NLA

02. Januar 2016 18:55; Akt: 02.01.2016 23:25 Print

Überlegener ZSC schlägt müdes Davos

Die ZSC Lions zeigen dem Schweizer Meister den Meister und schicken Davos mit einer 4:0-Packung nach Hause. Lausanne gewinnt beim EV Zug in der Overtime.

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Der 22-jährige Neuenschwander traf erstmals in der NLA gleich zweimal in einem Spiel für die Zürcher. Der frühere Davoser Junior steuerte seine Saisontore Nummer 2 und 3 zur 3:0-Führung bis zur 32. Minute bei.

Dass Matchwinner Neuenschwander den Sprung in die NLA überhaupt schaffte, ist eine besondere Geschichte. Schon im Alter von vier Jahren war beim heutigen ZSC-Crack Diabetes Typ 1 diagnostiziert worden.

Shutout für Schlegel

Neuenschwanders Teamkollege, Goalie Niklas Schlegel, benötigte 20 Paraden für seinen zweiten Shutout in der laufenden Saison. Ryan Shannon entschied die Partie zu Beginn des Schlussdrittels mit dem Treffer zum 4:0. Der amerikanische Stürmer beendete damit eine persönliche Torflaute von 13 Spielen.

Die ZSC Lions hätten nach zwei Dritteln deutlicher als 3:0 führen können. Davos mangelte es nach dem Spengler Cup an Spritzigkeit und Substanz in der Offensive. Bis zur Spielmitte brauchte der Zürcher Keeper Niklas Schlegel gerade mal einen Schuss abzuwehren.

Viele Verletzte auf beiden Seiten

Die Bündner verzeichneten wie schon in den NLA-Spielen vor dem Spengler Cup 13 Absenzen; bei den ZSC Lions waren es am Berchtoldstag noch deren zehn.

Die Bündner spielten wegen des noch nicht vollzogenen Engagements des kanadischen Stürmers Alexandre Picard von Genève-Servette nur mit zwei Ausländern. Dafür feierte bei den Gästen der erst 16-jährige Stürmer Nando Eggenberger sein NLA-Debüt.

Erwartet wird beim HCD nun für das Rückspiel vom Sonntag in Davos immerhin die Rückkehr von Dick Axelsson sowie von Verteidiger Noah Schneeberger. Auch Beat Forster und Dino Wieser sollen beim Halbfinalisten der Champions League nach Verletzungspausen demnächst wieder einsatzfähig sein.

Zug - Lausanne: Wieder kein Zuger Heimsieg

Der EV Zug konnte seine Schwäche in den Heimspielen auch über die Weihnachtspause nicht ablegen.
Die Innerschweizer verloren gegen Lausanne 3:4 nach Verlängerung und damit zum dritten Mal in Folge vor dem eigenen Publikum.

Zug gab im Mitteldrittel eine Zweitore-Führung preis und kassierte nach 68 Sekunden der Verlängerung den vierten Gegentreffer. Nicklas Danielsson sicherte Lausanne mit einem Weitschuss den Zusatzpunkt. Zug musste zum fünften Mal in den letzten sechs Heimspielen mindestens einen Punkt abgeben.

Starker Schlussspurt

Lausanne verdiente sich den eher überraschenden Erfolg mit einem starken letzten Drittel, in dem es dem Siegtreffer - trotz dreier Unterzahl-Situationen - näher stand als der EVZ. Bereits davor hatten die Waadtländer stark reagiert. Alain Miéville nach einem Fehler von Tobias Stephan im Powerplay sowie Harri Pesonen mit seinem zweiten Treffer des Spiels glichen den 1:3-Rückstand noch vor der zweiten Pause aus.

Zug zog nicht den besten Abend ein und bestimmte das Spiel einzig in den ersten acht Minuten des mittleren Abschnitts. In dieser Phase ging das Team von Harold Kreis dank den drei Toren von Josh Holden (21.), Sandro Zangger (23.) und PostFinance-Topskorer Pierre-Marc Bouchard (28.) 3:1 in Führung. Danach tat Zug zu wenig für den Sieg.

Lugano gewinnt ein zähes Derby

Spengler-Cup-Finalist Lugano feiert den sechsten Heimsieg in Serie. Das 3:2 im Penaltyschiessen im Tessiner Derby gegen Ambri-Piotta ist hart erkämpft und eher glückhaft.

Ambri verpasste den ersten Derbysieg in Lugano seit dem 24. September 2013 (5:2) nur knapp. Tim Stapleton ermöglichte Lugano mit seinem Treffer drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit noch das Nachsitzen. Danach besassen Mark Bastl (58.) und Oliver Kamber (59.) noch erstklassige Möglichkeiten, um die Partie zu Gunsten der Gäste zu entscheiden. Im Penaltyschiessen führte Ambri ebenfalls 2:1, ehe Damien Brunner die Partie entschied.

Ambri-Piotta agierte wie vor der Weihnachtspause unter Trainer Hans Kossmann sehr solid und machte Lugano das Leben in allen Zonen schwer. Inti Pestoni hätte Ambri-Piotta schon unmittelbar vor dem 1:0 von Lugano durch Raffaele Sannitz in Führung bringen können. Der PostFinance-Topskorer der Leventiner zog aber einen Pass zu Elias Bianchi dem eigenen Abschluss vor. Dafür sorgte Mark Bastl postwendend für den Ausgleich.

Ambri-Piotta hätte mit einem Sieg in die Playoff-Ränge vorstossen können. Am Ende kassierten die Leventiner aber die dritte Niederlage aus den letzten acht Spielen.

ZSC Lions - Davos 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)
11'200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Fischer/Massy, Bürgy/Wüst.
Tore: 11. Jan Neuenschwander (Diem, Foucault) 1:0. 18. Herzog (Künzle) 2:0. 32. Jan Neuenschwander (Diem) 3:0. 41. (40:20) Shannon 4:0.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 5mal 2 Minuten gegen Davos.
PostFinance-Topskorer: Nilsson; Lindgren.
ZSC Lions: Schlegel; Seger, Phil Baltisberger; Blindenbacher, Geering; Hächler, Bergeron; Künzle, Shannon, Herzog; Nilsson, Keller, Roman Wick; Patrik Bärtschi, Trachsler, Schäppi; Jan Neuenschwander, Diem, Foucault.
Davos: Genoni; Du Bois, Jung; Schmutz, Guerra; Nater, Paschoud; Rampazzo; Ryser, Walser, Ambühl; Marc Wieser, Lindgren, Jörg; Setoguchi, Corvi, Aeschlimann; Portmann, Schläpfer, Sieber; Eggenberger.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Cunti, Chris Baltisberger, Daniel Schnyder, Flüeler, Dan Fritsche (alle verletzt) sowie Malgin, Karrer, Matthews, Suter und Siegenthaler (alle U20-WM), Davos ohne Schneeberger, Axelsson, Forster, Paulsson, Sciaroni, Dino Wieser, Simion, Brejcak (alle verletzt) sowie Kessler, Egli, Heldner, Kindschi, Forrer (alle U20-WM). - NLA-Debüt von Davos-Stürmer Nando Eggenberger (16). - 23. Timeout Davos.

Zug - Lausanne 3:4 (0:1, 3:2, 0:0, 0:1) n.V.
6387 Zuschauer. - SR Koch/Mandioni, Espinoza/Kovacs.
Tore: 14. Pesonen (Antonietti, Miéville) 0:1. 21. (20:32) Holden (Schlumpf, Suri) 1:1. 23. Zangger (Erni) 2:1. 28. Bouchard (Immonen, Sondell/Ausschlüsse Leeger, Froidevaux) 3:1. 33. Miéville (Danielsson/Ausschluss Suri) 3:2. 40. (39:05) Pesonen 3:3. 62. Danielsson (Stalder) 3:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 6mal 2 Minuten gegen Lausanne.
PostFinance-Topskorer: Bouchard; Pesonen.
Zug: Stephan; Ramholt, Grossmann; Schlumpf, Sondell; Alatalo, Morant; Stalder, Erni; Lammer, Immonen, Bouchard; Martschini, Holden, Suri; Bürgler, Peter, Schnyder; Zangger, Senteler, Marchon.
Lausanne: Huet; Gobbi, Leeger; Genazzi, Jannik Fischer; Trutmann, Stalder; Nodari, Lardi; Walsky, Hytönen, Herren; Antonietti, Miéville, Pesonen; Danielsson, Froidevaux, Déruns; Kneubuehler, Savary, Simon Fischer.
Bemerkungen: Zug ohne Thibaudeau (verletzt), Blaser, Lüthi und Diem (alle überzählig), Lausanne ohne Louhivaara, Augsburger, Bang, Conz und Rytz (alle verletzt). Pfostenschuss Stalder (25.).

Lugano - Ambri-Piotta 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 0:0) n.P.
7800 Zuschauer (ausverkauft). - SR Vinnerborg/Wehrli, Borga/Fluri.
Tore: 30. Sannitz (Hofmann, Bertaggia) 1:0. 31. Bastl (Hall) 1:1. 45. Lauper 1:2. 57. Stapleton (Pettersson, Klasen) 2:2. - Penaltyschiessen: Hall 0:1, Martensson 1:1; Giroux -, Klasen -; Pestoni 1:2, Stapleton -; Duca -, Pettersson 2:2; Emmerton -, Brunner 3:2.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.
PostFinance-Topskorer: Pettersson; Pestoni.
Lugano: Merzlikins; Furrer, Chiesa; Vauclair, Kienzle; Kparghai, Hirschi; Sartori; Klasen, Martensson, Pettersson; Walker, Stapleton, Brunner; Hofmann, Sannitz, Bertaggia; Reuille, Dal Pian, Kostner; Fazzini.
Ambri-Piotta: Zurkirchen; Mäenpää, Sven Berger; Zgraggen, Trunz; Birbaum, Fora; Gautschi; Giroux, Emmerton, Pestoni; Lauper, Hall, Duca; Bianchi, Kamber, Grassi; Monnet, Fuchs, Lhotak; Bastl.
Bemerkungen: Lugano ohne Manzato, Steinmann, Ulmer und Morini (alle verletzt) und Filppula (überzähliger Ausländer), Ambri ohne Flückiger (verletzt) und Nordlund (überzähliger Ausländer). - 49. Pfostenschuss Klasen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • clclcl am 02.01.2016 23:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alle Jahre wieder

    Alle Jahre wieder: Spengler-Cup vorbei und der HCD ist in einem sportlichen Tief.

  • Päde am 03.01.2016 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    NLA vs. NHL

    Hört doch mal auf über die Müdigkeit zu diskutieren. Jedes Jahr immer das Gleiche! Kein Davoser hat gestern in einem Interview die Müdigkeit als Grund für die schlechte Leistung angegeben. Auch nicht die lange Verletztenliste. Alle Spieler wollen in die NHL und bestreiten dort einige Spiele mehr als bei uns in der NLA. Diese Diskussionen um Verletzte, Müdigkeit und Modefans ist doch einfach nur ein Kindergarten!!! Freuen wir uns doch über gute und spannende Spiele und geniessen den Sport! Punkt!

  • Shoj am 03.01.2016 03:20 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Missbrauch

    Ihr Davoser-Modefans jammert, dass euer HCD wegen des Spengler Cups müde sei. Wieso spielt dann der HCD immer wieder mit, hä? Ihr wollt den Spengler Cup doch, also missbraucht dieses Traditionsturnier nicht als billige Ausrede!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • bluediver am 03.01.2016 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Back to normal

    Das war gestern ein HCD Ausrutscher, heute war es wieder ein Duell auf Augenhöhe ! Unseren ZSC Freunden wurde mal wieder bewusst das jede Partie zuerst gespielt werden muss , Danke HCD !

  • Remo am 03.01.2016 15:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hockeyfan

    Hoffe Ihr habt sonst keine Probleme. Geniesst den Sport doch einfach. Der beste erhält am Schluss den Kübel.

  • Päde am 03.01.2016 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    NLA vs. NHL

    Hört doch mal auf über die Müdigkeit zu diskutieren. Jedes Jahr immer das Gleiche! Kein Davoser hat gestern in einem Interview die Müdigkeit als Grund für die schlechte Leistung angegeben. Auch nicht die lange Verletztenliste. Alle Spieler wollen in die NHL und bestreiten dort einige Spiele mehr als bei uns in der NLA. Diese Diskussionen um Verletzte, Müdigkeit und Modefans ist doch einfach nur ein Kindergarten!!! Freuen wir uns doch über gute und spannende Spiele und geniessen den Sport! Punkt!

  • Luganesi am 03.01.2016 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    Super Derby

    hört mal auf von wegen müde sein. Wer diese Belastung nicht tragen kann, ist kein Profisportler. NHL und KHL Spieler kennen nur dieses Pensum. Übrigens super Derby gestern in Lugano, war ein riesen Spektakel. So sehen Derbys aus, liebe Zürcher... Ambri zeigte Lugano klar den Unterschied auf zwischen Grümpelturnier in Davos und heimischer Meisterschaft. Lugano allerdings mit viel Luft nach oben, aber gerade Klasen und Pettersson sind wenns hart auf hart geht wie letzte Saison in den PO's nur noch Statisten auf dem Eis. Dennoch, Forza Lugano

  • ZSCFan am 03.01.2016 09:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jammer gehört nicht zum Hockey

    ich bin überrascht das der HCD trotz den Abgängen im Frühling in der Tabelle so weit vorne und in der Champions League im 1/2 Finale ist. Hut ab vor dieser Leistung. Also hört endlich auf zu jammern. Die Teilnahme am eigenen Turnier ist freiwillig und viele Teams haben zu viel Verletzte. Also HCD Chopf abe und seckle statt jämmerlen, sonst golgt heute das nächste einseitige fast schon langweilige Spiel.