Leichtathletik-WM

11. August 2013 18:51; Akt: 11.08.2013 19:24 Print

Büchler scheitert in der Qualifikation

Stabhochspringerin Nicole Büchler belegt in der Qualifikation mit 4,45 m den 15. Rang. Damit ist die WM für die 29-jährige Bernerin vorbei.

Bildstrecke im Grossformat »
Usain Bolt ist nicht zu stoppen: Mit der Staffel holt der Jamaikaner seine dritte Goldmedaille in Moskau. Das sind die schnellsten Füsse der Welt. Er hat sich den Gold-Schuh von Bolt geangelt. Die Bolt-Show geht barfuss weiter. Er kommt aus dem Strahlen nicht mehr raus. Natürlich darf seine legendäre Siegespose nicht fehlen. Dwain Chambers und seine Kollegen laufen hinter Jamaika und den USA auf den dritten Platz. Grund genug, den Party-Hut auszupacken. Etwas zu feiern hat auch der französische Dreispringer Teddy Tamgho. Er knackt als dritter Athlet die 18-m-Marke. Bittere Tränen gibts für Alysia Johnson Montano. Die US-Amerikanerin führt beinahe über die gesamte Distanz, wird aber kurz vor dem Ziel eingeholt. Hinzu kommt ein Sturz auf der Ziellinie. Da hilft selbst der Trost von der Teamkollegin nichts. Die Schweizer 4x100-m-Staffel mit Mujinga Kambundji, Marisa Lavanchy, Ellen und Lea Sprunger verbessert den Schweizer Rekord um 27 Hundertstel. Die Usain-Bolt-Show in Moskau geht weiter. Auch über 200 m ist der Jamaikaner nicht zu schlagen. Ein Spässchen darf nicht fehlen. Landsmann Warren Weir, der die Ziellinie als Zweiter überquert, posiert. Wo bleibt die Konkurrenz? Bolt dominiert die Sprint-Szene weiterhin. Stephen Kiprotich aus Uganda gewinnt in 2:09:51 Stunden den Marathon. Auch Jeff Eggleston kommt im Ziel an, der US-Amerikaner hat aber keine Kraft mehr für eine Ehrenrunde. Völlig am Ende. Pechvogel Allyson Felix muss von der Bahn getragen werden. Die Amerikaner zieht sich im 200-m-Final eine Zerrung zu. Den Titel holt Shelly-Ann Fraser-Pryce, die ihr Glück kaum fasen kann. Sand, wohin das Auge reicht. Naja, wengistens fast. Mo Farah darf seinen Glatzenjubel schon wieder zeigen. Seine Tochter Rihanna darf die Goldmedaille auf ihre Echtheit prüfen. Usain Bolt muss sich im Halbfinal über 200 Meter sputen. Südafrikas Anaso Jobodwana wäre zu gerne zum Spielverderber geworden. Ein Blick ins weite Rund. Am Morgen und am Nachmittag laufen jeweils die Vorläufe und Qualifikationen. Lacht Usain Bolt nach seinem Vorlauf über 200 Meter etwa den Schweizer Alex Wilson aus? Die Ägypterin Salma Emam Abou El-Hassan kämpft sich über die Hürden. Kein Exploit: Noemi Zbären scheidet über 100 Meter Hürden bereits im Vorlauf aus. Luft anhalten und weg mit dem Speer. Nach WM-Bronze 2011 und Olympia-Silber 2012 holt die kolumbianische Dreispringerin Caterine Ibargüen in Moskau endlich Gold. Wem gehört dieses Schuhwerk? Eines sei gesagt: Die Treter haben dem Athleten zur Goldmedaille verholfen. Bohdan Bondarenko egalisiert mit 2,41 m seine Jahresweltbestzeit und gewinnt überlegen. Hochspringerin Inika Mcpherson fällt auf. Die blauen Haare sind aber nicht der einzige Körperschmuck der US-Amerikanerin... Tattoos sowie Piercings gehören bei ihr ebenso dazu. Die Sportart dieses Athleten ist nicht schwer zu erraten. Schnell, aber nicht schnell genug: Die Schweizerin Mujinga Kambundji im Vorlauf über 200 m. Am Ende ist es Rang sechs für die Schweizerin. Das reicht nicht für den Halbfinal. Die Hitze macht den Athleten weiter zu schaffen. Michail Ryschow holt über 50 km Gehen die Silbermedaille. Bevor gefeiert wird, kühlt sich der Russe erstmal den Schädel. Anderen ergeht es nach der Zielankunft schlechter: Hier wird der Schwede Ato Ibanez vom medizinischen Staff abtransportiert. Obwohl die Veranstalter mitdenken, kollabieren viele Läufer im Ziel. Diskus-Weltmeister Robert Harting aus Deutschland freut sich mit seinem Ritual. Siebenkämpferinnen für einmal vereint. Ein Tänzchen des russischen Publikumlieblings Jelena Isinbajewa, die zum dritten Mal Weltmeisterin im Stabhochsprung wird. Medaillenfreude auf die eigene Art. 20 km Gehen braucht eine Abkühlung. Auch bei der späteren Weltmeisterin Jelena Laschmanowa. Die tschechische Siebenkämpferin Eliska Klucinova hat beim Speerwurf alles im Visier. Die Stabhochspringer wollen hoch hinaus. Über sechs Meter schafft es aber keiner. Usain Bolt darf sich seine Goldmedaille abholen. Kugelstösserin Christina Schwanitz aus Deutschland lässt ihre Muskeln spielen. Jubelt bereits in der Luft: Der neue Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe. Valentin Lavillenie kann seine Tränen dagegen nicht zurückhalten. Linda Züblin trägt das Schweizer Kreuz im Bauchnabel. Die 400-Meter-Läuferinnen lassen sich vom WM-Maskottchen knuddeln. Usain Bolt holt über 100 m die Goldmedaille. Am Ende fehlt Justin Gatlin nicht viel, doch Bolt ist auf den letzten Metern eine Klasse für sich. Das Rennen findet bei strömendem Regen statt. Bolt mit einem Gebet Richtung Himmel. Die meisten Athleten haben mit den sommerlichen Temperaturen in der russischen Hauptstadt zu kämpfen. Mehrkämpfer Ashton Eaton nimmt eine Kühlweste zu Hilfe. Beim Wettbewerb über 20 km Gehen werden die Läufer erfrischt. Die Zuschauer im Luschniki-Stadion werden sich hoffentlich mit Sonnencreme eingeschmiert haben. Die Frisur von Shelly-Ann Fraser-Pryce ist zumindest auffällig. Elena Isinbaeva hat sich ein schattiges Plätzchen gesucht. Zuvor aber präpariert die russische Stabhochspringerin ihren Stab. Konkurrenz macht ihr Martina Pretelli aus San Marino. Nicht am Strand sondern nur im Sandkasten: Weitspringerin Daria Klischina. Lockerer Aufgalopp für Usain Bolt: Der Superstar kann sich in seinem Vorlauf über 100 Meter ruhig etwas umschauen. Ein kleiner Applaus in Richtung Publikum. Vor dem ersten Lauf verzichtet Bolt aber auf seine üblichen Showeinlagen. Das Sixpack von Nigerias 400-Meter-Läuferin Regina George. Mo Farah siegt über 10'000 Meter und darf seinen «Move» präsentieren. Flieg, Hammer, flieg! Igitt! Bitte sofort die Hände waschen, sonst wird die Stabhochsprung-Anlage dreckig. Renaud Lavillenie hängt sich voll rein. Hoffentlich bricht der Stab nicht. Die erste Weltmeisterin von Moskau: Die Kenianerin Edna Ngeringwony Kiplagat gewinnt den Marathon der Frauen. Die Läuferinnen bei hitzigen Temperaturen vor beeindruckender Kulisse. Eine kleine Abkühlung gefällig? Usain Bolt läuft als Puppe schon mal über die Rennbahn. Unter 10 Sekunden wird diese über 100 Meter aber kaum bleiben. Der Superstar ganz locker: Bolt lässt sich die antrittsstarken Waden massieren. Brazil-Sprinterin Evelyn dos Santos gönnt sich ebenfalls eine Ruhepause. Viele Athleten sehen sich vor den Wettkämpfen die vielen Sehenswürdigkeiten von Moskau an. So auch der japnaische Hammerwerfer Koji Murofushi. Auf der Trainingsbahn verpassen sich die Athleten den letzten Schliff. Im Luschniki-Stadion laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Ein Helfer karrt die Hürden in die Arena. Das Olympia-Stadion von 1980 ist piekfein herausgeputzt.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Stabhochspringerin Nicole Büchler muss weiter auf ihre erste Finalteilnahme an internationalen Meisterschaften im Freien warten. Die 29-jährige Bernerin belegt mit 4,45 m Rang 15. Nachdem Büchler im ersten Versuch 4,30 m und im zweiten 4,45 m übersprungen hatte, scheiterte sie dreimal auf 4,55 m. Allerdings wäre auch mit dieser Höhe die Finalteilnahme noch nicht sicher gewesen, da zwölf Springerinnen diese schafften. Um sicher dabei zu sein, hätte sie 4,60 m überqueren müssen.

Büchler war von der Schweizer Delegation der grösste Trumpf gewesen. Dass der Vorstoss in den Final (4,60 oder Top 12) realistisch war, zeigt die Tatsache, dass sie im Juli die Qualifikationsmarke zweimal geschafft hatte - beim Meeting Spitzenleichtathletik Luzern steigerte sie ihren Schweizer Rekord auf 4,61 m. Allerdings verlief die Vorbereitung auf die WM nicht wunschgemäss: Wegen einer Infektionskrankheit reiste sie erst am Freitag mit zwei Tagen Verspätung in die russische Hauptstadt.

Immerhin zeigte sie gegenüber den beiden Grossanlässen im vergangenen Jahr eine Steigerung. An den Europameisterschaften in Helsinki war sie in der Qualifikation ohne gültige Höhe ausgeschieden, an den Olympischen Spielen in London musste sie sich mit 4,25 m begnügen. An den Weltmeisterschaften 2009 und 2011 hatte sie den Final bloss wegen zu vieler Fehlversuche verpasst.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.