Martin Gerber

15. Dezember 2009 11:49; Akt: 15.12.2009 13:28 Print

«Es geht mir den Umständen entsprechend gut»

Martin Gerber ist auf dem Weg der Besserung: Es ist entgegen ersten Diagnosen kein Halswirbel gebrochen. Der Schweizer Nati-Goalie kann Entwarnung geben, wann er zurückkehrt ist jedoch noch nicht klar.

Martin Gerbers Zusammenprall mit Witias Tschechow. (Quelle: YouTube)
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«Es geht mir den Umständen entsprechend gut», sagte Gerber gegenüber der «Berner Zeitung». Er spüre noch ein Kribbeln im rechten Arm, ist ansonsten aber guter Dinge: «Das Wichtigste ist, dass keine Halswirbel verschoben ist.» Nach einer ersten Diagnose hatten die Ärzte dem 35-Jährigen einen Halswirbel-Bruch diagnostiziert. Dieser hat sich bei einer zweiten Untersuchung glücklicherweise nicht bestätigt.

Gerber prallte am Sonntag im Spiel gegen Witias Tschechow mit Stürmer Alexander Romanow zusammen
und erlitt eine Halswirbelprellung. Nachdem anfänglich vom Saisonende die Rede war, ist jetzt gar die Olympia-Teilnahme wieder möglich. Die Computer-Tomografie- Untersuchung (MRI) in Podolsk ergab, dass Gerbers Wirbelsäule keine Brüche aufweist.

Rückkehr noch ungewiss

Auch erlitten Martin Gerbers Muskelstränge keinen Schaden. Eine Verletzung der Bandscheibe ist hingegen noch nicht ausgeschlossen. Deshalb ist nicht absehbar, wann Gerber wieder aufs Eis zurückkehren kann.

Martin Gerber informierte Nationalcoach Ralph Krueger und den Schweizer Ärztestaff persönlich über die Ergebnisse der MRI-Untersuchung. «Nach den Telefonaten mit Tinu (Gerber) bin ich zuversichtlich, dass die Verletzungen weniger schlimm sind als zu Beginn befürchtet. Wir werden den Verletzungsverlauf - wenn auch aus der Ferne - genau verfolgen», so Anton Sebesta, der Arzt des Nationalteams. Sebesta: «Eine Prognose über den zeitlichen Heilungsverlauf ist Stand heute nicht möglich und wäre medizinisch nicht seriös.»

Auch wenn der Zusammenprall Gerbers mit Romanow unglücklich geschah, will Atlant Mytischtschi bei der KHL gegen Tschechow wegen «grober Spielweise» verklagen. Der 5:4-Erfolg sei nur aufgrund zahlreicher Regelverstösse zustande gekommen.

(fox/sda)