WM-Vorbereitung

20. April 2018 22:26; Akt: 20.04.2018 23:05 Print

Die Schweiz vergibt zu viele Chancen und verliert

Im ersten Testspiel gegen Norwegen trifft die Schweizer Nationalmannschaft lange das Tor nicht und unterliegt mit 1:2.

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Unzufriedener Auftritt: Am Samstagnachmittag braucht es in Biasca eine Reaktion der Nationalmannschaft. (Bild: Keystone)

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Das Schweizer Nationalteam hat das erste von zwei Länderspielen gegen Norwegen verloren. Das Team von Trainer Patrick Fischer unterlag in Langenthal 1:2. Es war die erste Niederlage gegen die Skandinavier nach drei Siegen.

Es nicht so, dass die Schweizer eine schlechte Leistung zeigten. Doch einmal mehr war bei den Einheimischen die Chancenauswertung ein Manko, fehlt es doch nicht an ausgezeichneten Möglichkeiten. Den einzigen Treffer zum 1:2 erzielte Verteidiger Joël Genazzi in der 57. Minute bei sechs gegen vier Feldspielern. Überhaupt sah das Powerplay im Grossen und Ganzen ansehnlich aus. Darauf lässt sich trotz des zu geringen Ertrages aufbauen.

Dominiert, aber lange torlos geblieben

Die Schweizer hätten nach einem sehr entschlossenen Start früh in Führung gehen müssen. In der 4. Minute brachte Damien Riat alleine vor dem überragenden norwegischen Keeper Henrik Haukeland den Puck nicht im Tor unter, eine Minute später scheiterte Joël Vermin solo vor Haukeland am Pfosten. Letzterer vergab in der 29. Minute eine weitere ausgezeichnete Möglichkeit zum 1:0.

Den zweiten Abschnitt dominierten die Schweizer mit einem Schussverhältnis von 19:5 (total 41:19) deutlich, dennoch trafen einzig die Norweger, wobei es das Heimteam dem Gast bei vier gegen vier Feldspielern viel zu einfach machte. Tobias Lindström, der ohne norwegischen Pass spielende Schwede, der seinen 30. Geburtstag feierte, konnte in der 37. Minute seelenruhig um das Tor der Schweizer kurven und den völlig freistehenden Verteidiger Stefan Espeland bedienen, der per Direktschuss erfolgreich war. Die Einheimischen verteidigten in dieser Szene viel zu puckorientiert.

Zuerst die Topchance, dann das Gegentor

Symptomatisch für das Spiel war auch, dass die Schweizer vor dem 0:2 von Lindström (44.) eine weitere Topchance vergeben hatten, diesmal scheiterte Noah Rod solo vor Haukeland. Dann kam auch noch Pech dazu, als der Schuss von Lindström vom Pfosten an den Rücken von Keeper Gilles Senn prallte und von dort ins Tor ging. Allerdings war auch dieser Gegentreffer alles andere als zwingend. Danach lief bei den Schweizern bis zum 1:2 nicht mehr viel zusammen.

Im Vergleich zu den zwei Siegen in der vergangenen Woche gegen Weissrussland setzte Fischer auf neun neue Spieler, sechs davon vom SC Bern. Diese blieben aber sehr diskret. Dafür zeigte der in der AHL für die Cleveland Monsters spielende Calvin Thürkauf in seinem ersten Länderspiel einige gute Ansätze. Allerdings sündigte auch der 20-jährige Center mehrmals im Abschluss, vor allem in der 30. Minute, als er aus bester Position zu ungenau zielte.

Bereits am Samstag erhalten die Schweizer in Biasca im zweiten Spiel gegen Norwegen die Möglichkeit, es besser zu machen.

Schweiz - Norwegen 1:2 (0:0, 0:1, 1:1)

Langenthal. 3'339 Zuschauer. Tore: 37. Espeland (Lindström/Ausschlüsse Moser; Mathis Olimb) 0:1. 44. Lindström (Rosseli Olsen) 0:2. 57. Genazzi (Ausschluss Bull) 1:2 (ohne Goalie). - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 6mal 2 Minuten gegen Norwegen.

Schweiz: Senn; Untersander, Frick; Loeffel, Paschoud; Diaz, Geisser; Fora, Genazzi; Rod, Thürkauf, Scherwey; Riat, Corvi, Moser; Bodenmann, Haas, Rüfenacht; Vermin, Walser, Mottet.

Bemerkungen: Schweiz ohne Genoni, Siegenthaler und Albrecht. Norwegen ohne Holös (alle überzählig). Pfostenschüsse: 5. Vermin, 32. Bodenmann.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • gloria derungs am 21.04.2018 00:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das wird ein wm-debakel geben

    das wird eine verkorkste wm geben, unter fischer gabs nur rückschritte. das ist ein looser-coach. die spiele der schweizer sind auch nicht schön anzuschauen, effizienz gegen null, grausam.

  • globi am 20.04.2018 23:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine Überraschung

    Wen überrascht das Resultat. Ohne Tore keine Siege und das wird so bleiben wenn im Schweizer Hockey nicht etwas Entscheidendes passiert. Wer es nicht glaubt soll die Torschützenliste einmal genau anschauen.

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  • Gurkenmann am 21.04.2018 04:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hockeynation

    Mit dieser Gurkentruppe wird das eh nichts!! Und Kredit hat Fischer auch aufgebraucht. Lernt wieder zu verstehen, dass die CH keine Top Eishockeynation ist!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Te Rasse am 22.04.2018 22:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider

    Ist keine positive Entwicklung feststellbar

  • Dan am 21.04.2018 15:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Negativer gehts nimmer

    Unglaublich negative Kommentare Haut weiter rein, wusste nicht dass wir soviel Frauen und Männer haben, die sooooooo gut wissen dass die Schweiz ein Debakel erleben wird! Es sind erwachsene Spieler die diesen Sport betreiben. Wenn die Mannschaft nicht erfolgreich ist, dann liegt es auch an den Spieler! Trainer hin oder her, und wenn jeder Besserwisser hier Einfluss auf die Mannschaftsaufstellung hätte, würden wir mit 100 Spieler antreten

  • Steffen am 21.04.2018 14:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fischer ma gut sein. Aber für die Nati langt es ni

    Kossmann wäre noch frei nach der WM...

  • Steffen am 21.04.2018 11:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    NHL

    Es wäre schön, wenn bei einer WM auch die besten Spieler spielen könnten. So macht eine WM kein Spass! Wenn die NHL nicht mitmacht, sollte man die WM abwerten und die junioren WM aufwerten.

  • Cavi33 am 21.04.2018 10:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nicht B-klassig werden

    So läuft es dann an der WM, einfach kein System mit diesem Trainer. Das Überzahlspiel in der Schlussphase war alles andere als eine taktische Meisterleistung.