National League A

23. Februar 2011 11:27; Akt: 23.02.2011 12:19 Print

EVZ sorgt für neuen Rekord

Das Zuschauer-Interesse in der abgelaufenen NLA-Qualifikation ist weiter gestiegen. Dies ist vor allem der neuen Eishockey-Arena in Zug zu verdanken.

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Zuschauerstatistik NLA-Qualifikation 2010/11.

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Gegen 1,9 Millionen Fans verfolgten die total 300 Partien, was im Vergleich zum Vorjahr einen durchschnittlichen Anstieg von 125 Personen pro Spiel ergibt. Mit den Spruchbändern «50 Spiele sind 6 zu viel» protestierten die eingefleischten Fans der 12 Klubs in den letzten Runden geschlossen gegen die nach ihrer Meinung zu hohe Anzahl Spiele. Zumindest über die ganze Liga gesehen wurde diese These widerlegt. Auch in der vierten Saison seit der Einführung der sechs zusätzlichen Runden verzeichnete die NLA einen Zuschaueranstieg (37 505 in absoluten Zahlen).

Die Zuschauer-Bilanz täuscht allerdings. Bei näherer Betrachtung wird ersichtlich, dass der neuerliche Anstieg praktisch allein auf das Konto des EV Zug geht. Die Innerschweizer lockten dank ihrer neuen Arena durchschnittlich fast 2000 (!) zusätzliche Zuschauer pro Partie an, was einen absoluten Wert von gegen 50 000 Fans ergibt.

Ligakrösus SCB

Den grössten Zuschauerschnitt (15 709) weist wenig überraschend einmal mehr der SC Bern aus. Die Berner, die mit dieser Zahl wie gewohnt auch auf europäischer Ebene die Bestmarke setzen werden, verzeichneten nach dem Gewinn des Meistertitels einen Anstieg von durchschnittlich 146 Fans. Nebst Zug und Bern erhöhten auch Genève-Servette (+369), Ambri-Piotta (+167), die SCL Tigers (+139) und Davos (+10) ihre Zuschauerzahlen. Der «tiefe» Anstieg in Langnau trügt, weil die Emmentaler letzte Saison ein Heimspiel gegen den SCB nach Bern verlegten. Zieht man die «zusätzlichen» Fans aus dieser Partie ab und rechnet mit 6550 Zuschauern in einer ausverkauften Ilfis-Halle (statt 13 215 in der PostFinance-Arena), betrüge der durchschnittliche Anstieg in dieser Saison gar 406 Fans.

Sechs Klubs mussten im Vergleich zum Vorjahr ein Minus hinnehmen. Den grössten Zuschauerschwund verzeichneten die Rapperswil-Jona Lakers (-391). Die Lakers verkrachten sich zu Beginn der Saison mit einem Teil der Stehplatz-Fans, die in der Folge den Partien lange Zeit fernblieben. Nur unwesentlich weniger Zuschauer als Rapperswil verlor der EHC Biel (-375). Das Minus von 205 Fans in Freiburg (19-mal ausverkauft!) ist zu einem Teil mit der tieferen Zuschauer-Kapazität (100 Plätze weniger) zu erklären.

(sda)