Revolution in Lugano

15. November 2009 18:16; Akt: 15.11.2009 18:21 Print

Habisreutinger löst Eberle als Sportchef ab

von Klaus Zaugg - Der HC Lugano, eines der reichsten Hockeyunternehmen ausserhalb Nordamerikas und Russlands, reagiert auf die anhaltende Krise und holt Roland Habisreutinger als neuen Sportdirektor. Habisreutinger, bis im vergangenen Sommer in gleiche Funktion bei den Kloten Flyers, hat einen Vertrag bis 2012 unterschrieben.

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Der bisherige Sportchef Jörg Eberle soll innerhalb des Unternehmens eine neue Aufgabe bekommen. Habisreutinger wird direkt dem Verwaltungsrat unterstellt. «Wir sind daran, meinen Aufgabenbereich genau zu definieren» sagt Habisreutinger gegenüber 20 Minuten-Online Sein Ziel sei es, Lugano wieder dorthin zu bringen, wo es hingehöre: Ganz nach oben. «Aber das geht nicht von einem Tag auf den anderen. Wir wollen Schritt für Schritt vorgehen. Zuerst einmal gilt es, diese Saison ordentlich über die Bühne zu bringen und dann sehen wir weiter.»

Luganos grosses Problem war das Operetten-Management, das nach dem Schwarzgeld-Skandal von 2006 die operative Führung des Unternehmens nicht mehr in Griff bekommen hat. Seit dem letzten Titelgewinn von 2006 gilt für Lugano: Noch nie in der Geschichte unseres Hockeys ist so viel Geld so miserabel gemanagt worden.

Erster Schritt zur Rückkehr an die Spitze

Das dürfte sich nun ändern. Der Verwaltungsrat hat die richtigen Schlüsse aus der Krise gezogen. Die Einsetzung von Habisreutinger als Sportdirektor hat noch keine unmittelbaren Auswirkungen auf die sportliche Lage der Liga. Aber mittelfristig ist dieser Entscheid wahrscheinlich der wichtigste, der in dieser Saison in einem Hockeyunternehmen gefällt worden ist: Lugano reorganisiert sich und ist auf dem Weg zurück, ein Titan in unserem Hockey zu werden.