Bern

13. März 2011 23:03; Akt: 13.03.2011 23:36 Print

Ein Sweep scheint unvorstellbar

von Peter Berger - Das Wiedersehen im Halbfinal: Vor einem Jahr warf der SC Bern auf dem Weg zum Titel die Kloten Flyers mit einem Sweep (4:0) raus. Damit rechnet diesmal niemand.

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SCB-Verteidiger Hänni (r.) bremst Flieger Hollenstein. (Foto: Keystone)

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Sven Leuenberger fügt gleich mehrere Gründe an, warum die Flyers diesmal nicht mehr der krasse Aussenseiter sind. «Bei ihren jungen Spielern wie Hollenstein oder Bodenmann ist der Knopf aufgegangen, dazu kam mit Bieber ein guter Transfer.» Wobei Hollenstein die Viertelfinals gegen die ZSC Lions (4:1) wegen einer Schulterprellung verpasste. SCB-Sportchef Leuenberger hat aber auch festgestellt, dass die Zürcher «in der Verteidigung dank DuPont und Blum breiter und ausgeglichener sind».

Andere Gründe liefert der Blick auf die Tabelle. Vor einem Jahr sammelten die Berner in den 50 Qualifikationsrunden 15 Punkte mehr als die Flieger. Diese Saison war es genau umgekehrt, weshalb diesmal die Zürcher Heimvorteil ­geniessen. Während der Titelverteidiger unter Larry Huras zu Beginn nicht in die Gänge kam, lag die Equipe von Andres Eldebrink fast während der ganzen Regular Season an der Spitze und wurde erst am Schluss von Davos noch abgefangen.

Aber dass die Klotener eine ­ausgeglichenere und konstantere Qualifikation ablieferten als die Berner, ist in den Playoffs wertlos. Das wissen auch die Flyers. Des­wegen ist der Respekt auf beiden ­Seiten gross. Keiner will die Favoritenrolle übernehmen. Leuenberger sagt es so: «Es wird sicher kein 4:0 mehr geben. Wir können die Klotener schlagen, aber sie können auch uns bezwingen.»