Verlust des HCD-Topskorers

21. Februar 2011 10:45; Akt: 21.02.2011 11:19 Print

«Es ist gut so, wie es ist»

von Klaus Zaugg - HCD-Trainer Arno Del Curto mag über den Abgang seines Topskorers Jaroslav Bednar (34, zu Lugano) nicht jammern.

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Topskorer Jaroslav Bednar verlässt Davos in Richtung Lugano. (Bild: Keystone)

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Der Tschechische Schillerfalter kam im Herbst als Notnagel für den verletzten Peter Sejna nach Davos, ist inzwischen der Topskorer des Tabellenführers und geht als einer der besten Einzelspieler der Liga nach dieser Saison für zwei Jahre nach Lugano. Gerne hätte Trainer Arno Del Curto den Vertrag mit Bednar verlängert. Aber weil ihm der HCD nur einen Einjahresvertrag geben wollte, kam es zu keiner Einigung. «Das stimmt so», sagt Arno Del Curto gegenüber 20 Minuten Online. Aber warum keine Verlängerung um zwei Jahre? «Ganz einfach», sagt Del Curto. «Wir hatten einen Sponsor, der bereit war, Bednar für ein Jahr zu finanzieren. Aber nicht für zwei. Also war es nicht möglich, den Vertrag um zwei Jahre zu verlängern.»

Wäre Bednar geblieben, hätte der HCD die nächste Saison erstmals mit einem überzähligen Ausländer begonnen - weil Arno Del Curto die vier anderen Ausländer (Peter Seijna, Petr Sykora, Petr Taticek, Josef Marha) behalten will. Mit Taticek hat er gestern bereits um zwei Jahre verlängert, Sejna hat einen weiterlaufenden Vertrag und mit Sykora und Marha sind erste Gespräche für eine Vertragsverlängerung geführt worden.

Del Curto «froh» über die Entscheidung

Im Grunde seines Herzens ist der charismatische HCD-Trainer sogar froh, dass jetzt im «Fall Bednar» ein Entscheid gefallen ist. Auch wenn dieser Entscheid negativ ist. «Wir wären bereit gewesen, erstmals eine Saison mit einem überzähligen Ausländer zu beginnen. Aber eigentlich ist das gegen die Grundsätze, die wir hier pflegen. Nun hat sich Bednar für Lugano entschieden und es ist gut, so wie es ist.»

Die Gelassenheit des HCD-Trainers ist durchaus berechtigt: Wie für kein anderes Sportunternehmen gilt für den HC Davos - Spieler kommen und gehen, die Mannschaft bleibt bestehen. Kein andere NLA-Team hat in den letzten zehn Jahren so viele erstklassige Spieler durch Transfer oder Rücktritt verloren, ohne dabei an Qualität zu verlieren. Zum Beispiel Frédéric Rothen, Benjamin Winkler, Gian-Marco Crameri, Janne Niinimaa, Joe Thornton, Rick Nash, Petteri Nummelin, Lars Weibel, Jonas Hiller, Björn Christen, Patrick Fischer, Niklas Hagmann, Andres Ambühl, Thierry Paterlini, Michel Riesen, Marc Gianola oder Mark Streit. Und nun eben Jaroslav Bednar.

National League A

Datum Spiel Resultat
04.02.17  Biel - Genève-Servette 1:3 (0:0,0:2,1:1)
04.02.17  Bern - ZSC 1:2 (0:0,0:0,1:1,0:1) n.V.
04.02.17  Kloten - Langnau 2:3 (1:0,0:2,1:0,0:1) n.V.
04.02.17  Fribourg-Gottéron - Lausanne 1:3 (0:0,0:0,1:3)
04.02.17  Zug - Davos 3:5 (0:2,1:1,2:2)
04.02.17  Ambri-Piotta - Lugano 4:1 (1:0,1:1,2:0)
05.02.17  Davos - Ambri-Piotta 3:2 (1:0,2:2,0:0)
05.02.17  Lugano - Zug 5:3 (2:0,2:1,1:2)
05.02.17  Genève-Servette - Fribourg-Gottéron 6:3 (2:0,1:0,3:3)
05.02.17  Langnau - Kloten 4:3 (2:0,0:2,1:1,0:0) n.P.
R Mannschaft Sp S U+ U- N G : E P
1. Bern 44 26 5 4 9 137 : 102 92
2. ZSC 44 22 9 7 6 144 : 102 91
3. Zug 44 26 3 6 9 141 : 102 90
4. Lausanne 45 22 5 1 17 142 : 123 77
5. Davos 44 19 4 3 18 132 : 119 68
6. Genève-Servette 45 16 4 10 15 118 : 122 66
7. Biel 44 19 2 3 20 130 : 124 64
8. Lugano 46 16 5 4 21 129 : 151 62

9. Langnau 45 15 4 3 23 108 : 128 56
10. Kloten 45 12 3 10 20 127 : 151 52
11. Ambri-Piotta 45 8 8 4 25 108 : 144 44
12. Fribourg-Gottéron 45 10 5 2 28 112 : 160 42