SCL Tigers

02. März 2011 22:58; Akt: 02.03.2011 22:33 Print

Die Euphorie weicht der Ernüchterung

von Peter Berger - Einigkeit bei Langnaus Protagonisten: Die Tigers spielen gut, aber nicht gut genug, um den SC Bern zu besiegen.

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Die Einsamkeit des Torhüters: Auch Benjamin Conz konnte nicht verhindern, dass die SCB-Spieler am Dienstag viermal jubeln durften. (Keystone)

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Mit riesigen Ambitionen sind die SCL Tigers in ihre ersten Playoffs gestartet. Aber schon nach zwei Spielen hat die Euphorie einer Ernüchterung Platz gemacht. «Wir machen eigentlich alles richtig, aber das ist nicht gut genug», sagt John Fust. Der Trainer ist damit nicht zufrieden. «Nur gut sein ist für uns nicht mehr gut genug. Wir wollen gewinnen.»

Doch dem Trainer sind die Hände gebunden, wenn seine Leistungsträger wie Captain Pascal Pelletier keine Tore mehr erzielen. «Nicht nur die Ausländer, auch die Schweizer müssen besser werden», betont Fust. Für die Verunsicherung der Stürmer hat der Coach kein Verständnis. «Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, um vor dem Tor nachzudenken, sondern jetzt müssen sie sofort eine Lösung finden und treffen.» Fust fordert generell mehr Verkehr vor SCB-Goalie Marco Bührer. «Die Spieler müssen dorthin stehen, wo es weh tut.» Mängel hat der Kanadier auch im Spielaufbau festgestellt. «Wir können uns zu wenig vom Druck der Berner befreien, weil der erste Pass oft nicht ankommt.» Routinier Jörg Reber pflichtet dem Trainer bei: «Wir müssen aber in allen Bereichen die Kleinig­keiten verbessern.» Auch der 36-jährige Verteidiger sagt: «Gut reicht nicht, wir müssen besser spielen, wenn wir Bern bezwingen wollen.»

Fust appelliert an die Ehre: «Es fehlt nicht viel, nur ein paar Prozent. Mit mehr Willen erreichen wir die 100 Prozent.» Ob das reicht, wird sich weisen. Denn bisher war einzig Goalie Benjamin Conz besser, in allen anderen Bereichen hat der SCB Vorteile.