WM-Plätze

13. Februar 2011 22:34; Akt: 13.02.2011 22:34 Print

Das grosse Gerangel kann beginnen

von Marcel Allemann - Den letzten Test vor der unmittelbaren WM-Vorbereitung hat die Nati hinter sich gebracht. Das System sitzt zwar, aber das Team hat noch Luft nach oben.

storybild

Starker Auftritt: Rafael Diaz (l., im Duell mit dem Slowaken Richard Zednik) ist für die WM gesetzt. (afp)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Mit einem 3:1 gegen Weissrussland und einem 0:2 gegen den stark besetzten Gastgeber Slowakei schloss die Schweiz den Slovakia Cup ab. Die gute Nachricht: Die Eisgenossen traten als Einheit auf und setzten die System-Vorgaben von Trainer Sean Simpson zu dessen Zufriedenheit um. Die schlechte Nachricht: Gegen die Slowakei trat wieder einmal ein bekanntes Schweizer Übel ausgeprägt in Erscheinung – die mangelhafte Chancenauswertung. «Wir arbeiteten die ganze Woche daran, aber das geht nicht von heute auf morgen», sagt Simpson dazu.

Der Kanadier kann sich jetzt zum Studium zurückziehen und sich Gedanken darüber machen, wie sein Team Ende April an der WM aussehen soll. Es gilt, aus rund 40 Kandidaten 25 auszuwählen. Das Gerangel um die Plätze kann beginnen. Je nach Saisonverlauf in Nordamerika könnte vor allem die Defensive im Vergleich zu den Testspielen anders aussehen, spielen doch mit Sbisa, Weber, Blindenbacher und Josi gleich vier interessante Verteidiger in Übersee. Unwahrscheinlich ist dagegen eine WM-Teilnahme von Streit nach seiner Schulterverletzung. Von den NLA-Spielern ist einzig der derzeit überragende Diaz für die Verteidigung gesetzt. Doch dahinter beginnt ein Konkurrenzkampf, dem sich womöglich sogar die in dieser Saison nicht über alle Zweifel erhabenen Routiniers Seger, Bezina und Vauclair stellen müssen: einerseits gegen inzwischen ebenfalls gestandene Spieler wie Von Gunten, DuBois oder Furrer, andererseits aber auch gegen die aufstrebenden Ramholt, Grossmann und Blum.