Thomas Déruns

03. Februar 2011 00:02; Akt: 03.02.2011 00:07 Print

Der neue Hahn bringt Bewegung in den Stall

von Peter Berger - Thomas Déruns trainierte gestern erstmals seit seinem Wechsel von Servette mit dem SC Bern. Heute debütiert der Stürmer beim Meister gegen die Lakers.

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Es sind hektische Tage für Thomas Déruns (28). Am Sonntagmittag wurde er über die Wechselabsichten informiert, am Montag war der Deal perfekt. Gestern trainierte der Stürmer nach einer Nacht im Hotel schon in Bern. «Es ist schon etwas hart. Alles änderte innerhalb von 24 Stunden. Ich war neun Jahre in Genf, habe dort viele Freunde, aber jetzt bin ich bereit für ein neues Kapitel in Bern.»

Déruns hielt sich im ersten Training mit dem SCB vor allem an Jean-Pierre Vigier. Ihn kennt er – wie Assistenztrainer Hans Kossmann – aus gemeinsamen Servette-Zeiten. «In Genf kannte er ­alles, hier läuft vieles anders. Das muss er lernen», sagt Vigier. Der Kanadier ist von Déruns überzeugt, bezeichnet ihn gar als Pferd: «Er arbeitet hart und wird dem Team viel bringen.» Davon geht auch Larry Huras aus. Der Coach sah gestern in Déruns aber eher einen Hahn als ein Pferd. «Wenn ein neuer Hahn in den Stall kommt, plustern sich die anderen auf.» Mit diesem Vergleich lobte Huras den Neu­zugang indirekt für die erhöhte Intensität im Training.

Mit geröteten Wangen erzählte Déruns nach der Einheit, dass der Rhythmus höher sei als in Genf. Er ist indes weit ­davon entfernt, etwas Schlechtes über seinen vorherigen Arbeitgeber zu sagen. Auch wenn ihn Genf-Trainer Chris McSorley «völlig überraschend» wegtransferiert hat. «Chris hat mich alles gelehrt und mich geformt. Ich habe mich von ihm in Frieden verabschiedet und werde ihn auch freundlich wieder grüssen.» Doch vorerst muss sich Déruns in Bern einleben. Gestern sah er sich am Nachmittag eine Wohnung an. Seine Freundin bleibt vorerst in Genf. «Meine Wohnung dort werde ich auch noch behalten. Der grosse Umzug findet erst im Sommer statt.»