Eishockeyspieler des Monats

03. Oktober 2019 13:04; Akt: 03.10.2019 15:41 Print

Ein Topskorer kämpft für sexuelle Toleranz

von Philipp Muschg - Tommy Wingels (31) ist das Gesicht von Servette. Ein ganz besonderes, denn er setzt sich für Homosexuelle ein.

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Gewöhnlich ist das nicht. Servette, ein Club auf Sparkurs, mischt an der Tabellenspitze mit. Angeführt von einem Amerikaner, der letzte Saison meist verletzt war. Willkommen in der Welt von Tommy Wingels, dem zweifachen Vater und Schwulenrechtler.

Wobei Schwulenrechtler nur teilweise stimmt. Das Etikett LGBTQ fasst ja alle möglichen sexuellen Identitäten zusammen. Und Wingels will genau das nicht: Athleten nach persönlichen Vorlieben beurteilen. Als Stiftungsrat von You Can Play kämpft er für einen Sport, in dem private Präferenzen keine Rolle spielen. Es ist ein Engagement, an dessen Anfang der Tod eines Freundes stand.

Wingels hielt die Abdankungsrede

Erst 21-jährig war Brendan, als er 2010 mit dem Auto verunfallte. Zwei Monate zuvor hatte der Sohn des legendären NHL-Managers Brian Burke im TV sein Coming-out gehabt, doch Wingels war schon länger im Bild gewesen, als Stürmer im Uni-Team, das Burke managte, aber auch als Freund. Am Grab hielt er die Abdankungsrede. Und als Brendans Bruder Patrick 2012 You Can Play gründete, schrieb Wingels den ersten Check.

Eigentlich wäre er der perfekte Botschafter. Als zweitbester Skorer der Schweizer Liga ist er sportlich top. Und durch seine Kleinfamilie mit Frau, Tochter und Sohn gibt er dem Wunsch nach Toleranz ein vertrautes Gesicht. Dennoch ist er gespalten. Er spreche gerne über Homophobie, aber es mache ihn auch traurig: «Denn diese Diskussion sollte man mittlerweile nicht mehr führen müssen.»

Oder doch? Bis heute gab es weder in der NHL noch in der National League ein einziges Coming-out.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dani am 03.10.2019 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Ich finde er hat recht. Es ist im Sport wirklich egal, wen du liebst oder welches Haustier du hast oder wie viele Kinder du hast. Das ist alles Privatsache.

  • chreis891 am 03.10.2019 18:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    super!

    Super und vorbildhaft! Leben und leben lassen!

  • Sensation.white am 03.10.2019 16:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    müsste viel mehr geben

    hut ab

Die neusten Leser-Kommentare

  • chreis891 am 03.10.2019 18:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    super!

    Super und vorbildhaft! Leben und leben lassen!

  • Sensation.white am 03.10.2019 16:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    müsste viel mehr geben

    hut ab

  • Anna Lisa am 03.10.2019 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Macht Sport, nicht Politik

    Man will nicht bei jedem Thema "belehrt" werden.

  • Pager am 03.10.2019 14:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist Nötigung

    Ich lass diese Gruppe Menschen in Frieden ihr Leben leben. Aber warum müssen wir immer davon lesen. Meiner Auffassung ist das Nötigung von Menschen die das nicht dauernd serviert bekommen

  • Dani am 03.10.2019 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Ich finde er hat recht. Es ist im Sport wirklich egal, wen du liebst oder welches Haustier du hast oder wie viele Kinder du hast. Das ist alles Privatsache.