National League A

15. Februar 2013 15:56; Akt: 15.02.2013 23:16 Print

Biel klettert nach klarem Sieg über den Strich

In der 46. Runde der National League A gewinnt der EHC Biel gegen Ambri klar mit 5:0. Die Kloten Flyers verlieren in Davos mit 2:0 und stehen erstmals seit November unter dem Strich.

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Der EHC Biel gewinnt zu Hause souverän 5:0 gegen Ambri und klettert damit über den Strich. Das Team von Kevin Schläpfer stellt seinen Trainer zufrieden, welcher sich über die 5 Tore seiner Mannschaft freut. Ambri hat über das ganze Spiel gesehen nicht den Hauch einer Chance. Die Kloten Flyers verlieren ihrerseits in Davos 0:2 und stehen erstmals seit November 12 wieder unter dem Strich. Leonardo Genoni gelingt eine grosse Leistung und feiert einen weiteren Shootout. Auch der Klotener Neuzugang Giroux kann nicht die nötigen Akzente setzen. Das Tatzenderby zwischen den Tigers und dem SCB ist das Torreichste. Die Tigers gewinnen nach zwei Rückständen mit 6:5 nach Verlängerung. Das Spiel ist geprägt von Härte ... ... und intensiven Zweikämpfen. Nachdem die Lakers vor eigenem Anhang führen, können sich die Zürcher in die Verlängerung retten ... und erzielen da den entscheidenden Treffer durch Roman Wick. Das Spiel ist ausgeglichen und spannend bis zum Schluss. Der HC Lugano verliert zu Hause gegen den EV Zug mit 3:4. Die Zuger gehen 3:0 in Führung und gewinnen doch noch, nachdem sie Lugano nochmals herankommen lassen. Die Partie ist hochstehend mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. Im Romandderby haben die Drachen lange Zeit die Überhand gegenüber den Adlern aus Genf. Die Fribourger sind zwar immer einen Schritt voraus und gehen mit einer 4:2-Führung ins letzte Drittel. Doch am Schluss kommt Servette aber nochmals heran und erzielt in der Verlängerung den entscheidenden Treffer zum 5:4-Sieg nach Verlängerung.

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Biel - Ambri: Biel löst Pflicht souverän

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Der EHC Biel steht erstmals seit dem 7. Dezember wieder über dem Strich. Das Team von Kevin Schläpfer setzt sich gegen Ambri-Piotta zu Hause 5:0 durch und überholt die Kloten Flyers.

Ambri gehört zu den Lieblingsgegnern von Biel. Zwar verloren die Seeländer die letzte Partie im Tessin (4:5), doch davor hatten sie zehnmal in Serie gewonnen. Die Gastgeber wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Basis zum Sieg legten die Bieler in den ersten 20 Minuten. Nach 90 Sekunden konnte Eric Beaudoin den Puck nach einem Pass von Marc-Antoine Pouliot ins leere Tor einschieben, weil Ambris Torhüter Nolan Schaefer hinter dem Tor ausgerutscht war. In der 16. Minute erhöhte Ryan MacMurchy aus spitzem Winkel auf 2:0. Der Kanadier traf in der 52. Minute auch noch zum 4:0, womit er nach sieben Spielen für Biel bei sieben Treffern angelangt ist.

Im zweiten Drittel bekundete Ambri Pech, als Inti Pestoni in der 27. Minute nur den Pfosten traf. Danach machten die Gäste mächtig Druck, eine klare Chance blieb aber Mangelware. Eine Sekunde vor der zweiten Pause traf dann Jacob Micflikier im Powerplay zum 3:0, nachdem Schaefer den Puck nicht hatte festhalten können. Reto Berra feierte seinen ersten Shutout in dieser Saison; er musste allerdings nur 18 Schüsse parieren.

Während Biel den dritten Sieg in Serie feierte, erlitt Ambri die sechste Niederlage in den letzten sieben Spielen.

Davos - Kloten: Davoser Effizienz und starker Genoni

Der HC Davos kehrt nach fünf Niederlagen zum Siegen zurück. Die Bündner bezwingen Kloten zu Hause 2:0. Die Flyers rutschen erstmals seit dem 13. November unter den Strich.
20:8 lautete das Schussverhältnis im ersten Drittel zu Gunsten Klotens. Dennoch führte Davos nach 20 Minuten 2:0. In der 4. Minute brachte Dario Bürgler sein Team mit seinem 18. Saisontreffer in Führung. Der HCD-Topskorer profitierte von einem Scheibenverlust von Lukas Stoop in der neutralen Zone, worauf er von Petr Sykora lanciert wurde. 31 Sekunden vor der ersten Pause schoss Beat Forster nach einem herrlichen Pass von Reto von Arx das 1:0. Der Verteidiger skorte in der vierten Partie in Folge - wie auch Reto von Arx.

Die beste Chance für die Flyers vergab der neuverpflichtete Stürmer Brian Willsie, der in der 15. Minute aus nächster Nähe am überragenden Davoser Torhüter Leonardo Genoni scheiterte. Der Kanadier hatte am Vortag noch für TPS Turku gespielt. Willsie spielte in einer Linie mit Alexandre Giroux, dem zweiten Kanadier, der für Kloten debütierte. Doch auch die beiden Neuen konnten die Klotener Probleme, Tore zu schiessen, (vorerst) nicht beheben. Die Gäste bemühten sich zwar, doch zu vielen Chancen kamen sie nicht. Zudem hatten sie Pech, als Marcel Jenni in der 30. Minute nur den Pfosten traf.

Genoni musste für seinen zweiten Shutout in dieser Saison 39 Schüsse abwehren. Die Klotener erlitten im zwölften Spiel im neuen Jahr die neunte Niederlage.

SCL Tigers - Bern: Tigers gewinnen packendes Derby

Die SCL Tigers bezwangen den SC Bern in einem verrückten Derby 6:5 nach Verlängerung. Den entscheidenden Treffer erzielte der zweifache Torschütze Pascal Pelletier nach 33 Sekunden in der Overtime.

Zunächst sah alles nach dem fünften Sieg in Serie für den SCB aus. Jaroslav Bednar mit einer schönen Einzelleistung und Geoff Kinrade mit einem herrlichen Weitschuss im Powerplay brachten die Gäste in den ersten fünf Minuten 2:0 in Führung. Die beiden Tore fielen innerhalb von 67 Sekunden. Doch die Tigers reagierten und gingen in der 25. Minute 3:2 in Führung; die Tore erzielten zweimal Kurtis McLean und Pelletier. In der Folge hatte Langnau die Partie im Griff und hätte mit zwei Toren in Führung gehen können

Doch die Berner schlugen zurück. Joël Vermin (35.), der zuvor acht Spiele nicht getroffen hatte, Pascal Berger in Unterzahl (38.) und Ryan Gardner (49.) im Powerplay brachten den Tabellenzweiten wieder mit zwei Toren in Führung. Etienne Froidevaux (55.) und Simon Moser (59.) retteten die SCL Tigers mit zwei Shorthandern! in die Verlängerung. Zu den Matchwinnern des Heimteams avancierten Pelletier und McLean, die je zwei Tore und Assist erzielten.

Die beiden Teams lieferten sich eine attraktive Begegnung auf gutem Niveau. Das Motto lautete: spielen und spielen lassen. Zudem erwischten beide Goalies nicht den besten Abend. SCB-Keeper Marco Bührer beispielsweise hinterliess beim 2:2 und 5:5 eine schlechte Figur. So beendete der Tabellenletzte Langnau eine drei Partien dauernde Niederlagenserie. Gegen Bern war es der zweite Sieg in Serie.

Rapperswil-Jona - ZSC Lions: Der Meister fand spät zum Sieg

Die Rapperswil-Jona Lakers verloren auch ihr drittes Heimspiel in dieser Saison gegen die ZSC Lions. Die Zürcher gewannen mit 3:2 nach Verlängerung, obwohl Rapperswil-Jona bis zur 52. Minute mit 2:1 geführt hatte.

Die ZSC Lions verdienten sich den Sieg dank einer Leistungssteigerung nach der zweiten Pause. Die Lions dominierten das letzte Drittel mit 9:4 Torschüssen. Die entscheidenden Tore zur Wende gelangen beide Roman Wick, beide Male auf Vorarbeit von Mikko Lehtonen, der im Dress des Zürcher SC debütierte. Beim 2:2-Ausgleich acht Minuten vor Schluss musste Roman Wick nur noch einschieben. Beim Siegtor nach 37 Sekunden der Verlängerung liessen die Lakers Wick zu viel Zeit, so dass sich dieser die Ecke aussuchen konnte.

Die Rapperswil-Jona Lakers dürfen nur mit den ersten 40 Spielminuten zufrieden sein. Sie zeigten nach einem viertägigen Trainingslager in Arosa eine engagierte Leistung, am Ende fehlte ihnen aber wohl die Kraft. Im Finish agierten sie viel zu passiv.

Lugano - Zug: Zug verspielt klaren Vorsprung und gewinnt trotzdem

Eine spektakuläre Partie liefern sich Lugano und Zug. Der EV Zug verspielt innerhalb von 143 Sekunden eine 3:0-Führung, setzt sich am Ende aber trotzdem mit 4:3 durch.
Die Zuger verdankten den Sieg ihrem beeindruckenden Überzahlspiel. Viermal spielte Zug im Powerplay. Daraus resultierten zwei Tore (3:0 und 4:3) und ein weiterer Treffer unmittelbar nach Ablauf der Strafe (2:0). Der HC Lugano dagegen schlug aus drei Überzahl-Chancen kein Kapital, obwohl sie in der Schlussphase des zweiten Abschnitts sogar während anderthalb Minuten zu fünft gegen bloss drei Zuger spielen konnten.

Das Siegtor zum 4:3 für Zug gelang Verteidiger Patrick Fischer nach nur zehn Powerplay-Sekunden in der 43. Minute. Dem HC Lugano gelang in der Folge keine weitere Reaktion mehr. Nach der Heimniederlage zeichnet sich ab, dass Lugano die Qualifikation kaum mehr unter den ersten vier wird beenden können. Auch sonst steht das Team von Larry Huras zwei Wochen vor dem Playoff-Auftakt vor einem neuen Problem. Nach dem ersten Gegentor schied Nummer-1-Torhüter Daniel Manzato mit einer Knieverletzung aus.

Genève-Servette - Fribourg: Vom 2:4 zum 5:4

Der HC Fribourg-Gottéron wurde nach acht Siegen hintereinander wieder einmal bezwungen. Die Freiburger verloren das Westschweizer-Derby in Genf gegen Servette mit 4:5 nach Verlängerung.

Es wäre indes gewagt zu behaupten, die dritte Nationalmannschaftspause hätte Leader Fribourg aus dem Rhythmus geworfen. Die Freiburger machten lange Zeit alles richtig. Gottéron sah auch bis zur 52. Minute wie der sichere Sieger aus. Als Servette im Schlussabschnitt vorerst auf 2:3 verkürzte, gelang Benny Plüss lediglich 48 Sekunden später wieder das 4:2. Bei diesem Skore blieb es bis zur 52. Minute. Die Absenz von Julien Sprunger, der wegen seiner Sperre noch weitere sechs Partien fehlen wird, schien bis zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht ins Gewicht zu fallen. Für Sprunger spielte Sandro Brügger an der Seite von Andrej Bykow und Benny Plüss, und auch in dieser Zusammensetzung gelangen der Formation zwei Tore (1:0 und 4:2).

Doch plötzlich entglitt dem Team von Hans Kossmann die Partie. Es begann damit, dass Verteidiger Adam Hasani in der 47. Minute verletzt ausschied. Dann gelangen den Cousins John und Dan Fritsche innerhalb von 124 Sekunden für Servette die Tore zum 4:4-Ausgleich. Und mit dem Schwung dieser späten Treffer und der Begeisterung der 7135 Fans im «Hexenkessel Les Vernets» fand Servette den Weg zum Sieg. Captain Goran Bezina gelang in der 63. Minute das Siegtor.

Der Genève-Servette HC hofft nun, für die entscheidende Phase der Meisterschaft wieder den Schwung der ersten Monate gefunden zu haben. Mit dem Kampfgeist vom Freitag dürfte das Team von Chris McSorley auch in den Playoffs Partien gewinnen können. Der Sieg über Gottéron verleiht Selbstvertrauen. Schon im Herbst, als für die Genfer alles optimal lief, wurde Fribourg mit viel Spektakel 5:1 und 4:3 besiegt. Danach folgten aber drei Niederlagen mit bloss noch einem erzielten Tor (0:3, 1:2, 0:2). Dass den Genfern nun gegen Fribourg in den letzten 18 Minuten der Partie vier Tore gelangen, macht Mut für die nächsten Spiele.

National League A

Datum Spiel Resultat
04.02.17  Biel - Genève-Servette 1:3 (0:0,0:2,1:1)
04.02.17  Bern - ZSC 1:2 (0:0,0:0,1:1,0:1) n.V.
04.02.17  Kloten - Langnau 2:3 (1:0,0:2,1:0,0:1) n.V.
04.02.17  Fribourg-Gottéron - Lausanne 1:3 (0:0,0:0,1:3)
04.02.17  Zug - Davos 3:5 (0:2,1:1,2:2)
04.02.17  Ambri-Piotta - Lugano 4:1 (1:0,1:1,2:0)
05.02.17  Davos - Ambri-Piotta 3:2 (1:0,2:2,0:0)
05.02.17  Lugano - Zug 5:3 (2:0,2:1,1:2)
05.02.17  Genève-Servette - Fribourg-Gottéron 6:3 (2:0,1:0,3:3)
05.02.17  Langnau - Kloten 4:3 (2:0,0:2,1:1,0:0) n.P.
R Mannschaft Sp S U+ U- N G : E P
1. Bern 44 26 5 4 9 137 : 102 92
2. ZSC 44 22 9 7 6 144 : 102 91
3. Zug 44 26 3 6 9 141 : 102 90
4. Lausanne 45 22 5 1 17 142 : 123 77
5. Davos 44 19 4 3 18 132 : 119 68
6. Genève-Servette 45 16 4 10 15 118 : 122 66
7. Biel 44 19 2 3 20 130 : 124 64
8. Lugano 46 16 5 4 21 129 : 151 62

9. Langnau 45 15 4 3 23 108 : 128 56
10. Kloten 45 12 3 10 20 127 : 151 52
11. Ambri-Piotta 45 8 8 4 25 108 : 144 44
12. Fribourg-Gottéron 45 10 5 2 28 112 : 160 42

(sda)