Playoffs

22. März 2011 07:55; Akt: 22.03.2011 07:59 Print

Erster Halbfinal-Doppelnuller seit elf Jahren?

Im Jahr 2000 zogen die ZSC Lions und der HC Lugano je mit 4:0 Siegen in den Playoff-Final ein. Der HC Davos und die Kloten Flyers können heute diese Geschichte wiederholen.

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Im Frühjahr 2000 zogen die ZSC Lions und der HC Lugano je mit 4:0 Siegen in den Playoff-Final ein. (Bilder: Keystone)

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Erst ein einziges Mal seit man im Schweizer Eishockey in den Playoffs Best-of-7-Serien spielt, also seit der Saison 1997/1998, hat sich in einer Spielzeit in den Halbfinals das zugetragen, was sich heute erneut abspielen kann: Nämlich, dass zwei Teams den Playoff-Final erreichen, ohne in der Runde der letzten Vier auch nur ein Spiel zu verlieren. Dies war in der Saison 1999/2000 der Fall. Im Tessiner Derby sorgte Lugano mit 6:3, 4:1, 6:1, 5:1 für klare Verhältnisse, während die ZSC Lions dem EV Zug mit 3:2, 4:1, 6:2 und 4:2 die Krallen zeigten. Zwei Serien, zweimal 4:0 Siege - ein klares Verdikt. Den Meisterkübel in die Höhe stemmen durften am Ende die Zürcher Löwen.

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Die beiden Überflieger von damals haben in der aktuellen Meisterschaft nichts mehr zu sagen. Die ZSC Lions schieden im Playoff-Viertelfinal sang- und klanglos gegen den Rivalen aus Kloten aus (1:4 Siege), das einstige «Grande Lugano» musste sogar in die Playouts. Dafür stehen heute Abend der HC Davos und die Kloten Flyers kurz davor, ebenfalls mit dem vierten Sieg in Folge alles klar zu machen. Der EV Zug (gegen den HCD) und Titelverteidiger Bern (gegen Kloten) konnten bisher noch nicht gewinnen.

«Mission impossible» für Bern und Zug

Auch wenn die Innerschweizer oder die «Mutzen» heute Abend das Playoff-Aus noch abwenden können: Die Hoffnung auf ein Weiterkommen ist minim. Zumindest, wenn man der Statistik glaubt. Denn in der Geschichte der Playoffs haben erst drei Mannschaften es geschafft, einen 0:3-Rückstand noch in ein Weiterkommen zu verwandeln. Lugano gelang dies 2006 gegen Ambri, Zug 2007 gegen die Lakers und dem HCD 2008 gegen Zug - alle drei Wenden passierten im Viertelfinal. Ein Ding der Unmöglichkeit also? Nicht wenn es nach Davos-Trainer Arno Del Curto geht. «Vor drei Jahren haben wir nach einem 0:3-Rückstand gegen Zug noch gewonnen - das kann der EVZ auch. Denn die geben nie auf, ich ziehe den Hut vor dieser Mannschaft», sagte der Bündner gegenüber der «20 Minuten»-Printausgabe. Aufmunterung also sogar aus dem gegnerischen Lager. Was es bringt, erfahren Sie ab 19.45 Uhr im Live-Ticker von 20 Minuten Online.

(mon)