Spiel gedreht

08. November 2018 17:49; Akt: 08.11.2018 20:23 Print

Erfolgreicher Start in den Deutschland-Cup

Die Schweiz setzt sich gegen die Slowakei nach einem frühen 0:1-Rückstand mit 3:2 durch.

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Die Schweizer verdienten sich den Sieg im ersten Spiel seit dem verlorenen WM-Final gegen Schweden (2:3 n.P.) mit einer Leistungssteigerung nach der ersten Pause. Dario Simion (30.) und Noah Rod (38.), einer von fünf Silberhelden im Team, wendeten im Mittelabschnitt ein 0:1 in ein 2:1. Für ersteren war es im elften Länderspiel der erste Treffer.

Zwar glichen die Slowaken in der 43. Minute in Überzahl zum 2:2 aus, fünf Minuten später nutzen die Schweizer aber ihrerseits das dritte Powerplay zum Siegestreffer. Der beim HC Davos wieder erstarkte Inti Pestoni, der erstmals seit knapp drei Jahren das Nationaldress trug, vollendete eine schnelle Kombination.

Bei sämtlichen drei Toren der Eisgenossen hatte Christoph Bertschy seinen Stock im Spiel. Der 24-jährige Flügelstürmer, der seit dieser Saison nach drei Jahren in Nordamerika für Lausanne tätig ist, strotzte vor Spielfreude. «Manchmal läuft es», sagte Bertschy bescheiden. «Ich fühlte mich heute gut. Die Sachen, die ich versucht habe, sind aufgegangen. Dann steigt das Selbstvertrauen, je länger die Partie dauert.» Zum Spiel sagte Bertschy: «Das zweite und dritte Drittel waren aus unserer Sicht sehr gut. Darauf können wir aufbauen. In der Defensive agierten wir solid. Gegen vorne spielten wir mit sehr viel Speed und wagten etwas.»

Harziger Start

Im ersten Drittel bekundeten die Schweizer Anlaufschwierigkeiten und kreierten im Angriff kaum etwas. Vier Torschüsse (total 23) war die magere Ausbeute in den ersten 20 Minuten. «Es war ein harziger Start», sagte Fischer. «Wir bewegten uns im ersten Drittel nicht gut in der offensiven Zone. Danach spielten wir cleverer mit der Scheibe und konnten die Slowaken unter Druck setzen.» So ging der Plan auf, die Osteuropäer in deren Zone auseinanderzuziehen und die Verteidiger mehr zu integrieren. «Die Jungs haben es super adaptiert», freute sich der Nationaltrainer über die Steigerung nach der ersten Pause.

Fischer setzte beim vierten Sieg in Serie gegen die Slowaken mit Torhüter Gauthier Descloux, Andrea Glauser, Roger Karrer und Marco Miranda auf vier Neulinge. Schliesslich nutzt er den Deutschland Cup dazu, jungen Spielern wichtige Erfahrungen zu ermöglichen, um für noch mehr Breite zu sorgen. Die beste Note aus diesem Quartett verdiente sich Descloux. Der Keeper von Genève-Servette rettete der Schweiz im Schlussabschnitt mit einem sogenannten Big Save den Sieg und wehrte insgesamt 23 Schüsse ab.

Ruhetag, dann wartet der Gastgeber

Auch mit Glauser und Karrer war Fischer zufrieden: «Glauser spielte hinten heraus sehr stark. Er hat eine gute Ruhe am Stock und ist körperlich stark. Bei Karrer gefällt mir die Art und Weise, wie er spielt. Er versucht, in der defensiven Zone Lösungen zu finden.» Für Miranda war es insofern eine schwierige Partie, als er nur als 13. Stürmer zum Einsatz kam und dadurch keinen guten Rhythmus hatte.

Die Schweizer haben am Freitag einen Ruhetag, ehe sie am Samstag auf Gastgeber Deutschland treffen. Der Olympia-Zweite bestreitet das letzte Turnier unter Erfolgstrainer Marco Sturm, der danach in die NHL zu den Los Angeles Kings wechselt, wo er als Assistent arbeiten wird. Die Schweizer haben sehr schlechte Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffen mit der DEB-Auswahl. An den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang unterlagen sie im Achtelfinal mit 1:2 nach Verlängerung. Es war die dritte Niederlage in Folge gegen den Erzrivalen. «Es wird ein guter Test», sagte Christoph Bertschy. «Wir werden alles unternehmen, um ihnen die Party zu vermiesen.»

Telegramm:

Slowakei - Schweiz 2:3 (1:0, 0:2, 1:1)

Krefeld. - SR Iwert/Schrader (GER), Kyei Niemako/Leermakers (GER/NED). – Tore: 2. Bondra (Sukel, Malec) 1:0. 30. Simion (Bertschy) 1:1. 38. Rod (Bertschy) 1:2. 43. Hascak (Pulis, Gernat/Ausschluss Rod) 2:2. 48. Pestoni (Bertschy, Fuchs/Ausschluss Gernat) 2:3. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die Slowakei, 3mal 2 Minuten gegen Deutschland.

Slowakei: Janus; Chovan, Daloga; Sersen, Rosandic; Grman, Malec; Gernat, Mikus; Rapac, Kytnar, Kudrna; Lantosi, Sukel, Bondra; Svitana, Spirko, Lunter; Pulis, Bubela, Hascak.

Schweiz: Descloux; Fora, Frick; Glauser, Kreis; Karrer, Marti; Heldner; Bertschy, Walser, Rod; Riat, Fuchs, Pestoni; Martschini, Richard, Herren; Mottet, Albrecht, Simion; Miranda.

Bemerkungen: Schweiz ohne Senn (Ersatztorhüter), Flüeler, Paschoud und Bachofner (alle überzählig). – Länderspiel-Debüts von Descloux, Glauser, Karrer und Miranda. – Timeout Slowakei (59.). – Schüsse: Slowakei 25 (7-7-11); Schweiz 23 (4-14-5). – Powerplay-Ausbeute: Slowakei 1/3; Schweiz 1/4.

Eishockey

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • PAT am 08.11.2018 23:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tiger und SwissHockey Fan

    Ich freue mich auf die Nati im 2018 / 2019 Hopp Schwyz Alles Gute für unseren Fischer der sicher gute Leute fischt

  • F. Ischer am 08.11.2018 20:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toptrainer

    Ist es zufall, das Trainer mit dem Namen Fischer erfolg haben im Sport? Fischer im Eishockey, Fischer im Fussball und Boby Fischer beim Schach. Fischer sollte man heissen.

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  • G. No am 09.11.2018 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr davon bitte

    Cool, Gratulation and die ganze Mannschaft! Ein Pestoni gehört fix in die Nati, ein ausgezeichneter Spieler. Super, dass es ihm wieder läuft.

Die neusten Leser-Kommentare

  • danilo am 10.11.2018 13:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Doppelbürger??

    Die singen die Hymne auch nicht :-)

    • T. Rottel am 10.11.2018 16:05 Report Diesen Beitrag melden

      @danilo

      Eishockey ist wie Fussball übrigens auch kein Gesangswettbewerb, (zum Glück). :-)

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  • Bern Davos Lausanne Genf am 10.11.2018 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    sind Verräter am Schweizer Hockey

    Alles was die Nati über die letzten 20 Jahre aufgebaut hat wollen die zerstören. Ich fordere von den Hockey Verantwortlichen das kein Spieler mehr aus diesen Klubs in den nächsten 20 Jahren für die Nati aufgeboten wird es muss Konsequenzen haben für den Verrat weil dann auch kein Zukünftiger Nati Spieler zu diesen 4 Klubs wechseln wird.

    • Sportakus am 10.11.2018 12:24 Report Diesen Beitrag melden

      @Bern Davos Lausanne Genf

      Könnten Sie uns Lesern auch erläutern, warum diese von Ihnen genannten Klubs Verrter sein sollten? Verbindlichsten Dank im voraus.

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  • G. No am 09.11.2018 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr davon bitte

    Cool, Gratulation and die ganze Mannschaft! Ein Pestoni gehört fix in die Nati, ein ausgezeichneter Spieler. Super, dass es ihm wieder läuft.

  • PAT am 08.11.2018 23:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tiger und SwissHockey Fan

    Ich freue mich auf die Nati im 2018 / 2019 Hopp Schwyz Alles Gute für unseren Fischer der sicher gute Leute fischt

  • F. Ischer am 08.11.2018 20:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toptrainer

    Ist es zufall, das Trainer mit dem Namen Fischer erfolg haben im Sport? Fischer im Eishockey, Fischer im Fussball und Boby Fischer beim Schach. Fischer sollte man heissen.

    • Experte am 09.11.2018 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @F. Ischer

      Es heisst bobby fisher und nicht boby fischer.

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