Unfaire Attacke

08. Februar 2011 12:46; Akt: 08.02.2011 14:39 Print

Hässlicher Check gegen das Knie von Owetschkin

Eine Szene, wie man sie nicht gerne sieht: Ein Spieler greift einen anderen an, um ihn zu verletzen. So geschehen im «Hass-Derby» zwischen Pittsburgh und Washington.

Cookes Attacke auf das Knie von Owetschkin (Video: YouTube/libucv)
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Wenn in der NHL die Washington Capitals und die Pittsburgh Penguins aufeinandertreffen, dann scheiden sich die Geister. Denn: Es ist das Duell der beiden Superstars Alexander Owetschkin und Sidney Crosby. Als Hockey-Fan liebt man den einen der beiden, den anderen hasst man. Das ist wie im Fussball mit Cristiano Ronaldo und Lionel Messi. Beide kann man nicht mögen. Zwar sind beides geniale Ausnahmekönner, aber mit den Sympathien ist es wie mit zwei verschiedenen Religionen.

So kommt es, dass die Duelle zwischen Washington und Pittsburgh immer speziell geladen sind. Am Sonntag war es wieder einmal so weit. Auch wenn die Penguins ohne Superstar Crosby antreten mussten – oder gerade deshalb – brodelten auch diesmal die Emotionen hoch. Denn der Pittsburgh-Star laboriert seit dem letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams bei der Winter Classic am Neujahrstag an den Folgen einer Gehirnerschütterung. Zwar konnte er vier Tage später gegen Tampa wieder antreten, wurde dort aber erneut gecheckt und ist seither nicht mehr einsetzbar.

Für die «Pens» war deshalb am Sonntag gegen Washington Rache angesagt. Ganz nach dem Motto «Ihr nehmt uns unseren Superstar, wir nehmen euch euren». Nicht ganz die feine englische Art. Kurz vor Schluss der Partie raste Pittsburghs Matt Cooke wie ein Wilder frontal auf Washington-Leitwolf Owetschkin zu und verpasste diesem ein Knie-gegen-Knie-Check – wohl etwas vom Gefährlichsten, was es im Eishockey gibt. Klar, dass die «Caps» den Angriff auf ihren Captain nicht tolerierten und es in der Folge zu einer Massenschlägerei kam. Owetschkin hatte Glück und verletzte sich bei der Attacke nicht. Täter Cooke kam mit einer Zwei-Minuten-Strafe für Beinstellen davon. Das hätte für beide ganz andere Folgen haben können. Die Partie endete übrigens 3:0 für die Capitals.

(mon)