Davos vor Augen

15. März 2011 08:12; Akt: 15.03.2011 08:12 Print

DiPietros letzter Tanz mit Zug

von Marcel Allemann - Ein Olympia-Held bittet zum letzten Playoff-Tanz mit dem EV Zug: Nach dieser Saison muss Paul DiPietro Jüngeren Platz machen.

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Zwar nur noch ein Ergänzungsspieler, aber immer mit vollem Engagement dabei: Paul DiPietro. (Foto: keystone)

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Als der EVZ DiPietro kurz vor Weihnachten mitteilte, dass er Ende Saison aussortiert wird, reagierte dieser unwirsch: Es sei ein dummer Entscheid und er sei «sehr sauer», tobte der eingebürgerte Kanadier gegenüber der «Neuen Luzerner ­Zeitung». Auf die Frage, ob die Zeit die Wunden inzwischen geheilt habe, will DiPietro nicht eingehen: «Es ist vorbei – darüber möchte ich nicht mehr sprechen.»

Irgendwann in den kommenden Wochen wird nach elf Jahren deshalb seine Ära in Zug zu Ende gehen – im schlechtesten Fall bereits nächste Woche im Halbfinal gegen den HC Davos, im besten Fall mit dem ersten Meistertitel im April. Noch gibt sich DiPietro cool: «An meinen Abschied denke ich überhaupt nicht – ich bin voll und ganz auf unsere Serie gegen Davos konzentriert.»

Noch kein Karrierenende in Sicht

Wehmut will der Olympia-Held von 2006 in Turin mit seinen zwei Toren beim historischen 2:0-Sieg gegen Kanada nicht aufkommen lassen – vielmehr ist er happy, in den Halbfinals dabei zu sein, «schliesslich sind die Playoffs die schönste Hockeyzeit des Jahres». Eine Schlüsselrolle wie einst nimmt DiPietro, der seine Karriere an einem anderen Ort (in der NLB?) fortsetzen will, nicht mehr ein. Beschweren will er sich darüber nicht: «Ich versuche mein Bestes, wenn der Trainer mich aufs Eis schickt.»

Der Stürmer glaubt auch daran, dass der EVZ gegen den grossen Favoriten HCD etwas ausrichten kann: «Wir sind zwar der Underdog, aber wir haben gegen Davos in dieser Saison gute Spiele gezeigt und in der Vergangenheit auch starke Playoff-Serien. Das wird eine toller Halbfinal!»