Playoff-Final

18. April 2019 19:48; Akt: 18.04.2019 23:37 Print

Bern gewinnt dank Haas – es fehlt noch ein Sieg

Drei Matchpucks für den SCB: Die Berner gewinnen das vierte Spiel des Playoff-Finals auswärts gegen Zug. Es fehlt noch ein Sieg zum Meistertitel.

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Der SC Bern steht dicht vor dem 16. Meistertitel. Dank einem 3:1-Sieg im vierten Spiel des Playoff-Finals in der National League erarbeiteten sich die Berner auch eine 3:1-Führung in der Serie und damit drei Matchpucks. Matchwinner war Gaëtan Haas mit zwei Treffern.

Nach vier Spielen liegen alle Vorteile bei Bern. Zug hatte zwar deutlich mehr vom Spiel, Bern aber liess sich nicht beirren und überzeugte mit Effizienz. Aus 10 Schüssen erzielten sie im zweiten Drittel zwei Tore, beide Male durch Haas. Zug verkürzte zwar noch einmal, doch Mark Arcobello sorgte gut zwei Minuten vor dem Ende mit einem Schuss ins leere Tor für die Entscheidung zu Gunsten der Berner.

Optimismus nicht belohnt

«Ich bin überzeugt, dass wir am Donnerstag reagieren können», hatte Reto Suri nach der 1:4-Niederlage am Dienstag in Bern gesagt. Der Zuger Stürmer sollte recht behalten. Anders als am Dienstag, als Bern bereits nach 13 Minuten 3:1 geführt hatte, verschliefen die Zuger den Start dieses Mal nicht im Gegenteil: Der EVZ drückte von Beginn weg aufs Tempo, hielt die Intensität hoch und erarbeitete sich zahlreiche Chancen.

Tore wollten aber vorerst keine fallen. Im ersten Drittel kam Dario Simion mit einem Pfostenschuss (17.) dem Treffer am nächsten. Auch nach der ersten Pause war Zug die dominierende Mannschaft. In Führung gingen aber die Berner - bei der ersten Powerplay-Gelegenheit. Haas, der bereits im ersten Auswärtsspiel den ersten Treffer erzielt hatte, bezwang Tobias Stephan aus kurzer Distanz.

Zugs Tor aberkannt

Kurz nach Spielmitte erhielten auch die Zuger ein Powerplay. Und prompt trafen sie zum Ausgleich. Das Tor von Garrett Roe wurde aber wegen Torhüter-Behinderung aberkannt. Ein umstrittener Entscheid, jedenfalls liessen sich die Zuger davon kurzfristig aus dem Konzept bringen. Thomas Thiry verlor die Scheibe und Haas erhöhte nach einem Abpraller auf 2:0 (37.).

25:13 für Zug lautete das Schussverhältnis nach 40 Minuten, 0:2 aber stand es auf der Resultattafel. Diese Hypothek war zu gross, obwohl Zug nicht aufgab, Lino Martschini im Powerplay noch verkürzte (45.) und der EVZ auch in der Folge zu zahlreichen Möglichkeiten kam. Doch wie so oft entschied ein Schuss ins leere Tor die Partie. Arcobello hatte bereits im letzten Spiel zweimal getroffen und den Schlusspunkt gesetzt.

Zug mit dem Rücken zur Wand

Zug darf Hoffnung daraus schöpfen, dass es den SCB in Spiel 4 über weite Strecken dominierte. Mit einer solchen Leistung und mit etwas mehr Glück als am Donnerstag kann es die Berner in jedem Spiel bezwingen. Und Bern hat in einem Final - 2012 gegen die ZSC Lions - bereits einmal eine 3:1-Führung in der Serie verspielt.

Bern aber hat, und das spricht nicht für Zug, in den letzten vier Jahren nur gerade eine Playoff-Serie verloren, vor einem Jahr in den Halbfinals gegen die ZSC Lions (2:4). Und der Kern dieser überaus erfahrenen Berner Mannschaft hat sich nicht gross verändert. Trotz dem beherzten Auftritt, viel spricht in dieser Serie nicht mehr für Zug.

Zug - Bern 1:3 (0:0, 0:2, 1:1)
7200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Lemelin/Hebeisen, Castelli/Kovacs. -
Tore: 25. Haas (Ausschluss Klingberg) 0:1. 37. Haas 0:2. 45. Martschini (Roe/Ausschluss Berger) 1:2. 58. Arcobello 1:3 (ins leere Tor).
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 4mal 2 Minuten gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Arcobello; Roe.
Zug: Stephan; Thiry, Alatalo; Diaz, Zryd; Schlumpf, Zgraggen; Stadler; Klingberg, Roe, Everberg; Martschini, Flynn, Suri; Lammer, Senteler, Simion; Schnyder, Albrecht, Leuenberger; Zehnder.
Bern: Genoni; Untersander, Burren; Krueger, Blum; Andersson, Beat Gerber; Colin Gerber; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Boychuk, Mursak, Ebbett; Sciaroni, Heim, Scherwey; Berger, Haas, Bieber; Kämpf.
Bemerkungen: Zug ohne McIntyre, Widerström und Morant (alle überzählig), Bern ohne Almquist (gesperrt), Kamerzin, Grassi (beide verletzt), Marti und Brügger (beide überzählig). Pfostenschuss Simion (17.). Tor von Roe wegen Torhüterbehinderung aberkannt (31.). Timeout Zug (57:53). Zug von 57:43 bis 57:51 und von 58:00 bis 59:32 ohne Torhüter.

Eishockey

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • #25 am 18.04.2019 21:33 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Ich bin für Bern und gehöre demnach zu den ach so hässlichen, alten Bärner Meitschi, ;-), aber Lemelin will ich im Final lieber nicht mehr sehen. War schon im Spiel 1 schwach. Der verpfeifft den Match. Schade.

  • Robert am 18.04.2019 21:17 Report Diesen Beitrag melden

    Die Schweiz darf sich nicht wundern...

    ...wenn sie an der WM von den anderen Nationen überrannt wird. Danken darf sie dafür den Schiris, die nicht mehr fähig sind, ohne ständiges und langes Videostudium Entscheide zu fällen! Ich finde es äusserst uninteressant Minuten darauf zu warten ob Tor oder nicht.

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  • DrFrögeli am 18.04.2019 21:04 Report Diesen Beitrag melden

    wenn schon denn schon...

    Kann man das Spiel nicht einfach mal konsequent laufen lassen, wenn man sich schon dazu entscheidet einen weichen Kurs zu fahren? Aber nein, kaum macht der EVZ mal Druck, wird dann auf einmal wieder härter gepfiffen. Lasst doch einfach mal spielen, es war bisher echt diszipliniert.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rolf Blum am 19.04.2019 22:10 Report Diesen Beitrag melden

    Zuger Grännis

    Unglaublich was über die Schiris diskutiert wird in diesem Forum. Fakt ist; der EVZ ist völlig überfordert mit dem Power Eishockey der Bären. Zug hat keine Geschichte, keine Leidenschaft, keine Ausstrahlung, keine Mystik, nur ein bisschen Geld und das reicht zum Glück bei Weitem nicht für einen Schweizer Meister Titel..... vielleicht dann mal in zwei, drei Jahrzehnten

  • Brian Smith am 19.04.2019 14:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Am Samstag wäre ideal

    Am Samstag wäre eine gute Gelegenheit, um den fehlenden Sieg zu realisieren.

  • Andre am 19.04.2019 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    Weber

    ist der falsche experte um dies zu beurteilen. Er der Huet den Stock absichtlich aus der Hand schlug und so das Meistertor für die Lions überhaubt möglich machte. Und anschliessend dies auch noch im Feensehen bestätigte. Zug hatte genug Chancen um Tore zu schiessen. So wie Bern nach zwei aberkannten Toren, einfach weitermachte. Umstrittene Entscheide gehören zum Sport. Beim eigenen Verein ist dies natürlich auch immmer subjektiv gefärbt. Champions finden Wege, Verlierer finden Ausreden oder beschuldigen andere.

  • stefan gubler am 19.04.2019 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    halb-profis

    das problem wie im fussball. die schiedsrichter sind halb-profis. es kann eigentlich nicht sein dass halb-profis bezahlte vollprofis pfeiffen. das ist auch der grund dass die schweiz im fussball wie hockey keine Schiedsrichter haben die auf der höhe der spieler sind. kann man ihnen nicht verübeln. das schiedsrichterwesen gehört professionalisiert. andernfalls wird man sich immer über solche spiele aufregen müssen wo schiedsrichter entscheiden, weil sie es einfach nicht besser können. sie sind sicher nicht parteiisch oder gekauft sie sind einfach nicht auf der höhe des geschehens.

  • YB Meisterbär am 19.04.2019 09:03 Report Diesen Beitrag melden

    BERN IST DIE ÜBERMACHT

    Der SCB und YB dominieren ihre Trainingspartner nach belieben und gewinnen jedes Spiel mit 10800:0! Nicht einmal der parteiische und eifersüchtige BASLER Fussballverband oder ZUGER Eishockeyverband kann die übergalaktischen Weltstars am Tripplegewinn hindern. WIR SIND EINZIG UND ALLEINE WELTKLASSE- ihr seid Amateurniveau

    • Eidgenosse am 19.04.2019 11:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @YB Meisterbär

      Bitte nehmen Sie ihre Medikamente .

    • Schiri for MVP am 19.04.2019 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @YB Meisterbär

      Oh Mann... Das ist doch einfach nur traurig. Die Schiedsrichter richten alles für Bern und sorgen für den Unterschied und dann gibts solche Leute wie du und sind voller Stolz. Ich würde mich SCHÄMEN so Meister zu werden...

    • MVP-bärn am 20.04.2019 14:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Schiri for MVP

      das schämdi geht nicht aus deinen Reihen hinaus .. also behalte es...

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