Kloten-Rettung

28. Juni 2012 11:52; Akt: 28.06.2012 13:07 Print

Fetscherin spielt das Zünglein an der Waage

von Klaus Zaugg - Das grandiose Hockey-Sommertheater steuert auf ein wagnerianisches Finale zu: Rettung heute um 17 Uhr oder ein Untergang mit Getöse. Das Problem sind die Aktien von Adrian Fetscherin.

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Der SVP-Politiker und Unternehmer Hans-Ulrich Lehmann (Bild) traf gemeinsam mit Klotens Geschäftsführer Matthias Berner die Mannschaft. Zurück zu den Wurzeln: Die Kloten Flyers richten sich neu aus und heissen fortan wieder EHC Kloten. Zwei Tage nach dem Ausstieg der kanadischen Investoren-Gruppe Avenir Sports Entertainment informiert CEO Matthias Berner über die Zukunft der Kloten Flyers. «Wir machen alles für eine NLA-Zukunft», so Berner. Viel zu jubeln hatte der Kloten-Flyers-Besitzer Bill Gallacher nicht. Nach nur knapp elf Monaten gibt die kanadische Investoren-Gruppe Avenir Sports Entertainment bekannt, sich so schnell wie möglich aus der NLA-Organisation zurückziehen zu wollen. Philippe Gaydoul verkauft seine Anteile an den Flyers an die kanadische Investorengruppe. Gaydoul wird an einer ausserordentlichen Generalversammlung offiziell zum Präsidenten der Kloten Flyers gewählt. Kloten-Präsident Rolf Mosimann hat genug und legt sein Amt nieder. Damit ist klar, dass Gaydoul zum Präsidenten gewählt wird. Im neuen, fünfköpfigen Verwaltungsrat, nehmen mit dem ehemaligen Handballer Pascal Jenny, Daniel Riediker und Michael Kloter drei neue Personen Einsitz. Dazu kommen Rolf A. Mosimann und Mirko Baldi, die nach den Turbulenzen im Winter ihren Rücktritt erklärt hatten, sich nun aber der Wiederwahl stellten. Philippe Gaydoul gibt seinen Rücktritt als Verbandspräsident per 18. September bekannt. Damit endet das umstrittene Doppelmandat in absehbarer Zeit. Die Rettung der Kloten Flyers ist nun definitiv. Der Konkursrichter hat das Verfahren gegen den Eishockeyclub aufgehoben. Die Sanierung sei überzeugend gelungen. Die Aufhebung des Konkursverfahrens gegen die Kloten Flyers muss vertagt werden. Noch fehlen die Bestätigungen, dass alle Bedingungen erfüllt sind. Die Task Force des NLA-Eishockey-Klubs gibt an einer Medienkonferenz bekannt, dass die Schulden um 8,1 Mio Franken reduziert werden konnten. Trotzdem: Felix Hollenstein muss gehen. Adrian Fetscherin scheint das Zünglein an der Waage zu spielen. Was macht er mit seinem Aktienanteil? An einer Pressekonferenz übergibt er seine Aktien. Damit sind die Flyers gerettet. Fetscherin kündigt zudem Strafanklage gegen Ex-Präsident Jürg Bircher an. Kloten bestätigt, dass Roman Wick eine Offerte über acht Jahre und eine «berufliche Perspektive für die Zeit nach seiner Karriere als Spieler» angeboten wurde. Zudem soll der Entscheid fallen, ob Hollenstein tatsächlich Cheftrainer wird. Philippe Gaydoul ernennt Wolfgang Schickli (48) zum neuen CEO. Der Quereinsteiger gilt als «Pitbull» und selbst Trainer Felix Hollenstein ist bei ihm nicht gesetzt. Der unfreiwillige Abgang von Trainer Anders Eldebrink aus finanziellen Gründen wird schriftlich besiegelt. Der Schwede erhält eine Abgangsentschädigung. Klotens Ex-Präsident Jürg Bircher gesteht im Interview mit 20 Minuten Fehler während seiner Amtszeit ein und befürchtet, dass man ihn in der nächsten Saison nicht mehr im Stadion sehen will. Flyers-Retter Peter Bossert ist einen Schritt weiter. Die Ligaversammlung hat den Klotenern die Lizenz für die Saison 2012/13 unter strengen Auflagen erteilt. Kurz vor der «Rettungs-PK» der Knall in Kloten: Nationalstürmer Roman Wick (26), der Schwede Niklas Nordgren (32) und Nationalverteidiger Patrik von Gunten (27) müssen die Kloten Flyers im Zuge der Sparmassnahmen verlassen. Auch Félicien Dubois (28) und Samuel Walser (20) dürften den Klub verlassen. Sie waren mit der 15-prozentigen Lohnkürzung nicht einverstanden. Milliardär und Swiss-Ice-Hockey-Verwaltungsratspräsident Philippe Gaydoul soll die Kloten Flyers retten. Er gehört zu einer Investorengruppe, welche demnächst einen Übernahme-Vertrag unterzeichnen soll. Jürg Bircher stellt sein Aktienpaket den Sanierern der Kloten Flyers zur Verfügung. Ausserdem wird der Konkursaufschub bis zum 2. Juli vom Bülacher Bezirksgerichts bewilligt. Die Sanierer Peter Bossert und Daniel Hunkeler beantragen einen Konkurs-Aufschub bis Ende Juni für den maroden Klub. In einer Woche muss die Task Force ausserdem einen genauen Sanierungsplan abliefern. Jürg Bircher (Bild) und Kurt Hildenbrand treten aus dem Verwaltungsrat der EHC Kloten Sport AG zurück. Beide stellen ihre Aktienpakete «unverzüglich und entschädigungslos» zuhanden neuer Investoren zur Verfügung. Die Frist der Liga für die Offenlegung der Zahlen wird den Kloten Flyers bereits ein zweites Mal verlängert. Die neue Deadline ist der 6. Juni. Ein lokaler Unternehmer will mithelfen, die Kloten Flyers zu retten. Hans-Peter Domanig von der Priora Group stellt 500'000 Franken bereit, die in ein Rettungspaket fliessen sollen, wenn sich neun weitere Unternehmen finden lassen, welche dieselbe Summe zahlen. Kurz nach der Gründung einer Task Force durch Ex-Präsident Peter Bossert und der Stadt Kloten präsentiert der aktuelle Verwaltungsrat der EHC Kloten Sport AG eine neue Investorengruppe «Kanada/Schweiz». Zusammen mit zwei ehemaligen NHL-Spielern soll die Überschuldung von 6,5 oder 9,2 Millionen Franken - je nach Bewertung - getilgt werden. Eine Task Force wird gegründet, um den Konkurs der Kloten Flyers abzuwenden. Der ehemalige Verwaltungsratspräsident Peter Bossert übernimmt die Führung. Die Spieler gehen in die Offensive und gründen den Verein «Kloten Flyers Forever». Sie sind zu Eingeständnissen bereit, wollen aber Geld sammeln. Unter anderem mit einem Event am 26. Mai. Liga-Manager Ueli Schwarz sagt unmissverständlich: «Die Kloten Flyers müssen bis zur Ligaversammlung vom 7. Juni nicht nur den Nachweis erbringen, dass das Unternehmen nicht überschuldet ist. Wir verlangen darüber hinaus die Garantie für den Spielbetrieb der nächsten Saison. Sonst ist die Lizenz weg.» Die Spieler der Kloten Flyers fordern per Einschreiben ihre Löhne (April und Mai) sowie die fälligen Prämien ein. Bezahlt der Verein bis zum 31. Mai nicht, können die Profis fristlos kündigen. Der Jahresverlust dürfte sieben Millionen betragen, die Gesamtverschuldung deren 14. Lehmann will sich nicht detailliert äussern, spricht aber von einem «finsteren Loch» und glaubt an die baldige Eröffnung eines Konkursverfahrens. Präsident Jürg Bircher sagt: «Also meiner Meinung nach ist die Verschuldung nicht höher als sieben Millionen.» Und der Jahresverlust? «Hoch, sehr hoch.» Trotzdem hofft er noch auf einen neuen Investoren. Hans-Ulrich Lehmann (oben links) steigt nicht bei den Flyers ein, da die Schulden grösser als befürchtet sind. Bis am 10. Mai wollte Lehmann eigentlich entscheiden, ob er einsteigt oder nicht. Der Termin kann nicht eingehalten werden. Lehmann: «Eine Überprüfung der Zahlen ist bis zum 10. Mai einfach nicht möglich. Ich brauche also noch ein paar Tage mehr Zeit und werde am 15. Mai informieren.» Die Kloten-Fans machen ihrem Frust öffentlich Luft. Rund 200 Anhänger des kriselnden Eishockey-Klubs demonstrieren für ihren Verein - und nicht gegen Präsident Jürg Bircher. Obwohl sich Fetscherin bei Bircher für sein Vorgehen entschuldigt, wird er die Flyers nicht mehr übernehmen. Dafür kommt am 24. April der nächste Tiefschlag: Die April-Löhne sollen nicht mehr bezahlt werden können. Dafür keimt die Hoffnung auf einen anderen Investor: Hans-Ulrich Lehmann. Am 10. Mai soll informiert werden. Fetscherin selbst ist an der PK anwesend, erhält aber Redeverbot. Er weicht für seine eigene PK kurzerhand in ein Altersheim aus. Und glaubt weiter an die Übernahme. Bircher kontert die Vorwürfe (hier im Bild mit Vizepräsident Jan Schibli) an einer PK. «Wir gehen davon aus, dass die Kloten Flyers in der nächsten Saison in der National League A spielen werden. Seit Freitagmittag sei man wegen des Rückzugs von Fetscherin, der per 1. Mai die Geschäftsführung hätte übernehmen sollen, gezwungen, nach Alternativen zu suchen.» Es kommt zum Eklat: Der designierte Kloten-Präsident Adrian Fetscherin (r.) wirft den Bettel bereits wieder hin. Er fühlt sich vom Noch-Boss Jürg Bircher über den Tisch gezogen und fordert Geld zurück. Dieser weist die Vorwürfe - unter anderem sollen mehrere Lohnlisten im Umlauf sein - zurück. Ab dem 1. Mai 2012 wollte Fetscherin als Geschäftsführer und Delegierter des Verwaltungsrates für die Kloten Flyers arbeiten. In einer zweiten Phase soll der 37-jährige Zürcher, derzeit Leiter der Sportredaktion von Teleclub, vom aktuellen Präsidenten Jürg Bircher die Aktienmehrheit und das Präsidium übernehmen. Der neue starke Mann bei den Kloten Flyers heisst Adrian Fetscherin (l.). Präsident Jürg Bircher (r.) kann den krisengeschüttelten und von Finanzproblemen geplagten Klub doch noch in sichere Hände übergeben. Diverse Massnahmen sollen die Zukunft Klotens langfristig sichern.

Das Chaos bei den Kloten Flyers.

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Die Kloten Flyers sind gerettet. Die von den Investoren Philippe Gaydoul und Thomas Matter geforderte Reduktion der Schulden von zehn auf drei Millionen ist geglückt. Diese frohe Botschaft soll am Freitag offiziell verkündet werden. Das Happy-End im grossen Hockey-Sommertheater.

So schien es. Aber so ist es nicht. Noch nicht. Eine weitere Bedingung der Investoren ist nämlich noch nicht erfüllt: Sie verlangen auch die Mehrheit der Aktien der EHC Kloten Sport AG.

Aktienmehrheit oder alles ist aus

Diese Bedingung ist klar formuliert: Heute Donnerstag um 17 Uhr sind die neuen Kloten-Investoren Philippe Gaydoul und Thomas Matter im Besitze dieser Aktienmehrheit. Ist dies nicht der Fall, steigen Gaydoul und Matter nicht ein und die Kloten Flyers gibt es nicht mehr.

Eine Verschiebung dieser Frist gibt es nicht. Wolfgang Schickli, der designierte neue Geschäftsführer der Kloten Flyers, bekräftigt gegenüber 20 Minuten Online noch einmal. «Die Bedingungen müssen bis heute um 17 Uhr erfüllt sein.»

Warten auf Fetscherins Aktien

Die Erfüllung dieser Bedingung schien kein Problem zu sein: 42 Prozent der Aktien haben die Sanierer um Peter Bossert bereits – sie brauchen also nur noch die 30 Prozent der Aktien von Adi Fetscherin. Und da der ehemalige TV-Journalist ja immer wieder öffentlich erklärt hat, er wolle alles für das Wohl der Kloten Flyers tun, die Sache sei für ihn eine Angelegenheit des Herzens, und da diese Aktien inzwischen ja auch keinen materiellen Wert mehr haben, war allen klar: Kein Problem. Ein Telefon oder ein Nachtessen mit Adi und die Sache ist geregelt.

Aber nichts ist geregelt. Adi Fetscherin hat seine Aktien (bzw. das Stimmrecht) nach wie vor nicht an die neuen Investoren abgetreten. Er kann aus seinem 30-Prozent-Anteil an der EHC Kloten Sport AG zwar keinen Nutzen mehr ziehen. Geld wird er dafür nicht bekommen. Die 750 000 Franken, die er Ex-Präsident Jürg Bircher für die Aktien bezahlt hat, sind verloren. Für immer. Das ist bitter – aber es ist, wie es ist.

Verletzter Stolz

Warum hat er dann die Aktien nicht schon längst übergeben? Warum jetzt im letzten Augenblick diese Dramatik? Es geht letztlich um verletzten Stolz und Eitelkeiten. Um das Gefühl, erpresst zu werden. Um Selbstüberschätzung. Daraus entsteht der Mix für grosse Dramen.

Aktien her – sonst steigen wir nicht ein: Das tönt erpresserisch und ist es theoretisch auch. Aber wenn Investoren bereit sind, ein dem Konkurs geweihtes Unternehmen zu übernehmen und retten, dann stellen sie Bedingungen. Und eine zentrale Bedingung ist die Kontrolle über dieses Unternehmen (also die Mehrheit der Aktien).

Wird Fetscherin zum «Totengräber»?

Adi Fetscherin gab einst, um Kloten-General und –Besitzer zu werden, seinen Job als Chefredaktor beim Bezahlfernsehen Teleclub auf – und scheiterte kläglich. Geblieben ist von diesem Traum, am grossen Rad im Schweizer Sport zu drehen, ein wertloses Aktienpaket der EHC Kloten Sport AG.

Inzwischen hat Fetscherin einen neuen Job als Kommunikations-General bei Fussball-GC. Wenn er seine Aktien (bzw. das Stimmrecht an diesen Aktien) bis heute um 17 Uhr den Investoren Philippe Gaydoul und Thomas Matter nicht bedingungslos übergibt, dann steht er und nicht mehr Ex-Präsident Jürg Bircher in der Öffentlichkeit als «Totengräber» der Klotener Hockeykultur da. Das ist ungerecht. Aber es ist, wie es ist.

Fetscherin gibt um 16 Uhr PK

Vielleicht wissen wir ja schon um 16 Uhr mehr. Adi Fetscherin, mit dem Gespür für grosse Selbstinszenierungen, hat um 16 Uhr zur persönlichen Medienkonferenz in den Schluefweg geladen. Entweder wird er da erklären, dass er durch die Übergabe der Aktien bzw. des Stimmrechts das Happy-End möglich macht – oder er wird erklären, warum er die Aktien bzw. das Stimmrecht nicht übergibt und den Untergang der Kloten Flyers in Kauf nimmt.

Zumindest hat Fetscherin jetzt so oder so seine Viertelstunde Berühmtheit, die jedem Menschen im Leben zusteht.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Harleykin am 28.06.2012 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht lustig!

    Ich habe Verständnis - für alle Parteien! Adi Fetscherin verstehe ich, denn so einfach eine dreiviertel Million in den Sand stecken - das tut weh! Gaydoul & Co. verstehe ich auch: Wozu für etwas zahlen, das nichts wert ist? Und da liegt der Knackpunkt: Wenn Adi Fetscherin hart bleibt, erreicht er nichts - die Aktien sind nichts wert und bleiben so erst recht wertlos, vom Imageschaden ganz zu schweigen. Die Lösung heisst "Gutes Tun und davon reden" - genau das wird Adi Fetscherin hoffentlich heute um fünf tun. Dann gewinnen fast alle (Adi "nur" an Image, aber mehr geht nicht mehr...)

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  • Hockey Fan am 28.06.2012 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Aktien

    Irgendwie verstehe ich den Herr Fetscherin schon, aber die Aktien haben so oder so keinen Wert mehr. Wenn er die Aktien gratis gibt und die Flyers gerettet werden, ist er ein Held. Gehen sie aber unter, bekommt er sein Geld auch nicht zurück und er hat einen Imageschaden.

  • Ratte am 28.06.2012 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Geld stinkt halt doch

    Ich verstehe nicht, wie man so kalt und berechnend und auf eine weise arrogant auftreten kann, wie Gaydoul und der Banker Matter. Wenn ich sehe, wie schon wieder Banken mit öffentlichen Geldern gerettet werden, wird mir schon fast übel. Diese Geldkriesen sind auf Bankenmist gewachsen!! Und Gaydoul hat sein Geld ja auch nicht selber verdient. Und solche Leute machen andere fertig, ohne Rücksicht auf deren Verluste. Mir wird schon wieder übel.....

Die neusten Leser-Kommentare

  • True_Story am 28.06.2012 16:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Definitiv gerettet

    Fetscherin hat soeben bekannt gegeben, er werde die Aktien freigeben. Kloten ist gerettet. An alle Neider: So ist es nun mal, Kloten hat es verdient. Ich als Flyers-Fan bin extrem froh darüber!

  • Hockey Fan am 28.06.2012 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Aktien

    Irgendwie verstehe ich den Herr Fetscherin schon, aber die Aktien haben so oder so keinen Wert mehr. Wenn er die Aktien gratis gibt und die Flyers gerettet werden, ist er ein Held. Gehen sie aber unter, bekommt er sein Geld auch nicht zurück und er hat einen Imageschaden.

  • Paul Coffey am 28.06.2012 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Interessante Sichtweise...

    Wenn die Aktien nichts wert sind, warum will man sie dann unbedingt? :-) Sie sind eben nicht nichts wert, sie werden gebraucht, um die Kontrolle des Unternehmens zu übernehmen und das müsste den Investoren etwas wert sein. Das Argument, dass bei einem Konkurs auch kein Geld mehr fliesst ist zwar wahr, aber nichts wert... Meine Einstellung in dieser Situation wäre: Ich kriege zwar nichts mehr, aber Ihr sauft ab.

  • nepo am 28.06.2012 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    Aktienmehrheit verlangen die Investoren

    .... so wie ich es verstehe ist diese Mehrheit mit über 50% im Trockenen. Fehlen also noch rund 9%. Kann doch der Adrian Fetscherin einfach diesen Teil notariell beglaubigt übertragen. Ihm blieben dann noch 31%. Es ist natürlich ein Leichtes, für die Investoren, alles kostenlos zu bekommen und dann wie Phönix aus der Asche den Club auferstehen zu lassen. Die restlichen 3 Mio müssen eh über kurz oder lang vom Club als Kreditanerkennung gegenüber den neuen Eigentümern verzinst und zurückbezahlt werden. Die wollen Geld verdienen und nicht zahlen. Also so einfach durchsichtig das Ganze.

  • Jo Herrn am 28.06.2012 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Neuanfang 2012

    Dear Adi, bitte behalte deine 30% !!