Regeldiskussion

23. Dezember 2011 10:43; Akt: 23.12.2011 13:23 Print

Bald keine Checks mehr im Eishockey?

Die internationale Eishockey-Föderation sorgt sich um die Spieler. Um die Zahl der Gehirnerschütterungen zu senken, sollen Checks in der neutralen Zone verschwinden - das ist aber noch nicht alles.

storybild

Verschwinden die packenden Checks der Bande entlang bald ganz? (Bild: AFP)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Absichten des internationalen Eishockey-Verband zielen auf die Gesundheit der Spieler ab. Derzeit werden verschiedene Regeländerungen diskutiert, um die Anzahl an Gehirnerschütterungen, welche in den vergangenen zehn Jahren stark angestiegen ist, zu senken. Während die aktuellen Richtlinien Spielern und ehemaligen Eishockey-Cracks ausreichend erscheinen, könnten sich andere mit Regeländerungen abfinden, weil das Wohl Spieler im Vordergrund steht.

Primär geht es der IIHF darum, den Zweilinienpass zu verbieten. Spielt ein Spieler seinem Mitspieler über die rote und blaue Linie den Puck zu, soll dies als Zwei-Linien-Pass (Offside) abgepfiffen werden. So könnte dem Geschehen die Geschwindigkeit genommen werden, Konter wären so aber kaum noch zu spielen. Dies stösst auf viel Gegenwehr. «Das Abschaffen war ein Segen und sorgte für zusätzliche Show auf dem Eis. Die Wiedereinführung würde rund 25 Checks mehr bedeuten», wettert Daniel Villard, Geschäftsführer des EHC Biel, auf «lematin.ch». Dafür hat die IIHF eine Lösung parat: Bodychecks sollen in der neutralen Zone verboten werden und zweitens auch jegliche Checks an Spielern, welche nicht in Puckbesitz sind.

«Rückschritt für unseren Sport»

Der ehemalige NLA-Spieler Frédy Bobillier befürchtet dadurch einen massiven Attraktivitätsverlust. «In jeder Sportart wird heutzutage auf die Geschwindigkeit gedrückt, um einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen.» Offensichtlich liegt das Hauptaugenmerk der IIHF aber nicht auf der Attriktivität des Sports, sondern auf der Gesundheit der Spieler. «Zugegeben ist es ein Rückschritt für unseren Sport, aber nicht für die Spieler», räumt Laurent Haymoz, Präsident des Schweizer National-League-A-Klubs Fribourg Gottéron, ein.

«Die aktuellen Regeln sind ausreichend, um ein zusätzliches Ansteigen der Gehirnerschütterungen zu vermeiden. Man müsste sie nur anwenden», gibt EHC-Biel-Boss Villard weiter zu verstehen. «Man müsste viel strenger sein, appeliert auch Bobillier an die Schiedsrichter und findet dabei Anklang bei ZSC-Verteidiger John Gobbi. Der 30-Jährige bringt die Problematik rund um die Checks auf den Punkt: «Einer von uns muss erst bewusstlos auf dem Boden liegen, damit der Schuldige bestraft wird.»

IIHF will sich an die NHL-Bosse wenden

Noch sind es nur Vorschläge, wobei die Ideen immer mehr Form annehmen. Die IIHF soll nun demnächst Kontakt mit der Chefetage der NHL aufnehmen, um das kontroverse Thema zu diskutieren und eine gemeinsame Position zu finden, vermeldet «blick.ch».

(als)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Matzi am 23.12.2011 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ohne cheks kein Eishockey mehr

    Wen man im Eishockey keine Cheks machen darf dan werden die spiele ganz bestimmt Langweilig. Also cheks sollen bleiben .

  • Chris am 23.12.2011 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    es müssen endlich

    härtere Strafen ausgesprochen werden. 3 Spielsperren und 1000.- Busse sind völlig lächerlich. 15 Spielsperren und 20000.- Busse, das tut einem weh!!

  • hockeynutz am 23.12.2011 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    "Headshots" härter bestrafen!

    "Headshots" und alles andere was gegen den Kopf eines Gegenspielers abzielt, gehört viel härter und strenger bestraft als bisher. Gewöhnliche Checks in der neutralen Zone zu verbieten wäre Unsinn, da es Teil des Eishockeys ist. Würde ein Spieler in Zukunft aber bezüglich Checks gegen den Kopf härter bestraft, sprich hohe Geldstrafen, 10-20 Spielsperren, würde das die Spieler (hoffentlich) sensibilisieren und somit würden diese Fouls wohl abnehmen. Ein Arm- oder Beinbruch verheilt wieder, eine Hirnerschütterung kann schnell das Karriereende eines jeden Spielers bedeuten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lol am 23.12.2011 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Langweilig

    Eishockey ohne Checks ist doch langweilig.

  • Jahreswitz am 23.12.2011 16:52 Report Diesen Beitrag melden

    FORMULA 1 - ohne Pneu's

    Formel 1 ohne Pneu's - nur mit Holzrädern, Skifahren mit den alten Holzlatten und drunter noch die Felle, damit ein Cuche auch den Hang-Hoch-Flitzen kann, ist ja lächerlich diese IDEEN. Wieder mal solche Bürohocker, welche etwas für schlau empfinden, aber nicht an den Sport, die Fans, die Wirtschaft welche darin und damit verbunden ist, denkt! Ihren Lohn möchten Sie aber und wohl grad noch eine Gratifikation für diese tolle IDEE !! weiter.. Dann verpasst Doch jedem Bürger einen Helm - Tragpflicht, sobald man sein Eigenheim/Mietwohnung verlässt - es könnte ja ein Dachziegel auf den Kopf fallen

  • jahn berger am 23.12.2011 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    ballet

    Könnte man genau so gut ballet af den eis machen

  • Matzi am 23.12.2011 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ohne cheks kein Eishockey mehr

    Wen man im Eishockey keine Cheks machen darf dan werden die spiele ganz bestimmt Langweilig. Also cheks sollen bleiben .

  • Summerli am 23.12.2011 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Red-Zone?

    Wie wäre es mit dem Vorschlag eine 1 Meter-breite rote Zone der Bande entlang unsters Eis zu malen? Beim Hineinfahren in diesen Bereich zeigt es dem Spieler, dass er sich in der "Autsch-Zone" befindet und ist deshalb wachsamer. In dieser Zone dürften Checks ausgeführt werden. Checks gegen den Kopf in der roten Zone werden mit einer Matchstrafe und Spielsperren bestraft! Könnt man ja mal eine Saison lang testen oder so!?

    • Sp am 24.12.2011 00:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ..

      Nein.. Im spiel denkt man nicht daran.. Aber eigentlich eine gute idee

    einklappen einklappen