Zug vor Finaleinzug

03. April 2019 08:37; Akt: 03.04.2019 08:37 Print

«Jetzt haben wir noch viel weniger zu verlieren»

von Marcel Allemann - Der EVZ biegt in der Halbfinal-Serie auf die Zielgerade ein. Gegner Lausanne scheint ziemlich ratlos.

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Ja, Wundertüte Lausanne zeigte sich gegenüber der 0:5-Ohrfeige vom Samstag verbessert. Aber das reichte gegen den viel agileren und abgebrühteren EVZ nirgendwohin. Nach der neuerlichen Niederlage (0:2) liegen die Waadtländer in der Halbfinal-Serie mit 1:3 im Hintertreffen und stehen mit dem Rücken zur Wand.

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«Wir geben sicher nicht auf! Wir hatten schon vorher wenig zu verlieren und jetzt ist es noch viel weniger», gab Lausanne-Captain Etienne Froidevaux nach der Partie die Durchhalteparole bekannt. Allerdings spricht nicht mehr viel für seinen LHC. In den letzten zwei Partien schafften es die Westschweizer nicht einmal mehr, gegen den EVZ auch nur ein Tor zu erzielen.

«Es ist relativ frustrierend im Moment», gestand deshalb Stürmer Christoph Bertschy. Es scheint sich in Lausanne eine gewisse Ratlosigkeit breitzumachen. Bertschy: «Wir müssen jetzt auf den Donnerstag schauen.»

Das letzte Lausanner Aufbäumen

«Dass wir nicht mehr treffen, ist ärgerlich», findet auch Froidevaux. «Denn der Wille war da und wir haben gekämpft. Den wenigen Spielraum, den wir den Zugern gaben, nützten sie aus. Das war der Unterschied. Der EVZ lässt wenig zu, und da müssen wir den Hebel ansetzen, um zu mehr Torchancen zu kommen.»

Klingt irgendwie nach dem berühmten letzten Strohhalm. Wie im Playoff eben üblich. Aber es müsste nach menschlichem Ermessen schon sehr viel zusammenkommen, damit Lausanne diese Serie gegen die souverän wirkenden Zuger noch drehen kann.

«Wir sind noch nirgends»

An die Playoff-Begebenheiten hält sich natürlich auch Zug-Stürmer Reto Suri, für den das Break vom Dienstag trotz den drei Final-Pucks vor der Brust selbstverständlich noch keine Vorentscheidung ist: «Es war zwar der dritte Sieg, aber wir sind noch nirgends, es braucht vier.»

Bei Suri ist das immer weiter wachsende Zuger Selbstvertrauen zu spüren: «Wir haben einen guten Lauf und können uns aufeinander verlassen. Die Stürmer helfen den Verteidigern und die Verteidiger helfen den Stürmern. Diese Kompaktheit und im Tor einen Tobias Stephan zu haben, der uns eine enorme Sicherheit gibt, waren sicher der Schlüssel dafür, dass wir zuletzt zweimal ohne Gegentore bleiben konnten.»

Trotzdem glaubt Suri, dass es im Spiel des EV Zug weiterhin Sachen gebe, «die wir verbessern können.» Für den Lausanne HC sind das definitiv keine guten Aussichten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Geili sach am 03.04.2019 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Veni, vidi, vici

    Einfach Geil dem evz zuzusehen.

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  • Steff am 03.04.2019 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    tolle Entwicklung

    Ich finde es einfach toll zu sehen, wie in Zug gearbeitet wurde und wird: Es wurden Strukturen aufgebaut, die finanziellen Mittel beschafft (Stadion, Catering, Marketing, etc.), Academy aufgebaut und mit einem mutigen Entscheid auf der Trainerposition das vielleicht fehlende Puzzlestück noch ergänzt. Es macht doch Freude, wenn harte Arbeit belohnt wird. Kein anderer Verein hat neben dem Eis so viel investiert in den letzten Jahren wie Zug und das zahlt sich jetzt aus. Die Mannschaft ist fit wie keine andere, die Zusammenstellung passt, vier starke Linien, das ist modernes Eishockey.

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  • Jango jones am 03.04.2019 09:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    EVZ

    Hopp EVZ. Ist wunderschön euch beim Eishockey Spielen zu zuschauen. Holt den Pott!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Trueber Bueb am 04.04.2019 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Ratlosigkeit

    Beim HC - Lausanne macht sich Ratlosigkeit bemerkbar. Diese Ratlosigkeit war teilweise bereits zu sehen als sie sich mit einem 4:3 Seriensieg (unter gütiger Mithilfe der "Unparteiischen?? gegen die SCL - Tigers in den Halbfinal "durchmogelten".

  • Schwyzer am 03.04.2019 19:14 Report Diesen Beitrag melden

    Vom Eis aufs Sägemehl

    Innerschweizer gegen Berner. Nein, ich spreche noch nicht vom Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest vom kommenden Sommer in Zug, sondern vom Playoff-Final. In diesem Fall hoffentlich mit dem besseren Ende für die Innerschweizer. Hopp Zug!

  • Bearth Gabriel am 03.04.2019 12:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zuger pott 2019

    hop zug zug ole lausanne ade die zuger werden den pot hollen die berner fligen raus gegen biel der final ist zug-biel

  • Arno am 03.04.2019 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    viel wichtiger ist

    Viel wichtiger ist: DAVOS ist kurz vor dem Ligaerhalt!

    • Beat Gilles am 03.04.2019 13:22 Report Diesen Beitrag melden

      leider

      Leider ist die Ligaquali ine Farce. Immerhin müssen die schlechten Teams noch Strafarbeit leisten.

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  • Jorma Peltonen am 03.04.2019 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    @noch viel weniger zu verlieren

    bedeutet aber gleichwohl "Alles" zu verlieren. Und die Motivation "Alles" bzw. Finaleinzug zu gewinnen, ist auch ziemlich hoch. Hopp EVZ.

    • Klugscheisser am 03.04.2019 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jorma Peltonen

      wow, was für eine Erkenntnis!

    • Stimmung am 03.04.2019 12:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jorma Peltonen

      wenn ich mir so eure Hüpfburgkurve ansehe, so kommt mir spontan ein Kindergeburtstag in den Sinn.

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