Playoff-Viertelfinal

10. März 2011 14:40; Akt: 10.03.2011 23:23 Print

EVZ erreicht Halbfinal-Quali in Verlängerung

Wie bereits 2009 und 2010 steht der EV Zug in den Playoff-Halbfinals. Das Team von Doug Shedden setzte sich in der Serie gegen Gèneve-Servette dank eines 5:4-Auswärtssieges nach Verlängerung mit 4:2 durch.

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Damit gelang den Zugern die Revanche für das Playoff-Out im vergangenen Jahr; damals waren sie den Genfern im Halbfinal 2:4 unterlegen. Nächster Gegner der Zentralschweizer ist Qualifikationssieger HC Davos. Den zweiten Finalisten machen die Kloten Flyers und Titelverteidiger SC Bern unter sich aus. Die erste Runde findet am kommenden Dienstag statt.

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Nachdem die vergangenen beiden Partien zwischen Zug und Servette erst in der Verlängerung respektive im Penaltyschiessen entschieden worden waren, durfte auch diesmal eine spannende Partie erwartet werden. EVZ-Captain Duri Camichel hatte gar eine Schlacht prophezeit. Und in der Tat kamen die 7382 Zuschauer in der Les-Vernets-Halle in den Genuss eines packenden Spiels, das erst nach 12:25 der Overtime durch ein Konter-Tor von Damien Brunner entschieden wurde. In der regulären Spielzeit hatten die Genfer durch drei Powerplay-Tore von Flurin Randegger (36.), Nordamerika-Rückkehrer Juraj Simek (49.) und Brian Pothier 61 Sekunden vor Schluss (mit 6 gegen 4) einen 1:4-Rückstand (30.) aufgeholt, was auch daran lag, dass die Zuger nach dem vermeintlich komfortablen Vorsprung zu passiv geworden waren.

Furioses Startdrittel der Gäste

Dabei schien die Partie nach 20 Minuten entschieden. Denn die Adler aus Genf präsentieren sich im ersten Drittel überraschenderweise lahm wie ein Spatz. Die Gastgeber wirkten müde, hinterliessen den Eindruck, als würden sie ein Freundschaftsspiel bestreiten und nicht gegen das frühzeitige Saisonende kämpfen.

So kam der EVZ relativ problemlos zu einer 3:0-Führung (15.), wobei Fabian Schnyder für das 1:0 (10.) und das 3:0 verantwortlich zeichnete. Beim ersten Treffer profitierte er von einem Abpraller des starken Genfer Goalies Tobias Stephan, beim 3:0 schloss er einen 2:1-Konter ab. Dazwischen traf Sven Lindemann (13.) zum 2:0 - Servette-Verteidiger John Gobbi war kurz zuvor von der Strafbank zurückgekehrt. Schnyder hätte in der 18. Minute gar das 4:0 erzielen müssen. Wie überlegen die Gäste im ersten Drittel waren, verdeutlicht das Schussverhältnis von 16:6.

Casutt fünffacher Playoff-Torschütze

Im zweiten Drittel erwachten dann die Genfer aus ihrer Lethargie. Und nachdem der in dieser Saison enttäuschende Tony Salmelainen in der 25. Minute auf 1:3 verkürzt hatte, war endlich Feuer in der Partie. Das Heimteam stürmte nun wild nach vorne, vergass darob jedoch die Defensive. Und so konnte Corsin Casutt nach einem herrlichen Pass von Fabian Sutter alleine auf Tobias Stephan losziehen, worauf er diesem keine Chance liess. Für Casutt war es bereits der fünfte Treffer in dieser Serie.

Genève-Servette - Zug 4:5 (0:3, 2:1, 2:0, 0:1) n.V.
Les Vernets. - 7382 Zuschauer. - SR Rochette/Stricker, Abegglen/Kaderli.
Tore: 10. Fabian Schnyder (Holden, Damien Brunner) 0:1. 13. Sven Lindemann (Wozniewski, Rüfenacht) 0:2. 15. Fabian Schnyder (Damien Brunner, Oppliger) 0:3. 25. Salmelainen (Cadieux, Pothier) 1:3. 30. Casutt (Sutter) 1:4. 36. Flurin Randegger (Walsky, Toms/Ausschluss Di Pietro) 2:4. 49. Simek (Nicolet, Trachsler/Ausschluss Fabian Schnyder) 3:4. 59. Pothier (Ausschluss Wozniewski/Genf ohne Torhüter) 4:4. 73. (72:25) Damien Brunner (Fabian Schnyder) 4:5.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 6mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Toms; Metropolit.
Genève-Servette: Tobias Stephan; Vukovic, Goran Bezina; Pothier, Mercier; Gobbi, Höhener; Toms, Berthon, Salmelainen; Walsky, Paul Savary, Rubin; Pivron, Trachsler, Flurin Randegger; Simek, Cadieux, Nicolet.
Zug: Markkanen; Wozniewski, Patrick Fischer; Oppliger, Diaz; Chiesa, Blaser; Snell; Björn Christen, Metropolit, Casutt; Damien Brunner, Holden, Fabian Schnyder; Sven Lindemann, Sutter, Rüfenacht; Fabian Lüthi, Duri Camichel, Di Pietro.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Breitbach, Rivera, Fritsche und Park (alle verletzt). Zug ohne Corsin Camichel (krank).

(sda)