Flieger Bodenmann

16. März 2011 23:00; Akt: 16.03.2011 20:19 Print

«Bern gibt nie auf»

von Peter Berger - Der Sieg zum Auftakt gegen den SC Bern war eine Demonstration. Doch Klotens Stürmer Simon Bodenmann hebt vor der zweiten Partie den Warnfinger.

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War immer einen Schritt schneller und von niemandem zu bremsen: Klotens Simon Bodenmann (l.). (Keystone)

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Sicher, die Genugtuung war nach dem diskussionslosen 4:1 auch bei Simon Bodenmann spürbar: «Wir liefen viel mehr, waren die schnellere Mannschaft und haben Bern so überrumpelt. Schön, wenn man das erste Spiel in dieser Art und Weise gewinnen kann.» Der Neo-Nationalstürmer war der wirbligste aller Flieger. «Bern hat grosse, schwere Verteidiger, die wir mit Tempo unter Druck setzen müssen», sagt Bodenmann.

Die flinken Klotener sausten den behäbigen SCB-Verteidigern Kwiatkowski, Hänni und Co. regelrecht um die Ohren. «Wir müssen versuchen, auch auswärts so aufzutreten», blickt Bodenmann voraus. Der 23-jährige Shootingstar geht indes davon aus, dass das im zweite Spiel schwieriger wird. «Mit den Fans im Rücken wird der SCB anders spielen.» Aber während das «schon vorher grosse Selbstvertrauen» (Bodenmann) bei den Zürchern weiter gesteigen ist, hat der Druck beim Titelverteidiger zugenommen. Unter Trainer Larry Huras liegen die Berner im zweiten Jahr erstmals in einer Playoff-Serie in Rückstand.

Durchaus denkbar, dass die Flyers ihren Höhenflug fortsetzen und in Bern auf 2:0 erhöhen. «Aber selbst das wäre überhaupt keine Vorentscheidung. Denn der SCB ist eine Mannschaft, die niemals aufgibt», warnt Bodenmann vor zu schnellen Schlüssen. Doch auch bei einem Ausgleich in diesem Duell würde dem Flügel nicht bange: «Wir geniessen in dieser Serie Heimvorteil. Und zuhause haben wir bis jetzt in diesen Playoffs noch kein Spiel verloren. Das soll auch weiterhin so bleiben.»