eine Bein und der Schatten von Michael Llodra. Lleyton Hewitt feiert mit seinen Fans den Erstrundensieg. Alle wollen das Schweissband von John Isner. Der Amerikaner besiegte Nicolas Mahut in der Revanche des Weltrekordmatches. Beliebte Maria Scharapowa. Jo-Wilfried Tsonga am Boden und ... ... beim Zaubern. Und noch einer packt einen Zauberschlag aus: Novak Djokovic. Spezieller Blickwinkel. Star für einen Moment: Dieser Fan lässt sich feiern nachdem er den Ball gefangen hat. Ob sie es auch gesehen hat? US-Sängerin Diana Ross mit selbstgemachtem Fernglas. Zwischenverpflegung muss sein. Lustige Fans am Centre Court. Der Centre Court als Fischauge. Roger Federer, der Wirbelwind von Wimbledon. Philipp Petzschner beim Sitzfussball. Marco Baghdatis und die perfekte Streckung. Victoria Azarenka hüllt sich gerne in Tücher. Der Brite Daniel Evans kriecht auf allen Vieren. Caroline Wozniacki demonstriert Beweglichkeit. Netz-Kniefall der Serbin Jelena Jankovic. Daniela Hantuchova hat die Haare schön. Taiwanische Fans verfolgen das Spiel von Kai-Chen Chang gegen Marina Erakovic. Andy Roddicks Freundin Brooklyn Decker mit luftiger Frisur. Serena Williams hat praktisch die gleichen Oberarme wie Rafael Nadal. Novak Djokovic wird durch das Gelände eskortiert. Alles muss auf Bild festgehalten werden. Erinnerungen an letztes Jahr. Für Andy Murray lief in der ersten Runde nicht alles ideal. Trotzdem ging der Schotte am Ende als Sieger vom Platz. Magdalena Rybarikovas Haare fliegen durch die Luft. Die Bekleidung der Fans wird auch immer kreativer. Regen in Wimbledon - keine Seltenheit. Es scheint kalt zu sein: Jelena Dokic. Gaël Monfils oder auch «Der mit dem Ball tanzt». Man könnte meinen, dass Andy Murray auf der Tribüne sitzt.... ...bei «Rafa» sieht es aber noch echter aus. Michael Russel «fliegt» zum Ball. Rafael Nadal müht sich mit seinem Shirt ab. Potito Starace führt Federers Zauberschlag vor. Ob er erfolgreich war, ist unklar... Vera Zvonareva machts wie Robin Söderling. Die Amerikanerin Alison Riske verrenkt sich, um den Ball der Russin Vera Zvonareva zurückspielen zu können. Venus Williams präsentierte sich in einem speziellen Outfit... ...auch von hinten fällt das Tenue auf. Roger Federer im Regen. Die Wetterprognosen für die ersten Tage des Turniers sind alles andere als rosig. Andy Murray sieht erschöpft aus. Halt er den Erwartungen in seiner Heimat Stand? Irgendetwas scheint mit Nadals Schläger nicht zu stimmen. Caroline Wozniacki: Dynamisch wäre anders... Welcome back: Serena Williams ist nach langer Verletzungspause wieder zurück auf der Tour. Was ist den so witzig, Rafael Nadal? Ein Fan versucht Roger Federer beim Training zu fotografieren... ... ob er die Füsse des Meisters auch so gut erwischt hat? Federer im obligatorischen weissen Tenue. Rafael Nadal und Feliciano Lopez haben im Training wohl sehr geschwitzt. Ein frischer Shirt muss her... Der Regenschutz von Nadal erinnert eher an ein Schiedsrichter-Shirt. Wozniacki gibt auch im Training alles. Andy Murray braucht eine Pause. Venus Williams gewöhnt sich schon mal an das englische Wetter. Die Helfer dürfen auch schon den Ernstfall üben. Rafael Nadal scheint etwas irritiert zu sein. Wären wir auch bei diesem seltsamen Kragen ... Das Tableau muss noch bestückt werden. Ohne Leiter geht hier aber gar nichts. Maria Scharapowa fällt sonst auf dem Platz meist mit gewagten Outfits auf. Hier für einmal nur im öden «Trainingsfummel». Andy Murray mit einer klaren Botschaft. Die Williams-Schwestern ganz in Weiss.

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Novak Djokovic ist am Grand-Slam-Turnier in Wimbledon auch nach der 2. Runde und dem 6:3, 6:4, 6:2 gegen Kevin Anderson (ATP 36) noch ohne Satzverlust. Als erste der Favoritinnen scheiterte die French-Open-Siegerin Li Na, die gegen Sabine Lisicki verlor.

Für Novak Djokovic hatte es zu Beginn der knapp zwei Stunden dauernden Partie gegen Anderson nach einem noch deutlicheren Erfolg ausgesehen. Schnell führte der zweifache Halbfinalist von Wimbledon (2007/2010) 5:0, ehe der 2,03 m grosse Südafrikaner besser ins Spiel und bei Aufschlag des Serben immer wieder zu Chancen kam. Ernsthaft in Bedrängnis brachte er den 24-jährigen Australian-Open-Sieger aber nicht.

Der Weltranglisten-Zweite zeigte sich nach der Partie mit sich und der Welt rundum zufrieden: «Mehr kann ich nicht erwarten. Ich habe hervorragend retourniert und fühle mich körperlich sehr wohl auf dem Platz.» Im Gegensatz zu früheren Jahren sei er mit einer anderen Einstellung nach Wimbledon gereist. «Mein Selbstvertrauen ist sehr gross. Ich weiss, das ich gegen jeden Gegner gewinnen kann», so der Serbe, der bei einer Final-Qualifikation Rafael Nadal als Nummer 1 des ATP-Rankings ablösen würde.

Wesentlich mehr Probleme als Djokovic bekundete Robin Söderling, um in die 3. Runde einzuziehen. Gegen Lleyton Hewitt, den Wimbledon-Sieger von 2002, stand der Schwede kurz vor dem Ausscheiden. Nach einem 0:2-Satzrückstand setzte sich der als Nummer 5 gesetzte Schwede nach knapp vier Stunden doch noch 6:7 (5:5), 3:6, 7:5, 6:4, 6:4 durch. Trotz der knappen Niederlage gab der frühere Weltranglisten-Erste aus Adelaide, der in den vergangenen Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Im Entscheidungssatz lag Hewitt sogar mit einem Break in Führung, ehe Söderling doch noch die Wende schaffte.

Lisickis Rückkehr, Williams' Herz

Für die erste grosse Überraschung im Turnier der Frauen sorgte die Deutsche Sabine Lisicki (WTA 62), die die French-Open-Siegerin Li Na nach knapp zweieinhalb Stunden 3:6, 6:4, 8:6 niederrang. Zweimal servierte die Weltranglisten-Vierte Li zum Matchgewinn, zweimal gelang Lisicki das Rebreak. Beim Stand von 3:5 wehrte die Deutsche bei eigenem Aufschlag sogar zwei Matchbälle der Chinesin ab.

Nach dem Sieg auf dem überdachten Centre Court konnte die 21-Jährige die Tränen nicht mehr zurückhalten. Als «over the moon» bezeichnete Lisicki kurz nach Spielschluss ihre Gemütslage. Vor zwei Jahren war sie vom deutschen Boulevard nach ihrem ersten Turniersieg auf der Tour in Charleston als mögliche Nachfolgerin von Steffi Graf gefeiert worden. In den vergangenen zwei Jahren lernte die Berlinerin mit polnischen Wurzeln aber die Schattenseite des Spitzensports kennen. Aufgrund diverser Verletzungen fiel sie in der Weltrangliste aus den Top 200. Erst in den letzten Monaten kämpfte sich Lisicki im Ranking wieder nach oben und entschied zuletzt das Turnier in Birmingham für sich.

Zu Beginn des vierten Spieltags in Wimbledon, an dem der Spielbetrieb wegen Regens mehrmals unterbrochen werden musste, hatte Titelverteidigerin Serena Williams auch bei ihrem zweiten Auftritt in diesem Jahr Mühe bekundet. Gegen die 19-jährige Rumänin Simona Halep (WTA 58) verlor die 29-Jährige aus Florida den ersten Satz 3:6, ehe sie letztlich doch noch ungefährdet zu ihrem 201. Sieg an einem Grand-Slam-Turnier kam. Die Sätze zwei und drei entschied die vierfache Wimbledon-Siegerin 6:2, 6:1 für sich.

Während Williams auf den Platz mit ihren Gegnerinnen kein Erbarmen kennt, zeigte die frühere Nummer 1 abseits des Courts ein Herz für Schwächere. Am Vorabend ihrer Partie gegen Halep hatte sie sich mit Jack Marshall getroffen, einem fünfjährigen Knaben aus dem Norden Englands, bei dem vor mehr als einem Jahr ein Hirntumor festgestellt worden war. Williams, die Ende Februar eine lebensbedrohende Lungenembolie erlitten hatte, beschloss, den an Krebs erkrankten Jungen nach Wimbledon einzuladen und ihn zu treffen, nachdem Jacks Mutter vor dem Turnier via Twitter Kontakt zur 13-fachen Major-Siegerin aufgenommen hatte.


Wimbledon. All England Championships (16,7 Mio Euro/Rasen). Grand-Slam-Turnier.
Männer-Einzel. 2. Runde:

Roger Federer (Sz/3) s. Adrian Mannarino (Fr) 6:2, 6:3, 6:2. Novak Djokovic (Ser/2) s. Kevin Anderson (SA) 6:3, 6:4, 6:2. Robin Söderling (Sd/5) s. Lleyton Hewitt (Au) 6:7 (5:7), 3:6, 7:5, 6:4, 6:4. Yen-Sun Lu (Taipeh) s. Viktor Troicki (Ser/13) 7:6 (7:5), 6:4, 6:4. Michael Llodra (Fr/19) s. Ricardo Mello (Br) 6:2, 4:6, 6:2, 6:3. Xavier Malisse (Be) s. Florian Mayer (De/20) 1:6, 6:3, 6:2, 6:2. Juan Martin Del Porto (Arg/24) s. Olivier Rochus (Be) 6:7 (7:9), 6:1, 6:0, 6:4. Karol Beck (Slk) s. Guillermo Garcia-Lopez (Sp/26) 7:6 (7:5), 6:4, 3:6, 6:4. David Nalbandian (Arg/28) s. Andreas Maurer-Haider (Ö) 6:3, 3:6, 6:4, 6:4. Fernando Gonzalez (Chile) s. Rik De Voest (SA) 6:4, 6:4, 6:4. Marcos Baghdatis (Zyp/32) s. Andreas Seppi (It) 6:4, 7:6 (7:4), 7:5.

Frauen-Einzel. 2. Runde:
Sabine Lisicki (De) s. Li Na (China/3) 3:6, 6:4, 8:6. Francesca Schiavone (It/6) s. Barbora Zahlavova Strycova (Tsch) 7:5, 6:3. Serena Williams (USA/7) s. Simona Halep (Rum) 3:6, 6:2, 6:1. Swetlana Kusnezowa (Russ/12) s. Alexandra Dulgheru (Rum) 6:0, 6:2. Petra Cetkovska (Tsch) s. Agnieszka Radwanska (Pol/13) 3:6, 7:6 (7:5), 6:4. Nadia Petrowa (Russ) s. Anastasia Pawljutschenkowa (Russ/14) 6:3, 6:3. Julia Görges (De/16) s. Mathilde Johansson (Fr) 7:6 (12:10), 6:2. Ana Ivanovic (Ser/18) s. Eleni Daniilidou (Grie) 6:3, 6:0. Yanina Wickmayer (Be/19) s. Anna Tatischwili (Geo) 3:6, 6:4, 6:2. Flavia Pennetta (It/21) s. Jewgenija Rodina (Russ) 6:4, 6:2. Daniela Cibulkova (Slk/24) s. Polona Hercog (Sln) 6:2, 6:1. Maria Kirilenko (Russ/26) s. Tamarine Tanasugarn (Thai) 7:5, 7:5. Jarmila Gajdosova (Au/27) s. Andrea Hlavackova (Tsch) 7:6 (7:1), 6:3. Klara Zakopalova (Tsch) s. Lucie Safarova (Tsch/31) 6:0, 6:7 (3:7), 6:4. Tamira Paszek (Ö) s. Christina McHale (USA) 6:4, 6:1. Kateryna Bondarenko (Ukr) s. Sara Errani (It) 6:4, 5:7, 6:2. Misaki Doi (Jap) s. Jie Zheng (China) 6:3, 6:1.


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