Playoff Spiel 2

12. März 2019 19:07; Akt: 12.03.2019 23:25 Print

SC Bern siegt nach Verlängerung

Der SC Bern gewinnt das zweite Spiel der Serie gegen Servette, muss allerdings bis in die Verlängerung zittern.

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Der SC Bern befindet sich in den Playoffs wieder auf Kurs. Die Berner schaffen dank Mark Arcobello auswärts gegen Genf-Servette mit einem 3:2 nach Verlängerung den Ausgleich zum 1:1 in der Serie. Der Berner Topskorer erzielte zuerst das 2:0 und in der Overtime nach 65:21 Minuten das Siegtor. Im zweiten Abschnitt wurde ein weiteres Goal des Kanadiers (zu Recht) nicht anerkannt.

Starke Genfer

Bern setzte sich auf glückhafte Art und Weise durch. Die Berner gingen durch ihren allerersten Torschuss nach sieben Minuten in Führung. Und auch in der Verlängerung schoss Bern nur einmal aufs Tor. Servette dagegen spielte für seine Verhältnisse famos. Es ist fragwürdig, ob Servette besser Hockey spielen kann. Aber trotz der tollen Leistung und 45:25 Torschüssen standen die Servettiens am Ende mit leeren Händen da.

Und trotz der Genfer Überlegenheit sah Bern schon während der regulären Spielzeit lange wie der sichere Sieger aus. Die Berner gingen nach in Unterzahl (!) und mit dem allerersten Torschuss (!) mit einem Bully-Goal durch Tristan Scherwey in Führung. Dieses Goal ermöglichte es Bern, passiv auf Konterchancen zu lauern. Nach Torschüssen stand es zur ersten Pause 19:4 für Servette, nach 30 Minuten sogar 29:6. Der Berner Minimalismus schien zum Erfolg zu führen. Bis zur 52. Minute führte Bern mit 2:0.

Später Ausgleich

Im Finish wechselte das Glück jedoch kurzzeitig die Seite. Bern traf plötzlich nicht mehr ins Tor, sondern durch Arcobello nur an die Latte (54.) und durch Eric Blum nur an den Innenpfosten (59.). Und Servette realisierte in den letzten neun Minuten, als nicht mehr viele an ein Genfer Aufbäumen glaubten, die zwei Goals zum Ausgleich. Kevin Romy fälschte einen Schuss für Leonardo Genoni unhaltbar zum 1:2 ins Netz ab. Beim Genfer Ausgleich sah aber Genoni nicht mehr gut aus: Er liess einen Schuss von Rubin nach vorne abprallen, Juraj Simek realisierte mit dem Nachschuss den Ausgleich.

Genève-Servette - Bern 2:3 (0:1, 0:1, 2:0, 0:1) n.V.

7066 Zuschauer. - SR Dipietro/Lemelin, Kovacs/Obwegeser. - Tore: 7. Scherwey (Haas/Ausschluss Ruefenacht!) 0:1. 40. (39:18) Arcobello (Moser, Ruefenacht) 0:2. 52. Romy (Simek) 1:2. 58. Simek (Rubin) 2:2. 66. (65:21) Arcobello (Ruefenacht, Moser) 2:3. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 5mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Bozon; Arcobello.

Genève-Servette: Mayer; Martinsson, Tömmernes; Mercier, Fransson; Völlmin, Bezina; Antonietti; Jacquemet, Richard, Winnik; Riat, Kast, Rod; Fritsche, Berthon, Bozon; Rubin, Romy, Simek; Maillard.

Bern: Genoni; Burren, Almquist; Krueger, Blum; Anderson, Beat Gerber; Kamerzin; Ruefenacht, Arcobello, Moser; Mursak, Ebbett, Bieber; Sciaroni, Haas, Scherwey, Grassi, Heim, Berger; Brügger.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Almond, Bouma, Douay, Vukovic, Wick, Wingels (alle verletzt), und Skille (überzähliger Ausländer), Bern ohne Jeremi Gerber (abwesend), Kämpf und Untersander (beide verletzt). - Timeout Bern (Coach's Challenge). - Pfostenschüsse: Arcobello (54.), Blum (59.).

Tigers - Lausanne: Lausanne wie verwandelt

Lausanne hat in der Viertelfinalserie gegen die SCL Tigers eine eindrückliche Reaktion gezeigt. Die Waadtländer siegten auswärts 3:0 und glichen zum 1:1 aus. Das Schussverhältnis ist nicht immer aussagekräftig, in dieser Partie unterstreicht es jedoch die Stärkeverhältnisse. Als Lausanne in der 36. Minute dank Joël Vermin im Powerplay 3:0 in Führung ging, lautete dieses 23:4 zu Gunsten der Gäste. Die Lausanner traten im Vergleich zur 1:5-Heimniederlage am Dienstag wie verwandelt auf. Sie spielten extrem aggressiv und überforderten damit die Langnauer in den ersten 40 Minuten.

Eine Augenweide war das 2:0 von Lausanne in der 26. Minute. Christoph Bertschy bediente Dustin Jeffrey von hinter der eigenen Torlinie, worauf der Kanadier alleine auf den Langnauer Keeper Damiano Ciaccio losziehen konnte und diesen zwischen den Schonern erwischte. Jeffrey hatte schon am Dienstag zum 1:0 getroffen. Diesmal gingen die Waadtländer mit der Führung, für die in der 13. Minute Sandro Zangger verantwortlich gezeichnet hatte, deutlich besser um.

Die Tigers halfen mit einigen dummen Strafen mit. Zwar steigerten sie sich im letzten Abschnitt, Zählbares schaute jedoch nicht heraus. Der Lausanner Goalie Sandro Zurkirchen (15 Paraden) kam ohne grössere Probleme zu einem Shutout. Somit warten die Langnauer weiter auf den ersten Heimsieg in den Playoffs. Bei der zuvor einzigen Teilnahme im Jahr 2011 unterlagen sie dem SC Bern mit 0:4 Siegen. Dass sie nun den Heimvorteil wieder verloren haben, muss sie jedoch nicht beunruhigen. Die Emmentaler waren in der Qualifikation das drittbeste Team auf fremdem Eis.

SCL Tigers - Lausanne 0:3 (0:1, 0:2, 0:0)

6000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker/Kaukokari, Castelli/Fuchs. - Tore: 13. Zangger (Froidevaux, Lindbohm) 0:1. 26. Jeffrey (Bertschy) 0:2. 36. Vermin (Genazzi, Junland/Ausschluss DiDomenico) 0:3. - Strafen: 8mal 2 plus 10 Minuten (Gerber) gegen die SCL Tigers, 3mal 2 plus 10 Minuten (Traber) gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Giliati; Jeffrey.

SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Leeger; Erni, Lardi; Cadonau, Randegger; Huguenin; Elo, Gagnon, Dostoinow; DiDomenico, Pascal Berger, Giliati; Kuonen, Diem, Neukom; Rüegsegger, Gustafsson, Nils Berger; Gerber.

Lausanne: Zurkirchen; Junland, Genazzi; Trutmann, Grossmann; Lindbohm, Frick; Nodari; Moy, Emmerton, Leone; Bertschy, Jeffrey, Vermin; Zangger, Froidevaux, Kenins; Antonietti, In-Albon, Herren; Traber.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Pesonen (krank), Blaser, Johansson und Punnenovs (alle verletzt). Lausanne ohne Borlat, Mitchell, Roberts (alle verletzt) und Partanen (überzähliger Ausländer).

Ambri-Piotta - Biel: Kaltblütiges Biel führt 2:0 in der Serie

Ein kaltblütiges Biel gewinnt bei Ambri-Piotta nach einem 1:2-Rückstand mit 3:2. Mit dem sechsten Sieg in Folge gegen Ambri-Piotta legten die Seeländer eine 2:0-Führung in der Viertelfinal-Serie vor. Den Siegtreffer für die Gäste erzielte Benjamin Hügli (58.), der nach einem Abpraller vor Ambris Tor die Scheibe nur noch einzuschieben brauchte.

Als Ambri in der 47. Minute durch einen Ablenker von Dominik Kubalik mit 2:1 in Führung ging, nutzten die Seeländer eine Strafe gegen Ambris Fabio Hofer nur 97 Sekunden später zum 2:2 durch Toni Rajala aus. Es war der Wendepunkt.

Dabei hatte der Bieler Topskorer im Mitteldrittel noch eine Möglichkeit zur 2:0-Führung ausgelassen, als er an Ambris Keeper Benjamin Conz (32.) scheiterte. Fünf Minuten später wurden die Leventiner noch ihrem Ruf als bestes Powerplay-Team der Liga gerecht. Der 1:1-Ausgleich durch Fabio Hofer auf Vorarbeit von Dominik Kubalik und Dominic Zwerger erfolgte mittels einer mustergültigen Speed-Passfolge.

Der ansonsten tadellose Bieler Keeper Jonas Hiller blieb da für einmal machtlos. Davor hatte der frühere NHL-Keeper eine Führung der Gastgeber unter anderem mit drei Top-Paraden verhindert, unter anderen gegen Qualifikations-Topskorer Dominik Kubalik.

Ambri hatte zudem im Startdrittel selbst in zwei Unterzahl-Situationen die besseren Möglichkeiten zum Führungstreffer verzeichnet. Doch auch da war Hiller vorab bei einem Abschluss von Kubalik im Finish des ersten Abschnitts zur Stelle.

Ausgerechnet Ambris früherer Stürmer Jason Fuchs hatte die Seeländer entgegen dem Spielverlauf in Führung gebracht. Er nutzte in der 25. Minute eine krasse Unaufmerksamkeit der Gastgeber aus. Die Leventiner hatten den Bieler Stürmer ungehindert im Slot zum Abschluss kommen lassen.

Ambri - Biel 2:3 (0:0, 1:1, 1:2)

6090 Zuschauer. - SR Hebeisen/Salonen, Kaderli/Gnemmi. - Tore: 25. Fuchs (Diem) 0:1. 37. Hofer (Kubalik, Zwerger/Ausschluss Künzle) 1:1. 47. Kubalik (Zwerger, Guerra) 2:1. 49. Rajala (Pouliot/Ausschluss Hofer) 2:2. 58. Hügli (Schmutz) 2:3. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 3mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Fischer; Diem.

Ambri-Piotta: Conz; Plastino, Ngoy; Fischer, Guerra; Fora, Dotti; Jelovac; D'Agostini, Novotny, Hofer; Trisconi, Kostner, Bianchi; Zwerger, Müller, Kubalik; Rohrbach, Goi, Lauper; Mazzolini.

Biel: Hiller; Kreis, Salmela; Maurer, Forster; Fey, Forster; Sataric; Pedretti, Pouliot, Rajala; Riat, Diem, Künzle; Brunner, Fuchs, Kärki; Schmutz, Neuenschwander, Hügli; Tschantré.

Bemerkungen: Ambri ohne Lerg und Pinana (beide verletzt), Biel ohne Earl (krank). - 58:27 Timeout Ambri, anschliessend ohne Torhüter.

Lugano - Zug: EV Zug dank Effizienz zum 2:0

Dem letztjährigen Finalisten Lugano droht ein frühes Saisonende. Die Tessiner verlieren gegen den EV Zug zuhause 1:5 und liegen in der Best-of-7-Serie 0:2 zurück. Lino Martschini zeichnete sich als Doppeltorschütze aus. 12:6 zugunsten der Luganesi lautete das Schussverhältnis im Mitteldrittel, dennoch ging dieses mit 3:1 an die Zuger. Das sagt einiges aus über die Effizienz, die am Dienstag bei den Zentralschweizern trotz des 3:2-Sieges noch ein Manko gewesen war.

Allerdings machten die Bianconeri den Gästen das Toreschiessen einfach. Beim 0:2 (26.) griff Luganos Goalie Elvis Merzlikins nach einem harmlosen Schuss von Garrett Roe daneben. 52 Sekunden später erhöhte der ab der kommenden Saison für den HCL spielende Dominic Lammer auf 3:0, nachdem der Tessiner Verteidiger Stefan Ulmer den Puck an der gegnerischen blauen Linie an Sven Leuenberger verloren hatte. Wie der erst 20-jährige Leuenberger, der in seinem zweiten Playoff-Spiel in der National League abermals punktete, in der Folge Lammer bediente, verdient allerhöchste Anerkennung.

Merzlikins zog einen rabenschwarzen Abend ein, hätte er doch auch das 5:1 von Lino Martschini nach 36 Sekunden im Schlussabschnitt verhindern müssen. Der flinke Flügelstürmer war schon beim 4:0 (31.) im Powerplay erfolgreich gewesen, nachdem er am Dienstag das wichtigen 1:0 in Überzahl erzielt hatte. Damit hat Martschini nach zwei Viertelfinalspielen gleich oft getroffen wie in den letzten vier Jahren in den Playoffs zusammengezählt.

Lugano- Zug 1:5 (0:1, 1:3, 0:1)

6874 Zuschauer. - SR Wiegand/Tscherrig, Wüst/Progin. - Tore: 20. (19:14) Simion 0:1. 26. (25:09) Roe (Suri) 0:2. 27. (26:01) Lammer (Leuenberger) 0:3. 31. Martschini (Everberg, Roe/Ausschluss Ronchetti) 0:4. 35. Hofmann (Lapierre) 1:4. 41. Martschini (Everberg/Ausschluss Vauclair) 1:5. - Strafen: 7mal 2 plus 10 Minuten (Walker) gegen Lugano, 6mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Morant) plus Spieldauer (Morant) gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Bertaggia; Alatalo.

Lugano: Merzlikins; Loeffel, Chorney; Wellinger, Chiesa; Ulmer, Vauclair; Ronchetti; Lapierre, Lajunen, Haapala; Hofmann, Sannitz, Bürgler; Bertaggia, Morini, Jörg; Fazzini, Romanenghi, Walker; Reuille.

Zug: Stephan; Alatalo, Thiry; Diaz, Morant; Schlumpf, Zgraggen; Zryd; Everberg, Roe, Simion; Martschini, Flynn, Suri; Lammer, McIntyre, Leuenberger; Albrecht, Senteler, Schnyder.

Bemerkungen: Lugano ohne Cunti und Klasen (beide verletzt). Zug ohne Stadler und Klingberg (beide krank). - Timeout Lugano (27.). - Pfostenschüsse: 38. Hofmann, 55. Fazzini.

Eishockey

(tbe/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • DäruBE am 12.03.2019 23:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selbe Spiel gesehen?

    Ich frage mich, ob der Artikelschreiber das selbe Spiel zwischen Genf und Bern gesehen hat wie ich. Das Torschussverhältnis ist kein Gradmesser, sondern die Qualität der Chance und da hat Genf 2 Zufallsdinger reingedrückt während der SCB 2 Metalltreffer hatte. Aus meiner Sicht hatte Genf eher Dusel, dass sie es überhaupt in die Overtime geschafft haben...

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  • Sandro am 13.03.2019 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    Super Leistung

    Grosses Kino von den Zugern ! Starke Leistung Jungs. Vor allem von Lino (wurde in Playoffs immer kritisiert) und Stephan. Hoffentlich geht es am Donnerstag so weiter. Nicht nachlassen und so weiter spielen. Das macht Freude zum zuschauen.

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  • Liste am 13.03.2019 00:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Sache

    SCB gewinnt in Genf! Gute Sache.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tigers-Fan vo de Blümlisalp am 13.03.2019 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Vieles passte einfach.......

    Die SCL - Tigers haben gestern gegen den HC Lausanne einen schlechten Abend eingezogen. Vieles passte einfach nicht zusammen, die notwendigen Emotionen für ein solch wichtiges Spiel fehlte............ und Schiedsrichter Stricker pfiff noch seinen "Senf" dazu.

  • Züris Susi Club am 13.03.2019 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer weis etwas?

    Findet im Hallenstadion gerade ein Konzert / Messe statt? Wer weis etwas? Oder weshalb spielt der ZSC kein Playoff?

  • SCB1931 am 13.03.2019 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt gehts los

    Endlich sind die Bären aufgewacht. Nun heisst geradeaus in den Final marschieren und den Titel holen.

    • Tom Minder am 13.03.2019 10:17 Report Diesen Beitrag melden

      Hopp SCB

      Einfach jetzt konzentriert weitermachen, gibt absolut keinen Grund abzuheben.

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  • Domi So am 13.03.2019 08:21 Report Diesen Beitrag melden

    Minimalist

    Wie immer nur das Minium ... Typisch Bern

  • Sandro am 13.03.2019 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    Super Leistung

    Grosses Kino von den Zugern ! Starke Leistung Jungs. Vor allem von Lino (wurde in Playoffs immer kritisiert) und Stephan. Hoffentlich geht es am Donnerstag so weiter. Nicht nachlassen und so weiter spielen. Das macht Freude zum zuschauen.

    • tuni am 13.03.2019 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sandro

      Meister wird dieser Versager Club ebenso wenig wie es Gotteron jemals wird!

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